Studie:Jeder zwanzigste Software-Download enthält Spyware

Laut einer US-Studie sind 5 Prozent aller Downloads verseucht, überwiegend mit Adware, mit Programmen also, die Werbung einblenden.

Frank Ziemann

Wissenschaftler der Universität Washington in Seattle haben die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in deren Verlauf sie mehr als 20 Millionen Web-Adressen auf Spyware untersucht haben.

Im Durchschnitt versuchte außerdem eine von 62 der untersuchten Web-Seiten einen so genannten "Drive-by"-Download, also eine heimliche Installation von fragwürdigen Programmen über Sicherheitslücken im Browser.

Nach Einschätzung von Professor Hank Levy, einem der Autoren der Studie, ist Spyware damit einer der populärsten Downloads im Internet. Er und seine Co-Autoren überprüften im Mai und Oktober 2005 jeweils mehr als 20 Millionen URLs in etwa 2500 Domains auf Software-Downloads, die zusätzlich Spyware enthielten. Außerdem untersuchten sie weitere 45.000 Web-Adressen in acht thematischen Kategorien auf Drive-by-Downloads.

Während sich die meisten der bei Software-Downloads gefundenen Beigaben als vergleichsweise harmlose Adware-Programme erwiesen, waren immerhin etwa 14 Prozent Spyware der gefährlicheren Art.

Dabei wurden gerade einmal zwischen 80 und 90 verschiedene Schädlinge identifiziert, von denen wiederum nur 15 in mehr als 20 der verseuchten Dateien enthalten waren.

Die gefährlichsten Ecken des Internets sind den Ergebnissen der Studie nach Websites, die Spiele oder Prominente zu ihrem Hauptthema gemacht haben, ähnlich problematisch sind Download-Sites für Bildschirmschoner. Die Auswahl der untersuchten Web-Adressen erfolgte nach Suchergebnissen von Google.

Die Resultate stützen auch andere Beobachtungen, wonach insbesondere Sponsor-Links in Suchmaschinen oftmals zu Spyware-Sites führen (wir berichteten).

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