HDTV Gestochen scharf

Wer mit dem Gedanken spielt, ein Premiere-Abo abzuschließen, muss darauf achten, dass der Receiver den Bezahlsender unterstützt. Das ist nicht immer der Fall, auch wenn ein Common Interface (CI) für den Einschub einer Pay-TV-Karte vorhanden ist. Notfalls hilft ein Adapter weiter, der jedoch mit 70 bis 100 Euro zu Buche schlägt. Mittlerweile sind einige HDTV-Receiver mit eingebauter Festplatte zu haben. Dazu zählt der iCord HD von Humax. Das Gerät ist laut Hersteller wahlweise mit 320 Gigabyte (GB) oder 160 GB Kapazität erhältlich. Das HDTV-Signal nimmt es via Satellit entgegen - wie die meisten anderen derzeit erhältlichen HDTV-Receiver.

Der iCord HD hat einen Twin-Tuner, also zwei HD-Tuner für bis zu vier gleichzeitige Aufzeichnungen in HD-Qualität. Der Topfield 7710 HD PVR besitzt ebenfalls eine Festplatte sowie zwei HD-Tuner. Diese schaffen allerdings nur zwei zeitgleiche Aufnahmen im hochauflösenden Format. Die beiden Geräte kosten mit 160 GB Speicher jeweils rund 450 Euro. Für den gleichen Preis ist auch der DigiCorder HD-S2 von Technisat zu haben.

Schnittstelle zum Überspielen oder Aufzeichnen

Ob Festplatte oder nicht: Eine Schnittstelle zum Überspielen oder Aufzeichnen etwa auf eine externe Festplatte ist sinnvoll. Das lässt sich meist über eine USB-Schnittstelle bewerkstelligen. Ethernet-Schnittstellen am Receiver können dagegen in den meisten Fällen nur genutzt werden, um Updates der Gerätesoftware aufzuspielen. Hinzu kommt, dass die Bearbeitung der überspielten Aufnahmen am PC nicht trivial ist: "Da muss man sich schon etwas einarbeiten", sagt Otter.

Den perfekten HDTV-Receiver scheint es ohnehin noch nicht zu geben. Zu diesem Ergebnis jedenfalls kam die in Hannover erscheinende Zeitschrift "c't" bei einem Test: Der iCord HD von Humax etwa zeige zwar, was sich aus zwei Tunern herausholen lässt. Allerdings scheiterte das Gerät im Test an der Weitergabe aufgenommener Spielfilme an einen Computer. Andere Modelle haben demnach Probleme mit der Firmware. Andererseits tut sich in Sachen HD-Receiver so viel, dass Testergebnisse nur eine recht kurze Halbwertszeit haben.