Angst vor skrupellosen Finanzinvestoren: Auch ordentliche Zahler müssen fürchten, dass ihr Hauskredit weiterverkauft wird.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries verspricht: "Wir machen es den Banken schwerer." Nach langem Hickhack wollen sich Union und SPD jetzt auf ein Gesetz einigen, um Bankkunden beim Verkauf ihrer Immobilienkredite besser zu schützen. Am Mittwochabend trafen sich Vertreter beider Fraktionen, um letzte Details zu besprechen.
Wer gerade dabei ist, eine Immobilie zu finanzieren, sollte das Kreditinstitut sorgfältig auswählen. (© Foto: dpa)
Anzeige
Für die Bundesjustizministerin ist aber schon jetzt klar: Häuslebauer, deren Hypothekendarlehen an einen Finanzinvestor veräußert wurde, mussten und müssen sich keine Sorgen machen, wenn sie ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt haben.
"Wer seine Raten ordentlich zahlt, hatte auch bislang nichts zu befürchten", sagte die SPD-Politikerin. Betroffene Kreditnehmer und deren Rechtsanwälte berichten jedoch das Gegenteil: Nach ihren Angaben treiben Kreditaufkäufer auch pünktliche und ordentliche Zahler in die Zwangsvollstreckung - mit raffinierten Methoden.
Der Abwehrzins
Gefährlich kann es für Kunden mit einem verkauften Kredit immer dann werden, wenn sie ein neues Darlehen brauchen, weil die Laufzeit ihres alten Kredits zu Ende geht. Ein Finanzinvestor hat in der Regel gar kein Interesse, den Kreditvertrag über längere Zeit fortzuführen. "Das sind keine Banken, die von der Kreditvergabe leben. Ihnen geht es um die schnelle Verwertung der Immobilie", sagt der Düsseldorfer Rechtsanwalt Julius Reiter, der als Sachverständiger im Finanz- und Rechtsausschuss des Bundestags zum Thema Kreditverkauf auftrat.
Manche Aufkäufer stellen deshalb das komplette Restdarlehen fällig. Oder aber sie verlangen für eine kurzfristige Weiterführung des Kredits extrem hohe Zinsen. Die SZ berichtete zum Beispiel über einen Finanzinvestor, der für einen Überbrückungskredit von sechs Monaten mehr als neun Prozent Zinsen kassieren wollte.
Nach Ansicht von Reiter handelt es sich hier um "Abwehrzinsen, die darauf abzielen, ohne Rücksicht auf den Kunden das Vertragsverhältnis schnell zu beenden."
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- Morgan Stanley Kreditkrise frisst Gewinn 18.06.2008
- BayernLB Hypothekenkrise trifft BayernLB schwer 13.02.2008
Schuldenkrise in Griechenland
Hierzu gab es in München ein sensationelles Urteil gegen LoneStar, bei deren Tochter, Hudson Advisors - der Geldeintreiber und Zwangsvollstrecker von LoneStar, Friedrich Merz, CDU, als Berater und Anwalt tätig ist.
Der Gründer von LoneStar ist der Unterstützer und Freund von G.W. Bush aus Dallas!
Der deutsche Chef von LoneStar ist der ehemalige Präsident des Verbandes deutscher Hypothekenbanken, Karsten von Köller.
Also eine "ehrenwerte Gesellschaft"!
Urteil und Kommentare nachzulesen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3019
Details zu LoneStar:
http://www.bueso.de/seiten/medien/LoneStar.pdf
Bemerkenswert: Die BaFin hat diesen "Heuschrecken" Tür und Angel geöffnet und der damalige Chef der BaFin, Helmut Bauer wechselte 2008 zur Deutschen Bank:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,529623,00.html
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Deutsche%20Bank%20Visier%20
New%20Yorker%20Staatsanw%E4lte/344977.html
Alles nur Zufall und Verschwörungstheorie!
Die Bilderberger lassen grüßen!
Diese miesen Geschäfte laufen womöglich auch noch unter dem Deckmantel:
FRIEHEIT FÜR HANDEL UND WANDEL ALLER ARTEN.
Niemand braucht sich wundern, wenn durch dieses Wirtschaftsgebahren- unser derzeitiges System langsam abgelehnt wird.
Welche Freiheit ist das? Freiheit für Ganoven. Raubtierkapitalismus, der es jedem windigen Dahergelaufenen ermöglicht jeden beliebigen Immobilienkäufer in den Ruin zu treiben?
Freiheit für für für ein Vernichtungsgewerbe von Existenzen?
Und der Staat schaut zu- man bedauert -bedauert -- doch davon hat der Zwangsgeräumte herzlich wenig.
Auf dieses Mitleid kann jeder gerne verzichten. Es wird höchste Zeit, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Andernfalls werden dieses andere tun.Warten wir es ab.
Vor diesen Geldgeiern ist ja wohl niemand mehr sicher.
Doch diese Freiheit ohne ein Minimum an Sicherheit ist für den normalen Bürger wertlos .
Diese nützt nur den Verbrechern.
Damit die Diskussion aber nicht so völlig ohne Erkenntnisgewinn an Ihnen vorbeiläuft, noch der Tipp eines Pizzabäckers, den Sie in Ihrem späteren Leben sicher mal nutzen können:
Meide die Calzone!
Aus obigem Artikel: "Sie können darauf hoffen, dass das neue Gesetz der Regierungskoalition mehr Schutz bietet . . . ."
Was nur das für eine Fata Morgana! Sind wir die Trotteln, da wir vertrauten? Wir vertrauten in den 90er Jahren Banken, u.a. der HVB. Aber was tat sie zig-tausenden Menschen an?
Warum schritt der Staat nicht gegen sie ein? Warum ließ er sie gewähren? Warum lässt er die Geschädigten in Prozessen gegen diese HVB regelrecht untergehen?
Wer nicht selbst an sich oder an Nächsten erfuhr, wie dämonisiert gewisse Kreise dieses ehemals reiche Land und seine Menschen übervorteilten, der spürt kein Herz für die Notleidenden und meint, die hätten ihre finanzielle Not selbst verschuldet.
Dem ist nicht so: die meisten Bundesbürger, die in Not oder gerade so über die Runden kommen, haben dieses Schicksal nicht verdient. Denn die meisten waren fleissig und vertrauten auf einen Staat, denn es jedoch nur noch parteiell gibt. Dort eben, wo einem echten bBamten das Herz schlägt, der getreu seine GG-Pflichten erfüllt.
Das Land ist so was von geplündert und es wird häufig gesagt, es sei nicht konkurrenzfähig. Ich sage hier, es wurde absichtlich konkurrenzunfähig gemacht. Denn man hat viele viele Menschen, die ihre Leistung für das Land erbringen wollten und erbringen konnten, schikaniert.
Die Leistungskraft wurde zertrümmert. Was hat das mit dem Immobilienthema zu tun? Viel: denn Banken hatten sich an dieser Plünderung beteiligt.
Nicht alle Banken. Die seriöseren Banken sind in der Regel auch die, die öffentlich-rechtlich strukturiert sind. Leider wurden auch die teils in die Falle gezogen, so sie Milliardenverluste machten.
r.kendel-koeppl
Paging