Riester-Sparer, die Vertrags-Gebühren nicht gründlich prüfen, werden abgezockt. Doch es gibt kaum Alternativen zur Riester-Rente.
Endlich hat die Riester-Rente den Ruf eines unverständlichen und unrentablen Finanzmonsters abgeschüttelt. Gut 11,5 Millionen Deutsche legen ihr Geld mittlerweile nach dem Prinzip "steuerfrei ansparen und Zulagen kassieren" an.
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"Endlich hat die Riester-Rente den Ruf eines unverständlichen und unrentablen Finanzmonsters abgeschüttelt." (© Foto: dpa)
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Auf Kosten des Staates
Aber Moment mal - "Kosten fressen Förderung", warnen nun Verbraucherschützer. Viele Verträge seien zu teuer, unterm Strich zehrten die Kosten bisweilen gar das Dreifache der staatlichen Förderung auf. Ist die Riester-Rente also nichts mehr als eine milliardenschwere Subventionsmaschine für Banken, Versicherer und Fondsgesellschaften?
Die Gefahr bei staatlichen Zuschüssen ist groß, dass jemand das System ausschlachtet und abkassiert. Doch nun den Schluss zu ziehen, die ganze Riester-Idee tauge nichts, wäre voreilig.
Nicht alle über einen Kamm scheren
Zum einen gibt es durchaus Angebote zu akzeptablen Kosten. Und Gebühren sind notwendig, schließlich wollen gute Anlageexperten entsprechend entlohnt werden.
Zum zweiten gibt es kaum Alternativen: Viele Anleger, die sich schon bei der Wahl des richtigen Riester-Produkts schwertun, verwirrt der Dschungel von anderen Versicherungen, Sparplänen und Investmentfonds vollends.
Drittens fallen auch dort teilweise versteckte, unverschämt hohe Gebühren an. Und dass die Verbraucher angesichts sinkender staatlicher Renten zusätzlich vorsorgen müssen, versteht sich von selbst.
Es ist falsch, alle Riester-Verträge über einen Kamm zu scheren. Doch die Vorsorgewilligen müssen sich bemühen, die guten Produkte zu finden. Das heißt: nicht einfach zur Hausbank rennen, die nur die eigene Palette feilbietet, sondern Testergebnisse studieren, Angebote vergleichen und kritisch nachfragen. Der Aufwand zahlt sich aus.
(SZ vom 27.8.2008/kim/jkr)
Verkehrssünderdatei in Flensburg
Mackenroth-Theorem
Nun gilt der einfache und klare Satz, dass aller Sozialaufwand immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden muss. Es gibt gar keine andere Quelle und hat nie eine andere Quelle gegeben, aus der Sozialaufwand fließen könnte, es gibt keine Ansammlung von Periode zu Periode, kein Sparen im privatwirtschaftlichen Sinne, es gibt einfach gar nichts anderes als das laufende Volkseinkommen als Quelle für den Sozialaufwand. Das ist auch nicht eine besondere Tücke oder Ungunst unserer Zeit, die von der Hand in den Mund lebt, sondern das ist immer so gewesen und kann nie anders sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mackenroth-These
Tschüß, Riester-Verarsche!
Riester war ursprünglich dazu gedacht 3-5% Rentenausfall auszugleichen. Wer heute noch bei einer nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten errechneten Inflationsrate von über 6% glaubt, dass er diese Probleme mt einem Riester-Vertrag - welcher Art auch immer - lösen kann der träumt weiter. Allerdings wird dann nicht der Traum sondern das Erwachen zu einem Alptraum werden.
Interessant sicher auch, dass man mit einem solchen Vertrag einen Teil seiner Freiheit einbüßt, weil ich im Alter einfach in Deutschland bleiben muss, um meine Rente ohne finanziellen Schaden zu erhalten.
Interessant ist auch der Gesichtspunkt, dass der deutsche Staat schon jetzt 1,5 Billionen Schulden hat und diese Knute uns als Staatsbürger schon jetzt gehörig ins Schwitzen bringt. Zu dieser "lächerlichen" Summe kommen nochmal 2 Billionen dazu, wenn die ganzen Beamten aus den geburtenstarken Jahrgängen ins ihren wohlverdienen Ruhestand gehen. Von was soll das alles bezahlt werden? Und es gibt immer noch Menschen die das mit einem Riestervertrag ausgleichen wollen? Fragen Sie mal Frau Merkel ob sie einen Riestervertrag oder einen Bausparvertrag oder eine Kapitalversicherung oder fondsgebundene Lebensversicherung abgeschloseen hat!
Spätestens dann sollten Sie zum Nachdenken kommen!
vollends überzeugt: selber denken ist ein gewaltiges Problem.
Frau Nohn, so unendlich deutsch, stellt fest: es gibt keine Alternative. Doch Frau Nohn: es bleiben lassen.
die riester-produkte sind nur eins: hartz 4 - sicher - und das ist genau der punkt, der bei vielen sparern zählt! ???
Ich habe da andere Informationen.
Es ist ja klar, dass man ohne Riester inzwischen nicht unbedingt besser da steht als mit. Aber wie es dazu kommen konnte, dass man eine schwächere Anlageform (da privatwirtschaftlich mit Gewinnstreben organisiert!) einer anderen vorziehen muss, DAS ist der Knackpunkt.
Und dann von "Und dass die Verbraucher angesichts sinkender staatlicher Renten zusätzlich vorsorgen müssen, versteht sich von selbst." zu sprechen, ist wieder so kurzsichtig. Klar sinken die staatlichen Renten, da ein Großteil zur "Eigenverantwortung" ausgelagert wurde. Sprich: Privatwirtschaftlich und - erneut - renditeschwächer als eine staatliche, die nicht auf Gewinn aus ist!
Paging