Eine heiß diskutierte Studie belegt: Je höher das Einkommen eines Menschen ist , desto besser fühlt er sich.
"Geld ist besser als Armut", sagte Woody Allen einmal, "wenn auch nur aus finanziellen Gründen." Obwohl sich viele Studien mit dem Verhältnis zwischen Geld und Glück befasst haben, ist es noch immer ein Rätsel.
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Garant zum Glücklichsein? Eine neue Studie vermutet einen direkten Zusammenhang zwischen Geld und Zufriedenheit. (© Foto: ddp)
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Das Glück der Deutschen zum Beispiel: Die Nation wird immer reicher - und gleichzeitig unzufriedener. Das durchschnittliche Einkommen der Menschen steigt hierzulande seit vielen Jahren, die Autos werden schneller, die Häuser größer, die Gesundheitsvorsorge besser, das Essen vielfältiger, und wir haben Handy und iPod. Aber die Menschen sind kein bisschen glücklicher. Das fand der amerikanische Ökonom Richard Easterlin heraus, der untersucht hat, wie sich die Lebenszufriedenheit in Deutschland seit Anfang der achtziger Jahre entwickelt hat.
Trotz Wirtschaftswachstum: Glück stagnierte
Waren es einst die Psychologen, die das Glück erforschten, sind es heute die Ökonomen, die sich dem Thema widmen. Glück und Wirtschaft? Das geht nicht Hand in Hand. Denn Wachstum ist nicht gleich Wohlbefinden, und mehr Geld macht nicht unbedingt glücklicher. Easterlin verglich im Jahr 1974 Wirtschaftsdaten mit den Aussagen, die Menschen über ihre Zufriedenheit gemacht hatten. Er fand heraus, dass das Glück in den westlichen Industrienationen stagnierte, während der Wohlstand wuchs.
Geld ist nur dann das Maß aller Dinge, wenn das Jahreseinkommen unter 10.000 Dollar liegt. In den Entwicklungsländern wächst die Zufriedenheit mit jedem zusätzlichen Dollar. Aber dort, wo die Einkommen höher sind, in den westlichen Industrieländern, ist die Beziehung zwischen Geld und Glück gebrochen. Ein höheres individuelles Einkommen steigert das Glück und die subjektiv empfundene Lebensqualität des Einzelnen nur bis zu bestimmten Grenzen. Dann ist Schluss.
Bedeutung des relativen Einkommens umstritten
Das belegt auch das Beispiel Japans: Zwischen 1962 und 1987 hat sich das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf mehr als verdreifacht. Trotz des beispiellosen Aufschwungs schienen die Japaner kein Stück zufriedener mit ihrem Leben zu sein, wie aus Umfragen hervorgeht. Sie waren reicher, aber nicht glücklicher. Dieser Widerspruch wurde als das "Easterlin Paradox" bekannt. Solange die Menschen nur mit Not ihre dringendsten Bedürfnisse befriedigen können, macht Geld glücklicher. Ist die Not gelindert, ist es damit vorbei.
Wachstum beschert uns zwar höhere Einkommen, aber wir gewöhnen uns daran. Und wenn der Nachbar ein wenig reicher ist und ein besseres Leben führt, wird das eigene Glücksempfinden dadurch geschmälert. Wir brauchen mehr Geld, um zumindest den alten Zustand wiederherzustellen. Wer einen iPod hat, wünscht sich eben einen iPod Touch. Das ist ein echter Hingucker aus dem Hause Apple, den längst nicht jeder hat und der ganz und gar nicht günstig ist. Das relative Einkommen, schrieb Easterlin, ist entscheidender als das absolute. Es geht darum, sich mehr leisten zu können als Freunde, Nachbarn und Kollegen. Jeder, der nicht gerade Milliardär ist, wird Easterlin gerne glauben. Schließlich ist es ja auch tröstlich, dass Glück nicht käuflich ist.
Jetzt haben zwei junge Ökonomen der Universität Pennsylvania versucht, das Easterlin-Paradox zu entkräften, das seit mehr als drei Jahrzehnten gilt. "Reassessing the Easterlin Paradox" heißt ihr Papier, das unter Glücksforschern in Amerika gerade für Aufsehen sorgt. Betsey Stevenson und Justin Wolfers haben dafür Unmengen historischer und internationaler Daten über das Glück durchkämmt.
Umfragen bestätigten Zusammenhang
Ihr Ergebnis: Das individuelle Einkommen spielt sehr wohl eine Rolle auf der Suche nach dem Glück - und zwar nicht nur im Vergleich zu anderen, sondern in seiner absoluten Höhe. Das gelte sowohl für reiche als auch für arme Länder. Einen Sättigungspunkt gebe es mithin nicht. Die jüngste Gallup-Umfrage scheint das zu bestätigen. Zwei Drittel der Amerikaner, die 75.000 Dollar im Jahr und mehr verdienen, bezeichneten sich als "sehr glücklich". Unter denen, die weniger als 30.000 Dollar Einkommen erzielen, waren es nur 40 Prozent.
Woody Allen sieht also mal wieder zu schwarz. Warum sonst sollten so viele Menschen verzweifelt nach einem Vermögen streben, wenn Reichtum nicht glücklich macht? Und warum suchen Millionen Einwanderer aus armen Ländern ihr Glück im reichen Westen, wenn Easterlins Paradox Bestand hat?
(SZ vom 22.4.2008/jkf/mel)
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Oh, Geld allein macht nicht gücklich. Ganz wichtig fürs Wohbefinden sind noch Immobilien, Aktien, Anleihen, Zertifikate, Hebelprodukte, Derivate, Devisen, Münzen, Barren .... ;-)
völlig Einseitigt.
Denn wenn des Menschen seine Ausrichtung dadurch definiert sein Glück im Haben zu verstehen und Statussymbolen seine Position innerhalb der Geselllschaft reflektieren, dann macht Geld wohl Glücklich wenn man weiter oben ist.
Wieviel Glücklicher er als jemand ist der sich im Sein definiert, kann in der Studie nich festgestellt werden.
Die Redaktion der SZ sollte sich mal Gedanken machen bevor immer wieder geistig in der Sichtweiseeingeschränkte Studien presäntiert werden. Denn vom Niveu her ist diese hier auch nicht weit weg von den "In an Out" Tipps der Bildzeitung.
Das einzige was die Studie bestätigt, ist die geistig verkümmerte Denkweise, denn wenn ich mein Glück dadurch definiere das ich weiter weg in den Urlaub fahre als mein Nachbar oder die dickste Karre in der Nachbarschaft fahre um mich wohl zu fühlen, hat es nichts mit einer bewußten Handlung zu tun, die dem Geiste dient. Sondern ist nur eine Kompensation eines Komplexes und die Unfähigkeit mal die Dinge aus einer anderen Sicht als aus seinem beschränkten Horizont.
Das ganze Leben nur ein plakative Darstellung in einer Seelenlosen Hüllle. Armut auf höchstem Niveu. Und Woody Allen ja Woody Allen mag eine gewisse Intelligenz besitzen doch seine geistige Armut zeigt sich in seinen letzten Filmen und den Rollen die er früher gespielt hat.
Zitat von Good Charlotte:
"Lifestyles of the rich and famous,
there always complainin,always complainin,
if money is such a problem,
they got mansions,
think we should rob them."
In diesem Sinne....
"Geld macht nur selten glücklich, dafür verdirbt es immer den Charakter" (Gerhard Bückeberg).
Oder vielleicht: "Geld allein macht nicht glücklich. Man muss es auch haben" (Dessen Schwippschwager)
Oder sogar: "Dein Geld allein macht nämlich nicht glücklich, Du muss es auch für mich ausgeben" (eine Heiratswillige auf meinem früheren Lebensweg...)
Vielleicht wär hier noch interessant gewesen, welche Stelle diesen Unfug durch Bugetierung zur Studie erhoben hat und warum (anders ausgedrückt: Geschäft ist Geschäft).
Oder gleich so: Wer nix weiss, muss alles glauben.
Ich habe diese völlig sinnlose Studie gemacht und geleitet. Der Raps, der mir dafür entgegen wuchs, war von einer Üppigkeit, dass ich sagen kann: Es stimmt alles. Geld macht glücklich. Ich hab mir sagen lassen, dass es immer noch ein paar Verlierer gibt, die nicht so richtig dran glauben mögen. Lassen wir sie und hauen ordentlich auf den Putz, denn Morgen krieg ich eine neue Leber...Wird schon schief gehen.