Die Finanzkrise und ihre Folgen: Auch Kunden mit einer Lebensversicherung könnten zu den Verlierern zählen - vor allem Käufer fondsgebundener Policen.
Lebensversicherungen gelten bei den meisten Deutschen als sicher und krisenfest. Fast jeder Bundesbürger hat deshalb eine Kapitallebensversicherung oder eine private Rentenversicherung, um fürs Alter vorzusorgen. Doch die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben viele Kunden verunsichert.
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Wie sicher sind fondsgebundene Lebensversicherungen noch? (© Foto: ddp)
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Viele fragen sich nun: Wenn der weltweit größte Versicherer, das US-Unternehmen AIG, vom Staat vor der Pleite gerettet werden muss, wie sicher ist dann mein Geld bei meiner Versicherung? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:
Kann in Deutschland ein Anbieter pleitegehen?
Theoretisch ist das durchaus möglich, in der Praxis aber sehr unwahrscheinlich. Versicherer, die schlecht wirtschaften, werden von anderen Unternehmen übernommen. Oder aber der Rettungsfonds der Versicherer, in den alle in Deutschland zugelassenen Versicherer einzahlen müssen, springt ein.
So war es bei der Mannheimer Lebensversicherungs-AG: Das Unternehmen hatte 2002 fast 60 Millionen Euro Verlust gemacht - unter anderem wegen misslungener Aktienspekulation. Die Verträge der Kunden gingen auf den Rettungsfonds Protektor über. Einziger Nachteil für die Kunden: Vorübergehend erhielten sie nur den Garantiezins ausgezahlt und keine Überschüsse, die davon abhängen, wie gut die Versicherung das Geld ihrer Kunden angelegt hat.
Können sich Versichereram Aktienmarkt verspekulieren?
Die Assekuranz in Deutschland steckt das Kapital ihrer Kunden überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere, deshalb ist die Gefahr von Fehlspekulationen gering. Der Aktienanteil liegt im Branchendurchschnitt bei etwa zehn Prozent - mit großen individuellen Unterschieden. Manche haben gar keine Aktien oder nur eine minimale Aktienquote wie etwa die Debeka. Andere wie der Marktführer Allianz setzen stärker auf die Chancen von Aktien. Bei der Allianz Leben ist der Aktienanteil am Kapitalvermögen in den vergangenen zwölf Monaten von knapp 20 auf unter 15 Prozent gesunken.
Dramatische Auswirkungen der Finanzkrise fürchte das Unternehmen nicht, sagte ein Allianz-Sprecher. Er verweist auf die viel größeren Kursverluste im Börsencrash nach der Jahrtausendwende, die man auch gut überstanden habe. Ein Versicherer müsse langfristig denken, und langfristig bringe ein höherer Aktienbestand auch eher höhere Renditen.
Ist Geld von Versicherungenin fragwürdige Produkte geflossen?
Für die Kunden ist es unmöglich nachzuvollziehen, wo und wie ihr Versicherer ihr Geld angelegt hat. Wenn sich die Branche an die Vorschriften der staatlichen Finanzaufsicht gehalten hat, ist aber nicht zu befürchten, dass Geld in großem Umfang in fragwürdige Finanzprodukte geflossen ist.
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"Fast jeder Bundesbürger hat deshalb eine Kapitallebensversicherung oder eine private Rentenversicherung, um fürs Alter vorzusorgen. " - bitte noch mal recherchieren. Wenn dieser Artikel nur Werbung ist, bitte diesen auch als solchen deklarieren.