Dubiose Firmen bieten an, die Einfahrt zu asphaltieren, das Dach zu decken und den Keller zu sanieren. Sie nehmen ihre Opfer gnadenlos aus.
Als Werner Klein die ersten Berichte von Bürgern auf den Tisch bekam, wurde der Bauberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sofort hellhörig.
Ein Straßenarbeiter trägt heißen Asphalt auf eine Straße auf. (© Foto: ddp)
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Eine Firma, offenbar aus Großbritannien, schickt derzeit Bautrupps in niederländischen Fahrzeugen durchs Land. Die Handwerker halten Ausschau nach unbefestigten Flächen auf Privatgrundstücken. Vielleicht ist der Besitzer ja daran interessiert, die Fläche asphaltieren zu lassen - als Zufahrt zur Garage oder als Abstellplatz für den Wohnwagen. Dann klingeln die Trupps oder sprechen die Besitzer am Gartentor an. Und erzählen haarsträubende Geschichten.
Gerade habe man in einem Nachbarort eine große Fläche asphaltiert, heißt es dann. Und nun habe man einen Überschuss an Baumaterial. Den könne man doch gleich auf dem Grundstück verbauen, zu einem günstigen Preis.
"Ich warne davor, sich auf solche Angebote einzulassen", sagt Bauberater Klein. Bereits mehrere Beschwerden gingen bei der Verbraucherzentrale in Stuttgart ein. Die Arbeit, die die Trupps schließlich abliefern, sei nicht gerade von hoher Qualität.
Ärgernis fehlende Anschrift
In einem Fall berechneten die Gauner 3000 Euro. Das Geld wurde bar kassiert; die Quittung enthielt keine Anschrift der Firma. Lediglich eine Handynummer war aufgeführt. Kurz, nachdem die Arbeiter die Baustelle verlassen hatten, stellte sich heraus, dass sie mehr Quadratmeter berechneten, als tatsächlich asphaltiert wurden.
"In anderen Fällen war es so, dass das Gefälle nicht sauber angelegt wurde und sich Pfützen in der Einfahrt bildeten", erzählt Evelyn Keßler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Unklar ist, ob die Flächen überhaupt den ersten Frost überstehen und nicht der Asphalt "bereits im Winter wieder wegbröselt", sagt Keßler.
Die "Asphalt-Haie", so nennt Bauberater Klein die Gauner, sind dann allerdings längst über alle Berge. Und der Kunde kann sein Recht auf Gewährleistung, das er in solchen Fällen nach Auskunft der Verbraucherzentrale fünf Jahre lang hat, nicht geltend machen, wenn ihm keine Anschrift des Unternehmens vorliegt.
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Griechenland und die Euro-Zone
Ihrer These kann ich nur bedingt zustimmen.
Es gibt heute leider viele Menschen, die müssen jeden Cent 2x umdrehen, die müssen sparen wo sie nur können und sind in der Zwickmühle. Da sagt ihnen jemand der Keller ist gesundheitsschädlich sie müssen was machen, bei mir bekommen sie es besonders günstig.
Also besteht die Wahl zwischen sofort günstig die Gesundheit schonen, die Gesundheit weiter gefährden oder teuer einen Gutachter einschalten. Dazu noch die psychologischen Tricks dieser Handwerker und Zeitdruck den sie ausüben.
Leichtgläubige Menschen und von denen gibt es immer noch genug, nehmen dann die angeblich helfende Hand an. Es gibt sie immer noch die Menschen, die erst einmal das Gute im Gegenüber sehen - schade das diese Menschen dann teuer über das Schlechte belehrt werden. Und man kann es ruhig sagen, nicht alle Menschen haben den gleichen IQ, deshalb muß man auch diesen Menschen behilflich sein und vor solchen Sachen immer wieder warnen.
Wenn sie es dann allerdings immer noch nicht begreifen, dann kann man nur sagen "selbst Schuld".
Sobald irgendwer mit einem Top Super Super Angebot kommt, wo der Kunde vieleicht 10,- Euro spart wird blind zugeschlagen.
Jeder der da übers Ohr gehauen wurde ist selbst Schuld.
Ob Sie es sich da nicht ein bisschen zu einfach machen. SIE durchschauen eine solche Abzocke sicher auf Anhieb, ich selbst würde das sicher auch.
Aber warum kaufen Menschen auf Kaffeefahrten überteuerten Schrott? Warum lassen sie sich an der Wohnungstür von Drückern zu Zeitungsabos überreden, die sie nicht benötigen? Warum funktionieren Schenkkreise immer wieder? Warum kauften selbst Akademiker Tausende überteuerter Schrottimmobilien, wo doch ein Blick in den Immobilienteil einer Zeitung genügen würde, um die Abzocke zu bemerken? Warum ist Jamba so erfolgreich mit überteuerten Klingelton-Abos?
Es gibt einen Schlag von Abzockern, die die dafür notwendigen psychischen Tricks auf Lager haben, und es ist die Pflicht von Verbraucherschützern (und des Gesetzgebers), solche Machenschaften zumindest einzugrenzen, wenn sie sich schon nicht komplett per Gesetz unterbinden lassen, weil der Einfallsreichtum dieser Abzocker immer wieder neue Maschen erfindet.
Ich würde auch nicht darauf wetten, dass ich mit 80 Jahren immer noch jeden Abzockversuch an der Haustür als solchen erkennen werde... Wer weiß, wie ich dann beieinander bin?
Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschliessen... Wie kann man nur auf die Idee kommen, so ein Geschaeft abzuschliessen.
Und wie wäre es wenn man lieber den Bildungsstand der Allgemeinheit soweit bringt das auch dem letzten Hinterbänkler klar wird das Haustürgeschäfte niemals halten was sie versprechen?
Bei solchen Verbraucherschutzmeldungen muß ich immer den Kopf schütteln.. Mit ein klein wenig mitdenken könnte man diese Verprellerein auf keinen nährhaften Boden fallen lassen..