Google hat mit seinem Browser nicht nur eine aufgeräumte Seite im Angebot - das Unternehmen räumt auch mit so mancher Gewohnheit der Internet-Nutzer auf. Beispiel Lesezeichen: Sie werden nicht über die bislang bekannte Ansicht verwaltet, sondern über Stichworte. Dazu muss der Nutzer anderer Programme umdenken.

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Ebenfalls gewöhnungsbedürftig: Öffnet man Chrome, zeigt das Fenster gleich die am meisten besuchten Seiten im Miniformat an - dadurch findet man oft besuchte Adressen ohne Umweg über die Adressleiste. Aber die findet eben nicht nur der Nutzer selbst, sondern auch all jene, die ihm dabei gegebenenfalls über die Schulter schauen.

Aufgeräumte Seite

Chrome hat also eine Menge Features in einem Browser vereint, die das Surfen vereinfachen und fixer machen. Viele dieser Eigenschaften gibt es schon - aber nicht in einem Browser. Und schon gar nicht in einem, der so schlicht daherkommt. Die New York Times bemerkt dazu spitz: "Chrome ist voller gescheiter Features, die von anderen Browser inspiriert scheinen. Oder ihnen weggerissen wurden."

Google hat mit Chrome noch etwas geschafft: Das Unternehmen hat einen Bedarf geweckt, von dem viele User noch gar nicht wussten, dass sie ihn hatten: Den Bedarf nach einem schnellen Browser, der ohne Schnörkel das Surfen erleichtert und - fast wie von virtueller Geisterhand - gelegentlich genau die richtige Hilfestellung leistet.

Ob sich der Browser gegen seine - zumindest dem Anschein nach - übermächtige Konkurrenz aus dem Hause Microsoft durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Der Internet Explorer kommt mit einer Version 8. Serienmäßig ist dieser Browser auf nahezu allen neuen Windows-PCs vorinstalliert. Apple rüstet seine Macs serienmäßig mit dem Safari-Browser aus. Und jetzt kommt Google.

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  1. Chrome. Schlicht. Schnell.
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(sueddeutsche.de/bön)