Strom wird erneut teurer. Bereits zum Okober haben knapp 50 Versorger ihre Preise erhöht. Hunderte weitere Anbieter dürften bald folgen. Es gibt nur einen Weg sich zu wehren: den Anbieter wechseln. Wie der Wechsel funktioniert, beantwortet sueddeutsche.de.
Die Antworten zu den wichtigsten Fragen:
(© Foto: ddp)
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Wie finde ich einen günstigen Anbieter?
Im Internet gibt es Vergleichsrechner auf Seiten wie www.biallo.de oder bei www.verivox.de.
Welche Daten sollte ich bereithalten, um mich im Internet über Preise informieren zu können?
Ihren Jahresverbrauch, den Sie ihrer alten Abrechung entnehmen können und die Postleitzahl ihres Wohnortes. Viele Anbieter liefern nur regional.
Gibt es klassische Billiganbieter?
Die Tarife müssen sorgfältig verglichen werden - auch, weil ein Anbieter oft mehrere Tarifvarianten im Angebot hat. Manch einer der laut werbenden Billiganbieter ist teurer als die heimischen Stadtwerke.
Gibt es unterschiedliche Tarifmodelle?
Ja. Sie können beispielsweise den meist teureren Ökostrom wählen oder Varianten, bei denen ein Rechnungsbetrag im Voraus bezahlt wird. Überdies fordert etwa der Anbieter Teldafax Sonderabschläge ein. Sie werden nicht verzinst, aber die Grundgebühr reduziert sich. Bei einer Kündigung wird er zurückgezahlt.
Sind Preisgarantien sinnvoll?
Ja. Manche Anbieter garantieren, dass in den nächsten Monaten die Preise nicht erhöht werden. Gerade in Zeiten wie jetzt, in denen die Anbieter üppige Preiserhöhungen ankündigen, ist das wichtig.
Wo bekomme ich einen Wechselantrag?
Meist gibt es bei den Strompreisrechnern einen Link, über den die Unterlagen ausgedruckt werden können. Alternativ werden die Unterlagen nach Hause oder an eine Email-Adresse verschickt.
Welche Daten sind bei einem Anbieterwechsel erforderlich? Der neue Anbieter muss wissen, ab wann er liefern soll. Dazu braucht er die Nummer Ihres Stromzählers, den aktuellen Zählerstand, den Namen Ihres bisherigen Versorgers und Ihre Kundennummer.
Wo finde ich meinen Stromzähler? Meist im Keller. Vor allem bei größeren Mehrfamilienhäusern müssen Sie allerdings den Hausmeister kontaktieren, denn die Stromzähler sind gewöhnlich ein einem abgeschlossenen Raum untergebracht, um Manipulationen zu vermeiden.
Besteht das Risiko, dass ich bei einem Wechsel für ein paar Tage ohne Strom dastehe? Man kennt das vom Wechsel des Telefonanbieters: Plötzlich ist die Leitung tot.
Der lokale Stromversorger ist gesetzlich dazu verpflichtet, alle Haushalte zu versorgen - selbst wenn er nicht mehr Vertragspartner ist. Das gilt auch dann, wenn der Kunde längst zu einem Anbieter gewechselt und nun erneut wechselt.
Muss ich eine Wechselgebühr zahlen?
Nein.
Kann ich vom Vertrag zurücktreten?
Ja, nach Unterzeichnung des Vertrages haben Sie eine 14-tägige Bedenkfrist.
Muss ich eine Kündigungsfrist beachten?
In der Grundversorgung gilt eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Ende des nächsten Kalendermonats. Bei Sondertarifen können allerdings andere Fristen bestehen.
Muss ich selbst kündigen?
Nein, das macht der neue Anbieter für Sie.
Wer liest nach dem Wechsel meinen Stromzähler ab?
Wenn Sie den Zähler selbst ablesen, bleibt das so. Ansonsten macht das der Netzbetreiber, also die lokalen Stadtwerke. Ihr neuer Anbieter liefert nur den Strom.
Muss ich meinem Vermieter den Anbieterwechsel melden?
Nur, dann, wenn Sie Ihre Stromrechnung direkt vom Vermieter bekommen. · Wie lange dauert der Anbieterwechsel?
In der Regel sechs Wochen nach Abschluss des Vertrages. Das ist abhängig von den vereinbarten Kündigungsfristen.
(sueddeutsche.de)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Die Verbraucherschützer sind empört !
Das Kartellamt ist aufmerksam gemacht worden !
Die Oligopolisten E.on, RWE, Vattenfall und ENBW lachen und zocken weiter ab.
Hat irgendjemand gemeint, durch die Privatisierung der Energieversorgung würden die Preise sinken und die Energieversorgung ökologischer ?
Privatwirtschaft ist doch naturgemäß immer auf maximalen Profit aus und wir sind in Deutschland einem Energie-Oligopol hilflos ausgeliefert.
Wenn wir den Anbieter wechseln, wechseln wir real nur von einer Oligopolisten-Tochter zur nächsten. Das Kleingedruckte sorgt schon dafür, dass wir unter dem Strich real nichts von einem Anbieterwechsel haben. Verschenken kann keiner etwas !
Die Energieversorgung muss wieder verstaatlicht werden. Dann können wir uns wenigstens über unseren Stimmzettel wehren.
Leider sorgen die Oligopol-Lobbyisten dafür, dass alles so bleibt wie es jetzt ist.
dass in dem Artikel der Hinweis auf die Möglichkeit fehlt, zu reinen Ökostromanbietern zu wechseln, die vollkommen unabhängig von den Oligopolisten E.on, RWE, Vattenfall und ENBW sind, halte ich für ein Armutszeugnis.
Dass laut älteren Kommentaren der Hinweis auf http://www.atomausstieg-selber-machen.de/ anscheinend mehrfach unterdrückt wurde erst recht.
Mal sehn, was jetzt passiert.
Und noch ein Kommentar an alle, die hier versuchen, die Förderung der erneuerbaren Energien für die hohen Strompreise verantwortlich zu machen: Es gibt vom Umweltbundesamt und anderen zuverlässigen Stellen Angaben darüber, wie sich der Strompreis zusammensetzt. Bei 22 Cent pro Kilowattstunde machte die Förderung 0,7 Cent aus. Demgegenüber 5,6 Cent für die Netznutzung, mit der die Stromkonzerne ihr Leitungsnetz in Stand halten und ausbauen sollen. Den größten Teil dieser Netznutzungsgebühren verwenden die E.on und Konsorten aber für Gewinnsteigerung und Dividendenausschüttungen!
Boykott der Zahlung nach § 315 BGB, damit die Versorger dem Anspruch nach Offenlegung ihrer Preisgestaltung endlich nachkommen - die Abzocke muss aufhören!
Wenn schon wechseln, dann zu einem ökostromanbieter.
Etwa zu einem dieser Anbieter: atomausstieg-selber-machen.de/anbieter
Schließlich sollten wir nicht nur an unseren Geldbeutel, sondern auch an zukünftige Generationen denken, die unter der Klimaerwärmung und früher oder später eintretenden Atomarem-Super-GAU am meisten leiden haben.
Ich werbe hier nicht für einen Anbieter. Ich plädiere für ökologischen Strom. Ohne Kernenergie und ohne fossile Energiequellen wie Öl, Kohle und Gas.
Das ist gegen die Regierungslinie und gegen die Interessen der großen Konzerne.
Schon klar.
Aber es ist der einzig vernünftige Weg.
Was ich veröffentlichen wollte war der Link den die SZ sicher vergessen hat.
Und die SZ sollte das zulassen, finde ich.
Paging