Nach Ermittlungen gegen kino.to-Uploader Filmportal Movie2k ist offline

Seit Mittwoch wird spekuliert, jetzt gibt es erste Hinweise: Das größte deutsche Streamingportal Movie2k ist vom Netz. Grund dürften laufende Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden sein.

Das größte Streamingportal für deutschsprachige Filme, Movie2k, ist offline. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat mitgeteilt, bereits vergangene Woche durchgeführte Untersuchungen hätten "mittelbar bewirkt", dass Movie2k vom Netz genommen wurde. Versucht man, die Seite aufzurufen, wird man entweder auf Google weitergeleitet oder aber es erscheint eine Fehlermeldung. "Wir haben mehrere Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt und vermuten, dass es Querverbindungen gibt", so die Staatsanwaltschaft. Konkretere Angaben gibt es nicht, da die Ermittlungen noch laufen würden.

In der vergangenen Woche hatten Ermittler die Wohnung eines Mannes durchsucht, der verdächtigt wird, insgesamt 120.000 Filme auf kino.to hochgeladen zu haben. Kino.to war bis zu seiner Abschaltung im Juni 2011 das meistbesuchte deutschsprachige Streamingportal für Filme. Movie2k ist dessen Nachfolger, zumindest was die Popularität angeht.

Der Mann, Username "Hologramm", habe nach Schließung von kino.to weiterhin Filme auf Online-Speicherdienste hochgeladen und diese Links an Filmportale wie Movie2k weitergeleitet. Der Verdächtige habe diesbezüglich bereits ein Geständnis abgelegt.

Laut der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) verfügt Movie2k über "den größten Umfang unter den illegalen Streaming-Portalen". Insgesamt seien 24.000 Filme verfügbar, davon 9500 auch in deutscher Sprache.

Der IT-Nachrichtenseite Golem teilte die GVU im Fall Movie2k mit: "Wir haben aus dem kino.to-Verfahren viele Erkenntnisse über illegale Streamingportale erhalten und an verschiedene Behörden weitergeleitet. Das könnte der Grund sein."