Hauseigentümer blitzen häufig bei den Versicherungsgesellschaften ab, wenn sie Elementarschäden absichern wollen.
Für Gebäude, die in sogenannten Risikogebieten stehen, ist fast keine Police zu bekommen. "Nahezu seit Jahrzehnten fordern wir, die Elementarschadenversicherung als Pflicht einzuführen", sagt Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV).
Anzeige
Jetzt sind die Versicherer ins Grübeln gekommen und denken immer lauter darüber nach, die Zugangsvoraussetzungen zu lockern. Offenbar haben sie die Notwendigkeit dafür erkannt. Jetzt sollten sie auch den letzten Schritt tun und die Einführung einer Versicherungspflicht in die Diskussion aufnehmen, fordert der BdV.
"Praktikables Pflichtstück"
Elementarschadenversicherungen als Zusatz zur Wohngebäudeversicherung decken sämtliche Schäden ab, die durch Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch, Vulkanausbruch, Lawinen, Schneedruck oder Rückstau entstehen. Deshalb hält der BdV eine Elementarschadenversicherung als Pflichtstück für alle Wohngebäudeeigentümer für praktikabel.
Voraussetzung dafür kann neben dem pflichtgemäßen Abschluss eine Begrenzung der Versicherungssumme auf beispielsweise die Hälfte des Neubauwerts sein. Denkbar wären auch Selbstbeteiligungen und Zuschläge für darüber hinausgehenden individuellen Versicherungsschutz ähnlich wie bei der Kfz-Versicherung.
Mit der Einführung dieser Versicherungspflicht wäre endlich jedem Eigentümer die Absicherung nicht nur möglich, sondern garantiert. Lilo Blunck: "Wir sind ziemlich sicher, dass Versicherungsgesellschaften sehr schnell eine Kostenkalkulation auf die Beine stellen können, um den Verbrauchern den bislang zumeist verweigerten Schutz zu gewährleisten."
- Versicherungen Schutz für Heim und Herd 01.10.2003
- Hochwasser Betroffene stehen unversichert im Regen 23.08.2005
- Unwetter Versicherer meiden Risikozonen 12.08.2002
- Sturm und Regen Das Unwetter und seine Folgen 23.08.2005
- Häuser ohne Blitzschutz Beim Blitzen weniger Hygiene 09.06.2008
(sueddeutsche.de/sid)
Debatte über Urheberrecht
Nun ja - schließlich hat die große Mehrheit den Klimawandel verursacht und nicht jedes Haus lag schon immer im Gefahrenbereich, bei vielen Häusern hat der Klimawandel die Gefahr erst zu den Häusern gebracht.
Wenn die Münchner Au etwa wie vor drei Jahren unter Wasser steht, dann hat das vor allem etwas damit zu tun, wie im Sylvensteinsee Wasserstände "gepflegt" werden (und zur Unzeit (nämlich bei maximalem Regen) abgelassen werden). Auch insofern ist die Sozialisierung der Schäden durchaus gerecht, denn die Gemeinschaft (vertreten durch die Wasserwirtschaftsbetriebe) verursacht diese Schäden.
der Versicherten. Ganz offensichtlich gibt es doch Gebäude, die auf einem derartig gefährdeten Grundstück liegen, daß eine Elementarversicherung für die Unternehmen keinen Sinn macht, weil sie zu teuer und damit kaum nachgefragt wäre. Wenn ein Haus alle paar Jahre überflutet wird, und dies angesichts der Klimaentwicklung in Zukunft sogar noch öfter der Fall sein wird, dann kann nach normalen Gesichtspunkten dafür keine Versicherung angeboten werden, denn hier geht es nicht mehr um die Absicherung eines eventuell möglichen, sondern eines hoch wahrscheinlichen Ereignisses! In solchen Fällen macht es mehr Sinn, wenn der Besitzer selbst jedes Jahr zB. ein Viertel der erwarteten Schadenshöhe beiseite legt. Dies kann sich natürlich kaum einer leisten, und daher jetzt der Ruf nach der Zwangsversicherung, um auf diesem Wege die eigenen Kosten durch die Gemeinschaft mittragen zu lassen. Egoismus in Reinkultur!
Nein, den anderen Versicherten ist es nicht zuzumuten, solch einen Hausbesitzer zu subventionieren. Wenn seine Hütte all paar Jahre überschwemmt wird, ist das seine persönliche Tragödie, und er muß umsiedeln. Etwas anderes macht dann wirtschaftlich keinen Sinn. Von anderen Versicherten zu erwarten, daß sie höhere Beiträge zahlen, damit der unglückliche Hausbesitzer gleichzeitig erschwingliche Beiträge, und trotzdem die volle Schadensregulierung alle paar Jahre hat, ist völlig hirnrissig. Ich bin mir sicher, daß die Mehrheit der Versicherungskunden es ablehnt, solch eine Unvernunft mit ihrem Geld zu unterstützen!