Nach den Prügel-Vorwürfen fordern Politiker und Kirchenorganisationen Bischof Mixa auf, diese zu entkräften - oder andernfalls zurückzutreten.
Karl Graml hat den Augsburger Bischof Mixa als durchaus besonnenen Mann erlebt. Der ehemalige Priester kennt aber auch die harte Seite des Bischofs. Vor sieben Jahren wurde er von Bernhard Kroll um Beistand gebeten. Kroll ist bis heute das wohl bekannteste Opfer des konservativen Bischofs: Er wurde von Mixa zum Rapport bestellt, weil er entgegen aller Verbote beim Ökumenischen Kirchentag in Berlin an einem evangelischen Abendmahl teilnahm. Graml sollte Kroll zum Gespräche beim Bischof begleiten. "Aber Mixa hat mich aus dem Bischofshaus rausgeschmissen", erinnert sich Graml, "und Bernhard Kroll wurde kurzfristig suspendiert."
Bischof Walter Mixa: Das Bistum weist die Anschuldigungen scharf zurück. (© Foto: ddp)
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Dass Bischof Mixa aber Kinder und Jugendliche brutal geschlagen haben soll, davon hat Karl Graml zuvor noch nie etwas gehört. Ehemalige Heimkinder hatten in der Süddeutschen Zeitung schwere Vorwürfe gegen Walter Mixa erhoben. Detailliert schildern fünf Opfer in eidesstattlichen Erklärungen, wie Mixa als Stadtpfarrer von Schrobenhausen sie brutal geschlagen hat.
Graml, der sich in der Laienorganisation "Wir sind Kirche" engagiert, will wie alle von sueddeutsche.de Befragten natürlich erst einmal die Unschuldsvermutung gelten lassen. "Wenn sich die Vorwürfe aber bestätigen, dann muss Mixa die Konsequenzen ziehen und zurücktreten", sagt Graml.
Das sieht auch die "Wir-sind-Kirche"-Kollegin Sigrid Grabmeier so: "Wenn die evangelische Bischöfin Margot Käßmann zurücktritt, weil sie einmal betrunken Auto gefahren ist, dann muss der katholische Bischof Mixa wohl erst recht zurücktreten, wenn sich bewahrheitet, dass er Kinder geschlagen hat."
Wolfgang Neuser, Generalsekretär des größten christlich-ökumenischen Jugendverbandes in Deutschland, CVJM, fordert Bischof Mixa auf, die Vorwürfe "glaubhaft zu entkräften". "Wenn er das nicht kann, dann muss er seine Fehler eingestehen und um Entschuldigung bitten."
Wie die Vertreter der Laienorganisationen warnen auch Politiker vor einer medialen Vorverurteilung Mixas, fodern aber gleichwohl Konsequenzen, sollten die Anschuldigungen zutreffen. "Herr Bischof Mixa muss sich dann fragen lassen, ob er weiterhin über die moralische Autorität verfügt, die für sein Amt unerlässlich ist", sagt Siegmund Ehrmann, kirchenpolitischer Sprecher der SPD.
Der bayerische SPD-Chef Florian Pronold forderte Bischof Walter Mixa auf, die Vorwürfe zu entkräften. "Die Kirche und Bischof Mixa haben eine enorme Bringschuld, echte Antworten darauf zu geben", sagte Pronold zu sueddeutsche.de. "Die Wahrheit muss ans Licht." Die Kirche müsse sie mit Belegen entkräften oder Missstände offenlegen. Wer nicht aufkläre, erweise der Kirche "einen Bärendienst", sagte Pronold.
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Die neueste Antwort
Schwer zu glauben, mit welcher Frivolität hier manche Mandatsträger operieren und wie weit sie sich mit ihren autoritären Ansprüchen von den Grundsätzen ihrer Kirche entfernt haben, die sie besser kennen sollten.
Der nun an die Öffentlichkeit geschwemmte Unrat zeigt eine verheerende Rücksichtslosigkeit gegenüber schutzbefohlenen und wehrlosen Kindern und der Schaden wird sich kaum messen lassen.
Es scheiden sich nun immer mehr die Geister zwischen denen, die eine willkommene Gelegenheit zu Machtdemonstrationen auf der einen und einen unüberlegten "Abwasch" einer ganzen Kirche wittern und ernsthaft Betroffenen, die die Herausforderung unmittelbare Hilfen und grundlegende Überlegungen über die als Zölibat getarnte Ahnungslosigkeit über menschliche Triebregungen verstehen.
Ein ehrlicher Glaube wird die Bescheidenheit aufbringen, an denen es jetzt Tätern und einigen "Richtern" fehlt, die die große Herausforderung offenbar nicht verstanden haben.
Wenn Sie die Reformbewegung 'Wir sind Kirche' als Splittergruppe bezeichnen möchten, dann sollten Sie aber auch bedenken dass man die römisch-katholische Kirche insgesamt als Splittergruppe innerhalb der Christenheit betrachten kann. Es ist historisch einfach nicht wahr, dass sich die anderen Kirchen jeweils von der römisch-katholischen Kirche abgespalten hätten, während diese die reine Lehre bewahrt habe.
Das zweite Vatikanische Konzil wurde im Geist dieser Erkenntnis abgehalten und die römisch-katholische Kirche öffnete sich damals langsam für Reformen. Inzwischen sitzen an den Schaltstellen die Gegner des zweiten Vatikanischen Konzils und verraten es gründlich. Wer ist hier die Splittergruppe?
Diese Fakten können als gesichert angesehen werden:
1. Körperlicher und sexueller Missbrauch an Kindern existiert sowohl innerhalb als auch ausserhalb der katholischen Kirche.
2. Es ist erwiesen, dass die Institution katholische Kirche auf ihr bekannte Missbrauchsfälle nicht in dem Maß reagiert hat, wie es angebracht gewesen wäre.
3. Körperliche Züchtigung (Und man muss sich darüber klar sein: "Züchtigung" bedeutet das Zufügen von nicht unerheblichen Schmerzen - sonst wäre sie als Bestrafung nicht wirkungsvoll gewesen!) ist an bayerischen Schulen bis 1980, von Erziehungsberechtigten bis 2000 legal gewesen.
4. Beschuldigungen sind nicht immer wahr.
5. Beschuldigungen sind nicht immer falsch.
6. Unschuldsbeteuerungen sind nicht immer wahr.
7. Unschuldsbeteuerungen sind nicht immer falsch.
8. Unsympathische Menschen haben nicht immer Unrecht.
9. Sympathische Menschen haben nicht immer Recht.
10. Ob die gegen Bischof Mixa erhobenen Vorwürfe stimmen und in welchem Maße er sich damit innerhalb oder ausserhalb der damals geltenden Gesetze bewegt hat wissen im Moment nur Herr Mixa und seine eventuellen Opfer.
11. Seine Schuld oder Unschuld - wie z.T. gefordert - eindeutig zu belegen wird auf Grund der Umstände so gut wie unmöglich sein.
12. Einen Unschuldigen zu verurteilen ist genauso schrecklich wie einem Opfer nicht zu glauben.
Kein Fakt, sondern meine Meinung ist:
Die Kirche ist im Zugzwang und hat bis heute nichts getan um die erhobenen (und z.T. auch bereits erwiesenen) Misshandlungen zu sühnen.
Die Situation wird gewiss von einigen interessierten Kreisen genutzt werden, um alte Rechnungen zu begleichen.
Das Wenigste was man jetzt brauchen kann, sind hysterische Reaktionen von der einen oder anderen Seite: Und genau hier ist Bischof Mixa eben sowohl Täter als (eventuell) auch Opfer.
Pfui Teufel!
Ich bin immer empfänglich für gute Ratschläge. Da habe ich also gelesen und gelesen und gelesen...... Mit allen zur Verfügung stehenden Hilfspunkten, ich konnte keinen Zusammenhang zwischen Ihren Post(arme deutsche Sprache), Mixa, einen vermutlich Kinder verprügelnden verbeamteten deutschen katholischen Priester herstellen. Also dann mal Butter bei de Fische sonst bleibt mein Eindruck plumpe und dümmliche Zielrichtung oder nur Lohnschreiberei. Für Sie und alle Gesundbeter einfach mal hier http://www.deanita.de/kinder/kinder_gedicht02.htm
lesen, mit ein bißchen Aufwand auch hören. Das gilt für alle, aber hier geht es um die Verlogenheit in der deutschen katholischen Kirche (die sich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt) um nicht mehr und nicht weniger.
gruß gokahe
Paging