Amerikaner verbrauchen besonders viel Wasser, doch auch im Mittelmeerraum versickern große Mengen einfach auf Ackerflächen und Golfplätzen.
Auf den Golfplätzen an der spanischen Küste herrscht in den Sommermonaten Hochbetrieb. Erholungssuchende aus aller Welt vertreiben sich in den kühlen Morgen- und Abendstunden gern die Zeit bei einem gepflegten Spiel auf grünem Rasen. Dass dieser Luxus in einer der wasserärmsten Regionen Europas zu Lasten der Umwelt geht, darüber machen sich die wenigsten Gedanken.
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Olivenhain beim andalusischen Cordoba. (© Foto: dpa)
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Wasserschlucker Golfplatz
Dabei wäre der Bedarf an kühlem Nass, der für die Bewässerung einer Golfanlage notwendig ist, ausreichend, um eine Kleinstadt mit 15.000 Einwohnern zu versorgen. Bei mehr als 300 Golfplätzen in ganz Spanien kommen große Mengen zusammen. In anderen Mittelmeerländern sieht es nicht besser aus. Der Tourismus boomt. Beispiel Türkei: Allein hier sind 100 neue Golfanlagen in Planung.
In der Rangliste der größten Wasserverbraucher liegen die Mittelmeerländer Spanien, Italien und Portugal gleich hinter Australien, Kanada und dem Spitzenreiter USA, wo jeder Bürger im Schnitt 1.730.000 Liter Wasser im Jahr beansprucht. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen erweist sich dazu im Vergleich mit 460.000 Litern pro Jahr noch als relativ gering.
Die reichen Länder verbrauchen mehr
Im internationalen Vergleich liegt die Bundesrepublik damit nach Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im hinteren Mittelfeld unter den Industrienationen. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass es nach wie vor die reichen Länder dieser Erde sind, die weitaus mehr Trinkwasser verbrauchen als viele Schwellen- und Drittweltländer.
Der Großteil an Frischwasser verschwindet jedoch nicht etwa in den Touristenhochburgen. Es ist die Landwirtschaft, die mit Abstand am meisten benötigt. Nach Berechnungen der Umweltstiftung WWF Deutschland versickern 70 bis 80 Prozent der kostbare Ressource auf Ackerböden. Weitere 10 bis 15 Prozent landen in der Industrie, der Rest in den Privathaushalten. "Vor allem die Bewässerungslandwirtschaft hat stark zugenommen ", sagt Martin Geiger, Wasserexperte des WWF.
Unschlagbar sind die Amerikaner
In Frankreich, Griechenland und Spanien sei die bewässerte Agrarfläche innerhalb von zehn Jahren um ein Drittel auf 7,5 Millionen Hektar angewachsen. Schuld daran ist auch die Subventionspolitik der EU, die Wasserverschwendung nicht bestraft, sondern durch die Förderung einer höheren Produktion sogar noch begünstigt. So kommt es, dass Olivenhaine unter brennend heißer Sonne mit Wasser geflutet werden. Der größte Teil davon findet erst gar nicht den Weg zu den Wurzeln, sondern verdunstet noch an der Oberfläche.
Unschlagbar in Sachen Wasserverbrauch sind die US-Amerikaner. Neben der Landwirtschaft tragen dort auch die Privathaushalte zum hohen Verbrauch bei. Metropolen wie Las Vegas und Los Angeles liegen in extremen Trockengebieten. Trotzdem zählt hier ein eigener Swimmingpool zur Grundausstattung eines Haushalts. Das Wasser dafür muss über Tausende Kilometer herangeschafft werden. Der chronische Mangel gilt deshalb seit Jahren als größtes Problem dieser stark wachsenden Städte.
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(SZ vom 19.8.2008/jkr)
Debatte über Urheberrecht
Alle diese Aussagen sind letztendlich reine Wasserstandsmeldungen und das Vorbereiten der Bürger, dass sie nun mit weiteren Abzockereien rechnen müssen. Vor langer Zeit war es die Kohle, dann die kommende Eiszeit, gestern das Öl und Gas, zwischendurch mal der Rinderwahnsinn bis hin zur Vogelgrippe, nicht zu vergessen die Klimahysterie, die dieses Jahr noch nicht geklappt hat mit den zigtausend Hitzetoten usw. und jetzt ist es das Wasser. Diese Ara wird sicher in den Geschichtsbücher als Zeitalter des Lobbyismus eingehen und viel Heiterkeit im Nachhinein erzeugen, sofern noch möglich.
"Wieviel Wasser bzw. Wasserdampf gibt ein Atomkraftwerk, ein Kohlekraftwerk usw. pro Jahr an die Umwelt ab ?"
Verglichen mit dem, was die Weltmeere, die Lebewesen (wir atmen Kohlendioxid und Wasser aus) und die Pflanzen abgeben, dürfte das wohl kaum noch meßbar sein. Unser Klima wird im wesentlichen vom Wasserdampf bestimmt, der je nach Konsistenz und Vorkommen in unterschiedlichen Luftschichten mal abkühlend und mal erwärmend wirkt.
Da wir das aber nicht verstehen oder berechnen können, konzentrieren wir uns halt auf das böse Kohlendioxid...
Wie richtig festgestellt wurde wird Wassser nicht VER-braucht, sondern
lediglich GE-braucht. Die Menge an Wasser, die auf der Erde zur Verfügung steht
bleibt unverändert, es befindet sich lediglich in einem permanenten Kreislauf, dessen Geschwindigkeit wir Menschen durch den GEBRAUCH von Wasser bestimmen.
Alles verdunstete Wasser kommt irgendwo als Niederschlag (Regen, Schnee usw.)
wieder zurück, dann jedoch an Stellen wo es nicht gewollt ist.
Die CO2-Emittenten werden verteufelt, die Wasser-Verdunster bleiben unberücksichtigt.
Wieviel Wasser bzw. Wasserdampf gibt ein Atomkraftwerk, ein Kohlekraftwerk usw. pro Jahr an die Umwelt ab ? Darüber wird nicht berichtet.
schreiben Sie mir doch, bitte, ihre mailaddi in mein Profil. Ich kenne ein verfahren, mit dem ggf. wesentliche Probleme regional gelöst werden können. Gruß Kuni
Der Wasserverbrauch ist zu hoch. Warum? Beispiel Kreta: Hier stehen 6 Millionen Olivenbäume, weil das Klima und der Boden für diese Bäume sehr günstig sind, die EU bestimmte Subventionen für die Umwandlung von alten zu neuen Olivenbäumen zahlt und weil die Wasserpolitik es so will. Ich lebe seit 6 Jahren auf Kreta. Die Sache mit dem Wasser geht hier so: Im Winter regnet es viel. Da laufen die Wasserspeicher voll und schließlich über. Die tausende Hotels stehen leer und brauchen deshalb kein Wasser und die Millionen Olivenbäume haben von oben genug Wasser. Dann kommt der Mai und mit ihm die Hitze, die Touristen und der Wasserdurst der Hotels, der Olivenbäume und der Plantagengärtnereien. Die Wasserverteiler geben den Hotels und den Olivenbäumen den Hauptanteil des Wassers, die ansässige Bevölkerung bekommt weniger, manchmal ist das Wasser ganz abgestellt. Weil die Leitungen in die Dörfer vom Hauptstrom des Leitungswassers abgeschnitten sind, kommt der Bodensatz aus den Wasserspeichern in die Dörfer. Im Sommer ist unser Wasser rot-braun, untrinkbar und deshalb ungenießbar. Wir müssen unser Trinkwasser im Supermarkt kaufen. Unsere Leitungen verstopfen von dem Dreck. Die weiße Wäsche kommt braun aus der Waschmaschine. Wenn es im Sommer überhaupt nicht regnet, was meistens der Fall ist, geht im September/Oktober auch noch dieses Brackwasser aus. Wir zahlen für Trinkwasser und erhalten dafür gelegentlich braune Brühe. Niemand in Mitteleuropa würde sich das gefallen lassen. Hier gehört es zum ganz normalen Leben. Das Leben auf Kreta ist eben anders. Oft schön, oft beschwerlich, oft wasser- (und auch strom-)arm.
Busoph
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