Die Familienministerin will Minderjährige besser vor extrem gewalthaltigen Computerspielen und DVDs schützen. Der Plan sieht weniger Werbung, größere Altershinweise, geheime Testkäufe sowie eine Änderung der Bewertungskriterien vor - und soll bis Jahresende umgesetzt werden.
Gemeinsam mit ihrem nordrhein-westfälischen Kollegen Armin Laschet (CDU) räsentierte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ein "Sofortprogramm". Bis Jahresende soll die Verschärfung des Jugendschutzgesetzes beschlossen sein.
Sofortprogramm bis Jahresende angekündigt: Familienministerin Ursula von der Leyen (© Foto: AP)
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Demnach sollen künftig nicht nur "Gewalt verherrlichende", sondern auch "Gewalt beherrschte" Spiele automatisch für Jugendliche verboten sein. Auch die Indizierungskriterien der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien würden erweitert, kündigte die CDU-Politikerin an.
So kämen Spiele mit "Mord- und Metzelszenen" ebenso auf den Index wie solche, bei denen Gewaltanwendung mit "Leben sammeln" oder Erreichen eines höheren Levels belohnt werde. Die Verkäufer von Computerspielen sollen ferner stärker als bisher durch deutlichere Jugendschutz-Hinweise auf Videos und DVDs zur Einhaltung der Verkaufsverbote angehalten werden.
Mehr Kontrollen geplant
"Wir wollen für Hersteller und Händler ganz klare Regeln aufstellen, was geht und was nicht geht", begründete von der Leyen die Initiative. Laschet lehnte den Bundesrat-Vorstoß aus Bayern für eine Verschärfung des Paragrafen 131 im Strafgesetzbuch ab, der verherrlichende Gewaltdarstellungen generell unter Strafe stellt.
Das jetzt geplante Verkaufsverbot von gewaltbeherrschten Computerspielen, Videos und DVDs an Jugendliche werde von allen Ländern mitgetragen, sagten von der Leyen und Laschet.
Das Sofortprogramm zum Jugendschutz sieht auch häufigere Testkäufe vor, um "schwarze Schafe" unter den Video-Händlern aufzuspüren. "Die Händler müssen selber sicherstellen, dass ihr Angebot jugendfrei ist", sagte die Ministerin.
Auf den Spiele-Verpackungen soll künftig der Jugendschutzhinweis wie auf Zigarettenschachteln klar und deutlich lesbar sein. Die jetzige Kennzeichnung sei viel zu klein und kaum zu lesen, rügte die Ministerin. Die Kassensysteme in den Videoläden sollen so ausgerüstet werden, dass sie dem Verkaufspersonal akustische oder optische Signale geben, wenn ein jugendgefährdendes Spiel über den Ladentisch geht.
Zu dem Sofortprogramm gehört auch ein Ausbau der Selbstkontrolle der Hersteller von Unterhaltungssoftware (USK). In die entsprechenden Gremien soll jeweils ein Länder-Vertreter entsandt werden. Auch die Information von Erwachsenen und in Schulen über die Gefahren beim Umgang mit "Killerspielen" soll ausgebaut werden.
Spiele sollen nicht verteufelt werden
"Wir wollen Computerspiele nicht verteufeln", sagte Laschet. Die Information darüber müsse aber deutlich verbessert werden. Derzeit sind 44,7 Prozent aller Computerspiele ohne Altersbeschränkung. 3,9 Prozent der Spiele sind nur für Erwachsene zugelassen.
Die Diskussion um Verbote oder Beschränkungen beim Verkauf von "Killerspielen" war im vergangenen Jahr nach Amokläufen von Jugendlichen ausgelöst worden, die unter dem Einfluss von Gewalt-Videos standen.
Da nur 10 Prozent der im Land angebotenen Videospiele auch in Deutschland hergestellt werden, setzt die Bundesregierung auch auf internationale Kooperation beim Jugendschutz in diesem Bereich. Dazu soll es bis Anfang 2008 eine europäische Fachkonferenz geben.
(dpa/AFP)
Christopher Lee zum 90.
1. Es gibt mehr Studien, die diese "KILLERSPIEL-These" wiederlegen als bewarheiten.
suchen z.B. in:wikipedia
( Es werden fast nur unseriöse und unefzient recherchierte Informationen, in der Zeitung und von Politikern veröffentlicht.)
2. Man sollte sich eine eigene Meinung über dieses Thema machen und nicht auf Medien oder Politik hörn.
(Die machen fast alle ihren Job nich richtig, die wolln nur ihr Geld)
3. Wenn man diese Spiele nicht öfters spielt, kann man garnicht darüber beurteilen.
4. Wenn man Killerspiele verbieten will, "sollte" man auch "Räuber und Gendarme" verbieten und Spielzeugpistolen mit Platzpatronen, am besten alle Schüler die ihren natürlichen Instinkt zu beweisen "Ich bin der Stärkere" ausleben, nach Guatanamo stecken.
BILDET EUCH EINE OBJEKTIVE MEINUNG
Die Gamer hier verkennen einen wichtigen Zusammenhang. Zwar macht exzessives Spielen mit Counter Strike o.ä. noch keinen Amokläufer. Es ist also nicht hinreichend für das Austicken.
Kommen jedoch andere notwendige Bedingungen - psychische Labilität, Minderwertigkeitskomplexe, Deckelung durch Eltern, Gleichaltrige oder Lehrer sowie sonstige Entwicklungsstörungen - zusammen, dann kann exzessives Daddeln den Zündpunkt herabsetzen. Will sagen, in einem Munitionslager soll man sich keine Zigarette anzünden.
Dieser Zusammenhang ist nur statistisch zu erfassen, aber er ist signifikant. Klar, dass viele ungefährdete Gamer sich bevormundet fühlen und von sich selber ausgehend diesen Zusammenhang leugnen. Es gibt ihn jedoch (siehe einschlägige Forschungen). Und wenn man die wenigen, die zur explosiven Kategorie zählen, vor dem Junk-Konsum und damit dem gefährlichen Funken, der ihre Lunte zum Glimmen bringen kann, zu bewahren weiß, kann man vielleicht das ein oder andere Unglück präventiv abwenden.
Natürlich werden dann immer noch Amokläufe stattfinden, aber das hat ja auch niemand bestritten.
Erstaunlich, dass Leute, die sich offensichtlich noch nie mit einem Computerspiel (nehme hier mal Solitär u.ä. aus) befasst haben, sich anmaßen darüber und diejenigen (Wähler) den Stab zu brechen.
Was passiert wohl, wenn nach einem Verbot wieder einer Amok läuft?
Ich bin 45 Jahre alt und spiele seit vielen Jahren (on- und offline), kenne einige der bösen, bösen Spiele recht gut, bin daneben leitender Angestellter mit einer 55 Stunden Woche und bin trotzdem immer noch nicht Amok gelaufen. Was mache ich nur falsch???
Wie schon angesprochen, wurde komischerweise nie hinterfragt, wie es denn sein kann, dass Jugendliche an solche Waffen(arsenale) kommen?
Es ist gar nichts dagegen zu sagen, dass Jugendschutz konsequent umgesetzt und auch überprüft wird, aber die geplanten Massnahmen sind wie viele andere unserer lieben Politiker rein populistisch und darüber hinaus gerade zu grenzenlos naiv. Wer glaubt denn bitte daran, dass im Zeitalter des Internets sich jeder, der möchte, diese Spiele auch anders besorgen kann und wird. Die Spielerzahl wird deshalb nicht sinken und das Alter der Teilnehmer auch. Gerade damit fordere ich alle Interessenten dazu auf, sich die Spiele alternativ zu besorgen.
Darüber hinaus gibt es für jeden Erwachsenen die Möglichkeit die Spiele auch aus dem Ausland zu besorgen, was ich mit Sicherheit auch weiterhin tun werde.
Ich finde es schrecklich das solche Player wie ich in eine ecke gestellt werden und verkriminalisiert werden nur weil irgendwelche Politiker meinen das die " Killerspiele " verboten werden müssen. Ich bin ein anständiger Mensch habe eine Arbeit und treff mich Abends meist mit Freunden im Team Speak und dann wird ne runde gezockt ich weiß einfach nicht was daran so schlimm sein soll. und selbst wenn es verboten werden würde ich würde es weitermachen. Laut meinen statistiken müsste ich ja ein Massenmörder sein. Battlefield 2 stats : " war im Gefecht sehr gut und hat 3304 Punkte geholt. Dabei hat er 1652 Feinde getötet " wie gesagt bin ich Berufstätig hatte noch nie in meinem Leben ne Waffe in der Hand und werde es auch nie. Habe Zivi gemacht und trozdem spiel ich und es macht nach wie vor spass. hat nicht jeder von uns als kleines Kind mit Spielzeugwaffen gespielt sind irgendwo in Büsche rumgekraucht und haben Krieg gespielt? das Online " Killerspielen " ist nur etwas realer aber niemals die realität.
Erstens mal es gibt keine Killerspiele,steht auf keiner Packung drauf.Zum zweiten es kann jemand CS oder anderes spielen soviel er will-nur ohne eine reale Waffe wäre ein Amoklauf nicht zu schaffen.
Und da hängt die Krux in den Medien bzw.Politik.Warum war nichts zu lesen woher die Waffen stammten?Wie kam der Amokläufer von Emsdetten an diese Waffen heran?
Paging