Pikante Details aus dem Fall Lehman Brothers: Nachdem die US-Investmentbank unter Führung von Richard Fuld pleite gegangen war, verkaufte er seine Villa an die Ehefrau für 100 Dollar. Fuld drohen Schadenersatzansprüche.
Der ehemalige Chef der pleitegegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers, Richard Fuld, verkaufte seiner Ehefrau Kathleen im November ein 13 Millionen Dollar teures Villenanwesen für 100 Dollar.
Ex-Lehman-Chef Richard Fuld hat es in diesen Tagen nicht leicht. Er wird für die größte Banken-Pleite in den USA verantwortlich gemacht. (© Foto: Reuters)
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Dies geht aus Grundbuchaufzeichnungen des Bundesstaates Florida vom 10. November hervor.Das Ehepaar hatte die am Meer gelegene Villa im März 2004 für 13,75 Millionen Dollar gemeinsam gekauft.
Größte Pleite in der US-Geschichte
Fuld wird für den Zusammenbruch Lehmans im September verantwortlich gemacht und muss mit Schadenersatzforderungen rechnen. Kritisiert wurde vor allem, dass er nicht schnell genug reagiert habe, um die unter faulen Anlagen leidende Bank zu retten.
Die knapp 160 Jahre alte Lehman-Bank hatte sich an faulen US-Immobilienpapieren verhoben. Als es Fuld nicht gelang, einen Käufer für das marode Institut zu finden, meldete die Investmentbank Insolvenz an. Es war die größte Pleite in der Geschichte der USA.
Kritiker warfen Fuld vor, dass er nicht rasch genug gehandelt habe. Der 62-Jährige übernahm zwar einen Teil der Verantwortung für die Pleite, bezichtigte aber auch den Kongress und die US-Behörden einer Mitschuld.
Fuld muss mittlerweile mit Schadensersatzforderungen rechnen. Als Lehman-Chef trat er Ende letzten Jahres zurück. Einen Bonus für 2008 und eine Abfindung bekam er zwar nicht, 2007 hatte er allerdings 22 Millionen Euro bei Lehman verdient.
(sueddeutsche.de/Reuters/iko)
Und warum wendet es keiner an?
"Das sollten wir auch haben."
??? Manager sind bei uns schon längst Schadenersatzpflichtig, wenn sie absichtlich oder grob fahrlässig dem Unternehmen schaden.
Das sollten wir auch haben. Dass Manager schadenesersatzpflichtig werden oder dass sie ein vernünftigeres Gehalt bekommen. Ich denke, das ist doch das Positive, was wir daraus lernen können und sollten.
Dass man einen Fehler machen kann, das ist menschlich. Da sollte man nicht ungerecht über andere herziehen. Und besonders unangenehm ist es auch, wenn es sich um viel Geld oder noch schlimmer um viele Arbeitsplätze handelt, die verloren gehen. Ausserdem soll man nicht vergessen, dass kaum einer dachte, dass so etwas überhaupt passieren kann.
Die neuen Fulds hocken schon in den Startlöchern, der Kapitalismus haben noch lange nicht fertig. Nix, Flasche leer. :-)))
Sie sind definitiv nicht dabei. Das wenigstens ist beruhigend.
"""Die Fulds dieser Welt haben fertig, und mit ihnen der Rest der ganzen Schneeballblase des Kapitalimus"""
Die neuen Fulds hocken schon in den Startlöchern, der Kapitalismus haben noch lange nicht fertig. Nix, Flasche leer. :-)))
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