Der Computer als Journalist: Google News meldete vergangene Woche den Konkurs einer amerikanischen Airline - obwohl die Nachricht sechs Jahre alt war. Die Folgen waren verheerend.
Anfang vergangener Woche sorgte in den USA die Meldung einer Onlinezeitung für Aufregung an den Finanzmärkten: United Airlines, eine der weltgrößten Fluggesellschaften, melde Konkurs an, wurde die Tageszeitung Sun Sentinel aus Florida zitiert. Der Börsenkurs von United brach um 75 Prozent ein. In zwölf Minuten wurden mehr als eine Milliarde Dollar vernichtet. Dabei hatte United gar nicht Konkurs angemeldet. Die Meldung war sechs Jahre alt und wurde aus Versehen von einem Computerprogramm, mit dem Google die Website der Zeitung durchsuchte, als neu ausgegeben.
Google ist dank mathematischer Analysen, Schnelligkeit und Rechnerkraft zur Weltmacht aufgestiegen. (© Foto: Reuters)
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Niemand kontrollierte und hinterfragte die Aktualisierung. Die Aktie wurde für einige Stunden aus dem Handel genommen. Bis zum Abend war sie stabilisiert, die Börsenaufsicht SEC kündigte eine Untersuchung an. Damit schien das Problem an der Börse geregelt, nicht aber das Problem des Journalismus.
Denn je öfter die Beteiligten - ein Finanzdienstleister aus Miami und die Medienunternehmen Tribune, Bloomberg und Google - in den Tagen danach Untersuchungen ankündigten, sich in Details widersprachen, gegenseitig Schuld zuwiesen und Antworten auf die Frage suchten, wie es zu der Falschmeldung kommen konnte, desto deutlicher wurde, dass dies keine der üblichen Diskussionen um gefälschte Meldungen oder menschliches Versagen ist. Es gibt ein neues Problem: Journalismus ohne Journalisten. Kann das gut gehen?
Für Google ist genau das die Lösung. Die Suchmaschine ist dank ihrer mathematischen Analysen, Schnelligkeit und Rechnerkraft zur Weltmacht aufgestiegen. Vor sieben Jahren gründete sie ihren Nachrichtendienst Google News, der einen Überblick bietet über wichtige Nachrichten. Aus Tausenden von Websites, in mehr als 40 Ländern und 20 Sprachen.
Vertrauen in Computer
Das Besondere von Google News ist, dass der Dienst im Gegensatz zu anderen wie Yahoo News und Onlineausgaben von Zeitungen keine Journalisten beschäftigt, die die Nachrichten auswählen, den Wahrheitsgehalt prüfen und die Relevanz gewichten. Google News vertraut Computern, die verlinken.
Das Kriterium ist scheinbar sicher: Google präsentiert nur, was sich viele Menschen ansehen. Relevanz durch Masse. Klassisches Internet-Denken. Man wolle Nutzern helfen, vielgelesene Artikel zu finden, erklärte die für Google News zuständige Managerin, Marissa Mayer, der New York Times im Juni. Google wolle dem Journalismus helfen, nicht schaden.
Es ist nicht so, dass menschliche Arbeit bei Google nichts zählt. Im Gegenteil: Der Konzern beschäftigt Leute, die fast täglich neue Varianten des Logos zeichnen. Es ist auch nicht so, dass man Journalismus bei Google nicht schätzt, schließlich lebt die Suchmaschine davon, dass Nutzer Texte suchen.
Eric E. Schmidt, einer der drei Chefs von Google, hat sich neulich öffentlich Sorgen um den Journalismus gemacht und betont, wie wichtig investigativer Journalismus für die Gesellschaft sei. Der New York Times sagte Schmidt, Google sei abhängig von hochwertigen Inhalten.
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Konsequenz der Loveparade-Katastrophe
Diese, im nachhinein, sehr effektive Information über die schlechte Information und Kontrolle des Google ist nichts neues. In vielen Bereichen des Google-Dienstes, welches bei einer besseren Kontrolle und Informationsservice interessanter Aufbau, sind solche Fehlerhaftigkeiten vorhanden. So ist es nicht möglich für Anwender in Deutschland in Deutschland kontakt mit einen verantwortlichen aufzunehmen, oder der Bücher service (Einscannung der Antiken Bücher) erscheint in seiner Qualität wie die Arbeit eines Schülers aus der 3. Klasse, auch hier wird nicht Kontrolliert.
So gibt es noch viele Punkte, wie die Suche (Recherche mit kuriosen Antworten, trotz genauer Suchangaben) und in vielen anderen Bereichen.
Google sollte sich dem Sprichtwort zu Herzen nehmen: VERTRAUEN IST GUT - KONTROLLE NOCH BESSER
MfG PMBruley
So schnell kann man seine Kommentar gar nicht schreiben, als das Leben nicht die dazugehörigen Beispiele liefert.
Kaum habe ich geschrieben "Da scheint es einen Reflex bei den Medien zu geben: Lieber die sofortige Veröffentlichung einer unfundierte Eilmeldung, als die spätere Veröffentlichung einer vollständig verifizierten Information. Oder anders gesagt: Sensation um jeden Preis." da erscheint an gleicher Stelle eine Eilmeldung über einen Anschlag auf eine US-Botschaft.
Nichts Gewisses hat man gewußt, aber eine Eilmeldung gebracht und - jetzt kommt es - sie wenige Minuten später wieder zurückgezogen.
Warum man die Story überhaupt gebracht hat, wer weiß es? Aber jemand hat wohl gemeint, die Meldung des Tages zu haben. Ob Terroranschlag oder Konkurs - wahr, halbwahr oder unwahr, who cares.
Haupsache, das Rad dreht sich.
kwT
ich kann das problem der sz oder auch der faz mit google news nicht verstehen.
ich nutze google news, bzw. igoogle auch taeglich und auf jede überschrift auf die ich klicke, schenkt google derjenigen zeitung einen klick, auf den die onlinezeitungen wegen der werbung so sehr angewiesen ist.
was ist also euer problem? das google euch kostenlos leser besorgt? oder dass wie in diesem falle die leute einfach nur zu doof sind, das datum des artikels zu lesen?
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