Facebook sperrt die Fotos stillender Mütter. Sie seien obszön und verstoßen gegen die Nutzungsbestimmungen des Netzwerkes. Die Betroffenen finden das diskriminierend und protestierten.
Stillende Mütter sind zornig auf Facebook und MySpace, weil auf ihren Profilseiten Fotos gelöscht wurden. "Hey, Facebook, Stillen ist nicht obszön", ruft die 23-jährige Kelli Roman dem Unternehmen zu und hat mit genau diesem Satz eine Facebook-Gruppe eingerichtet.
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Foto des Anstoßes: Kelli Roman löste die Proteste gegen Facebook aus. (© Foto: AP)
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Die junge Mutter von zwei Kindern lud ein Foto hoch, dass sie beim Stillen zeigt. Als das Bild plötzlich verschwunden war, schickte sie Facebook eine E-Mail und fragte nach einer Erklärung. Als Antwort kam ein unpersönliches Schreiben mit dem Hinweis auf die Nutzungsbestimmungen. Diese untersagen in der US-Fassung das Hochladen von "obszönen, pornografischen oder sexuell eindeutigen" Inhalten.
Kein schädlicher Anblick
Wenn ein Kind mit der Flasche genährt werde, sei dies in keiner Weise anstößig, sagt Roman, die in der kalifornischen Ortschaft Fallbrook lebt. "Beim Stillen sollte das genauso sein." Der von ihr eingerichteten Facebook-Gruppe haben sich in kurzer Zeit mehr als 97.600 andere Nutzer des sozialen Netzwerks angeschlossen.
Eine von ihnen ist Stephanie Muir aus der kanadischen Großstadt Ottawa, die sich freiwillig im Gesundheitswesen engagiert und dabei für die Förderung des Stillens eintritt. Es sei an der Zeit, "dass wir alle diese Vorstellung überwinden, dass die Brüste einer Frau gefährlich sind und ihr Anblick für Kinder schädlich ist", sagt die Mutter von fünf Kindern. Die Nutzungsbedingungen von Facebook seien willkürlich und für Frauen diskriminierend.
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OB-Kandidatin Nallinger
Ich finde, dass das Stillen ein sehr persönlicher Vorgang ist. Solche Photos ins Internet zu stellen, würde mir nicht wirklich einfallen.
Auf der anderen Seite haben nicht alle den gleichen Hintergrund wie ich und somit auch andere Wertevorstellungen. Also weshalb nicht. Ich muss es mir ja nicht ansehen.
Von einer anderen Seite betrachtetr ist bekannt, dass gerade solche Photos von abartig veranlagten Zeitgenossen gerne gesehen und beliebt sind.
Und von noch einer anderen Seite betrachtet ist auch bekannt, dass das kommerzielle Seiten sind. Der Betreiber kann Photos löschen, wenn ihm nur die Nase nicht gefällt. Ich schätze ein bekannter französischer Schauspieler hätte bei Facebook seine Probleme :-)
...gibt es doch wohl bei entsprechenden Communities europäischer Betreiber offensichtlich nicht, oder? Dass diese ganze "Problematik" sich auf Facebook abspielt, welches bekanntermaßen von einem amerikanischen Unternehmen betrieben wird, ist doch symptomatisch, für die tatsächlichen Probleme, welche die amerikanische Gesellschaft mit dem menschlichen Körper im allgemeinen hat...
Die gebetsmühlenartig wiederholte Forderung, die Brustwarze dürfe nicht zu sehen sein, dient hierbei nur der Verdeutlichung der Tatsache, wie unfassbar bigott & scheinheilig diese Einstellung gegenüber jeder Form der Körperlichkeit ist...
...wissen wir, dass die weibliche Brust einzig die Funktion hat, Autos und Motorräder zu verkaufen. ;-)
Facebook geht's nicht um Anstand und Moral, sondern, qua vorauseilendem Gehorsam, um die Verhinderung von teuren Klagen irgendwelcher durchgeknallten Fundamentalisten, die im Windschatten von George II zuviel Oberwasser bekommen haben.
Hören Sie bitte auf, bei Ihrem Bild den Hund zu "stillen", man sieht die Zunge des Hundes!!
Sorry, bei den Problemen dieser Mütter kann ich einfach nicht ernst bleiben.
P.S.: Aber der Hund ist trotzdem süß.
Paging