Internet vom Speicher bis in den Keller? Ein kabelloses Funknetzwerk wäre komfortabel, doch die Reichweite der Router ist dafür häufig zu dürftig. Der Wlan-Repeater WN3000RP soll das Funksignal nun bis in die hinterste Ecke zu bringen. Doch klappt das wirklich so einfach?
Smartphones und Tablet-Computer wie Apples iPad verändern nicht bloß die Art, wie deren Nutzer mit digitalen Inhalten aller Art umgehen. Weil man Musik, Filme, Fotos, Bücher überall hin mitnehmen will, steigt auch der Druck, die Anbindung ans Netz zu verbessern.
Ein Wlan-Repeater bringt Wlan auch in entfernte Ecken. (© Netgear)
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Um größere Datenmengen herunterzuladen, ist dabei Wlan nahezu unverzichtbar, denn: Die meisten sogenannten Internet-Flatrates sind in Wirklichkeit gedrosselt. Überschreitet man ein bestimmtes Datenvolumen, wird die Anbindung vom Netzanbieter auf ein Niveau gedrosselt, wie es zu Zeiten der piepsenden Modems üblich war.
Wer ein Haus oder eine größere Wohnung hat, wird aber feststellen, dass auch die Verbindungsqualität über Wlan schnell nachlässt, je weiter man sich vom Router entfernt. Dieses Problem wollen sogenannte Repeater wie der WN3000RP von Netgear lösen. Aber ist es nicht sehr schwierig, ein solches Gerät auch schnell einzurichten? Im Prinzip nicht.
Nicht dann nämlich, wenn der Router einen Knopf hat, um Verbindungen über den Standard Wi-Fi Protected Setup (WPS) aufzubauen. Der Repeater kommt einfach in eine freie Steckdose, danach reicht es, am Router den WPS-Knopf zu drücken und binnen zwei Minuten auch am Repeater. In unserem Fall war das leider nicht so, weil der Router WPS nicht unterstützt. Die alternative Einrichtung über den Browser erfordert mehr Wissen, ist aber machbar.
Anders als bei Netzwerkkomponenten, die das Stromnetz als Datenleitung nutzen, spielt es bei Repeatern keine Rolle, ob sie direkt in einer Steckdose stecken oder über einen Mehrfachstecker angebunden sind. Sie empfangen die Signale per Funk vom Router und reichen sie auch über Funk weiter.
Das weiße Kästchen fällt kaum auf
Das heißt aber auch: Man muss sie so aufstellen, dass sie ihre Funktion bestmöglich erfüllen können. Wer etwa in seinem Wohnzimmer ausgerechnet in der Ecke keinen Wlan-Empfang hat, wo Fernseher, Spielekonsole und andere internetfähige Geräte stehen, dem hilft es wenig, dort einen Repeater einzustöpseln.
Auch der muss ja ein Signal erst einmal empfangen, bevor er es weitergeben kann. Um seine Brückenfunktion zu erfüllen, muss der Repeater also in die Mitte des Weges. Dorthin also, wo er das Signal vom eigentlichen Router noch gut empfängt, aber auch die Empfänger im Wohnzimmer noch gut erreicht.
Das weiße Kästchen von Netgear fällt in der Wandsteckdose kaum auf und erfüllt seinen Zweck gut. Wen die grünen Status-LEDs stören, kann das Gerät mit einem Knopfdruck nachts ausschalten. Wird es längere Zeit nicht benutzt, schaltet es aber ohnehin von selbst in einen Schlafmodus.
Es gibt Repeater auch für weniger Geld als die 79 Euro, die Netgear verlangt. Die Lösung direkt in der Steckdose hat aber einiges für sich - und die Leistung stimmt.
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(SZ vom 27.6.2011/luko)
Bruce Springsteen in Frankfurt
Mich wundert, daß der Repeater in der Steckdose hier so herrausgestellt wird. Diese Lösung gibt es von AVM (FRITZ!WLAN Repeater) schon seit Jahren und ist ganz nett aber mehr auch nicht.
Außerdem kann man viele Wlan Modems ebenfalls als Repeater nutzen. Oft bekommt man bei Vertragsverlängerung ein neues Wlan Modem kostenlos, dann kann man das alte Modem als Repeater einsetzen.