Als hätte es die Finanzkrise nie gegeben: Nach Goldman Sachs heimst nun auch der US-Finanzkonzern JP Morgan Chase einen Milliardengewinn ein.
Der US-Finanzkonzern JP Morgan Chase trotzt der Krise mit einem weiteren Milliardengewinn und bleibt damit während der gesamten Finanzkrise in den schwarzen Zahlen.
Die US-Großbank JP Morgan Chase schrieb während der Finanzkrise niemals rote Zahlen. (© Foto: dpa)
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Unter dem Strich steigerte die Großbank im zweiten Quartal ihren Gewinn um 36 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Der Konzern verdiente damit deutlich mehr als von Experten erwartet.
Das Institut übertraf mit den Zahlen das Vorjahresergebnis von zwei Milliarden Dollar und auch die Erwartungen von Analysten von vier Cent je Anteilsschein. Ursache für das gute Ergebnis war vor allem das Investmentbanking.
Staatshilfen zurückgegeben
JP Morgan schlug sich in der Krise durchweg besser als der große Rest der Branche. Gerade erst gab die Bank 25 Milliarden Dollar an Staatshilfen zurück.
Ihren jüngsten Gewinn erzielte sie trotz einer Dividendenzahlung von 1,1 Milliarden Dollar an den Staat für das Darlehen. Die Erträge kletterten um 39 Prozent auf 25,6 Milliarden Dollar.
Bereits am Dienstag hatte der amerikanische Bankenriese Goldman Sachs einen Gewinn von 2,72 Milliarden Dollar für das zweite Quartal gemeldet.
- USA Die Goldman-Connection 15.07.2009
- Konsequenzen aus der Krise Die kranken Banken 16.07.2009
- J.P. Morgan Chase Stets schwarze Zahlen 16.04.2009
- US-Banken Goldman Sachs macht Milliardengewinn 14.04.2009
- Banken: Eine Typologie Auf der Streckbank der großen Krise 11.05.2009
(sueddeutsche.de/dpa/AP/pak/tob)
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Dem Markt wird zuviel Kapital entzogen und in Spekulation bzw. Glücksspiel investiert. Der Realwirtschaft fehlen damit sowohl Kredite als auch Nachfrage. Das ist nicht besonders clever von der Finanzoligarchie, es sei denn sie wollen das System abschaffen oder von Grund auf verändern. Ansonsten wäre ihnen anzuraten, dem Markt immer nur einen kleinen Prozentsatz des erarbeiteten Mahrwertes zu entziehen um es zu horten, das destabilisiert das System nicht und ist aus ihrer Sicht nachhaltiger.
Der auf Pump erneut hinausgeschobene Crash wird wieder kommen schnell und verstärkt spätestes wenn die Staaten aufgrund der Steuerausfälle zahlungsunfähig werden.
Mehr und mehr kann man den Glauben gewinnen, die Krise wurde von gewissen Kreisen iniziiert.
Aber immer wieder finde ich bestätigt, was ich derzeit lese.
"Wahnsinn mit Methode".Sehr passend.