Dabei sehen Kritiker eine der Gefahren für den Journalismus bei Google. Der Konzern ziehe den Großteil der Werbegelder im Internet ab, produziere aber selbst keine Inhalte. Dessen ungeachtet setzen selbst Medienkritiker Hoffnungen auf Google: Seit die Unabhängigkeit der New York Times wieder und wieder durch Börsenspekulanten und Konkurrenten angegriffen wird, wird Google als möglicher Retter genannt: Wäre es nicht angebracht, dass die Stiftung von Google die Zeitung kauft und als gemeinnütziges Projekt weiter führt? Google ist angeblich nicht interessiert, Inhalte zu besitzen.
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Wenn man den Beteiligten glauben darf, dann ist die Meldung über den Konkurs von United Airlines wie von Geisterhand aus dem Archiv an die Öffentlichkeit gelangt. Sie sprechen von einer unglücklichen Kettenreaktion. Vor sechs Jahren, als United tatsächlich Insolvenz meldete, hatte die Chicago Tribune darüber berichtet.
Das Onlinearchiv der Tribune ist auch von anderen Zeitungen des Verlags abrufbar, darunter der Sun Sentinel in Florida. Dort hat Sonntag Nacht nach 1.00 Uhr jemand den alten Artikel gelesen, berichtet die Chicago Tribune. Weil die Website um diese Zeit kaum besucht ist, listete sie den Text nach dem einmaligen Abruf bereits als eine der am meisten besuchten Geschichten im Wirtschaftsteil. Auf solche Links wiederum ist Google News programmiert.
Ein Suchprogramm von Google habe die Website kurz nach 1.36 Uhr durchforstet, die Geschichte über den Konkurs registriert und - weil der Archivtext kein Datum trug - ihn mit dem Datum 6. September 2008 versehen, schreibt die Chicago Tribune. All das geschah automatisch. Drei Minuten später habe der erste Besucher die Nachricht via Google News abgerufen.
"most viewed"
Den ganzen Sonntag über sei die Geschichte so oft abgerufen worden, dass sie weiter unter "most viewed" gelistet blieb. Dort entdeckte sie ein Mitarbeiter einer Investmentdienstleisters, der am Montag für den Finanzdienst Bloomberg einen Newsletter über in Konkurs gegangene Firmen verfasste. Dass United seit 2006 wieder zahlungsfähig ist, stand natürlich nicht in dem Bericht. Bloomberg verbreitete den Newsletter. So kam es zum Absturz der Aktie.
Google und Tribune beschuldigten sich gegenseitig. Ein Sprecher von Google erklärte, die Falschmeldung wäre nicht zustande gekommen, wenn der Verlag den Artikel klar datiert hätte. Ein Verlagssprecher betonte, schuld an der Falschmeldung sei die "Unfähigkeit des automatischen Google-Systems", neue von alten Artikeln zu unterscheiden.
Die Ironie der Geschichte, die kein Mensch aktualisiert, redigiert und auf der Website veröffentlicht hat, ist laut Wall Street Journal die, dass anschließend die Aktie von United an der Börse teilweise auch ohne Zutun von Menschen verkauft wurde - Computerprogramme stoßen verlustreiche Aktien angeblich von alleine ab. Die Enthüllung und ihre Konsequenz - alles lief vollautomatisch.
Dabei hätte ein Redakteur leicht Widersprüche finden können, behauptet die , denn die Leserreaktionen, die an die Geschichte angehängt waren, seien als aus dem Jahr 2002 kenntlich gewesen. Tribune betonte in einer Mitteilung: "Es sieht so aus als habe niemand, der die Geschichte weiter reichte, sich die Mühe gemacht, sie zu lesen." Roy Peter Clark, der am Poynter Institut Journalismus lehrt, sagt, solche Fälle würden sich wiederholen. Das liege an der größeren Geschwindigkeit des Nachrichtenbetriebs.
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Wave-Gotik-Treffen in Leipzig
Diese, im nachhinein, sehr effektive Information über die schlechte Information und Kontrolle des Google ist nichts neues. In vielen Bereichen des Google-Dienstes, welches bei einer besseren Kontrolle und Informationsservice interessanter Aufbau, sind solche Fehlerhaftigkeiten vorhanden. So ist es nicht möglich für Anwender in Deutschland in Deutschland kontakt mit einen verantwortlichen aufzunehmen, oder der Bücher service (Einscannung der Antiken Bücher) erscheint in seiner Qualität wie die Arbeit eines Schülers aus der 3. Klasse, auch hier wird nicht Kontrolliert.
So gibt es noch viele Punkte, wie die Suche (Recherche mit kuriosen Antworten, trotz genauer Suchangaben) und in vielen anderen Bereichen.
Google sollte sich dem Sprichtwort zu Herzen nehmen: VERTRAUEN IST GUT - KONTROLLE NOCH BESSER
MfG PMBruley
So schnell kann man seine Kommentar gar nicht schreiben, als das Leben nicht die dazugehörigen Beispiele liefert.
Kaum habe ich geschrieben "Da scheint es einen Reflex bei den Medien zu geben: Lieber die sofortige Veröffentlichung einer unfundierte Eilmeldung, als die spätere Veröffentlichung einer vollständig verifizierten Information. Oder anders gesagt: Sensation um jeden Preis." da erscheint an gleicher Stelle eine Eilmeldung über einen Anschlag auf eine US-Botschaft.
Nichts Gewisses hat man gewußt, aber eine Eilmeldung gebracht und - jetzt kommt es - sie wenige Minuten später wieder zurückgezogen.
Warum man die Story überhaupt gebracht hat, wer weiß es? Aber jemand hat wohl gemeint, die Meldung des Tages zu haben. Ob Terroranschlag oder Konkurs - wahr, halbwahr oder unwahr, who cares.
Haupsache, das Rad dreht sich.
kwT
ich kann das problem der sz oder auch der faz mit google news nicht verstehen.
ich nutze google news, bzw. igoogle auch taeglich und auf jede überschrift auf die ich klicke, schenkt google derjenigen zeitung einen klick, auf den die onlinezeitungen wegen der werbung so sehr angewiesen ist.
was ist also euer problem? das google euch kostenlos leser besorgt? oder dass wie in diesem falle die leute einfach nur zu doof sind, das datum des artikels zu lesen?
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