Nach den wenig erfreulichen Umfragen zur Landtagswahl, gibt sich die CSU siegessicher: Wir kriegen die 50 Prozent im Endspurt, so die Parteispitze.
Trotz jüngster Umfragen, die der CSU am 28. September den Absturz unter die magische 50-Prozent-Marke verheißen, will CSU-Chef Erwin Huber an der Wahlkampfstrategie seiner Partei nichts ändern. "Wir haben den Sommer gut überbrückt und gehen jetzt in den Endspurt. Unser Ziel ist und bleibt 50 plus X", sagte Huber am Wochenende in einem Zeitungsinterview. Auch Ministerpräsident Günther Beckstein demonstrierte bei seinen Auftritten übers Wochenende Zuversicht, dass die CSU doch noch über 50 Prozent kommen werde: "Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir das hinkriegen".
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50 plus X - an dieses Ziel glauben Günther Beckstein (links) und Erwin Huber von der CSU immer noch. Auch wenn die Wahlprognosen düster ausfallen. (© Foto: AP)
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Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen kann die CSU am Wahltag nur noch mit 47 Prozent der Stimmen rechnen. Das Resultat ist allerdings mit Vorsicht zu betrachten, denn die Umfrage ergab, dass die Hälfte (49 Prozent) der wahlberechtigten Bürger im Freistaat sich noch nicht entschieden hat, ob sie überhaupt zum Wählen gehen wird.
Die Meinungsforscher prognostizierten zudem, dass Bayern künftig ein Fünf-Parteien-Parlament bekommen wird. FDP (9 Prozent) und Freie Wähler (8 Prozent) werden nach dieser Umfrage neu ins Maximilianeum einziehen. SPD und Grüne, die schon bislang im Parlament vertreten sind, werden laut Forschungsgruppe Wahlen ihr Ergebnis von 2003 mit 20 beziehungsweise 8 Prozent nur unwesentlich verbessern. Die Linke werde mit 4Prozent ihr Wahlziel verfehlen.
"Kein Anlass zur Panik"
Führende Vertreter der CSU waren nach dem doppelten Umfrageschock - einen Tag zuvor hatte bereits Infratest Dimap ein Abrutschen auf 47 Prozent ermittelt - um Geschlossenheit und das Verbreiten von Zuversicht bemüht. "Ich gewinne der aktuellen Situation sogar ein Gutes ab: Das motiviert die eigene Wählerschaft", sagte CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer. Das bürgerliche Lager werde nun wachgerüttelt.
Auch der Vorsitzende der Jungen Union, Stefan Müller, sah in den schlechten Umfragewerten seiner Partei "keinen Anlass zur Panik". Schließlich gebe es noch eine große Zahl an unentschlossenen Wählern. Vor allem aber müsse die CSU nun versuchen, in der letzten Woche vor der Wahl ihre Stammwähler zu mobilisieren, betonte Müller. Der JU-Chef warnte auch davor, nun "irgendwelche Personaldiskussionen vom Zaun zu brechen". Es gehe jetzt vielmehr darum, die Erfolge der bayerischen Regierung hervorzuheben. Die CSU müsse wieder einen "klaren Regierungsauftrag" bekommen.
Der stellvertretende CSU-Vorsitzende, Bundesagrarminister Horst Seehofer, empfahl seiner Partei jetzt "ganzen Einsatz", dann sei er sicher, dass die CSU ihr Wahlziel erreichen werde. Seehofer hatte sich in den letzten Tagen immer wieder öffentlich gegen Spekulationen zur Wehr gesetzt, er warte nur auf ein schlechtes Abschneiden der CSU, um anschließend Erwin Huber als Parteichef ablösen zu können. Seehofer hatte mit seiner Äußerung, erst 52 Prozent würden Beckstein und Huber die notwendige Legitimation verleihen, die Spekulationen selbst mit angeheizt. Erwin Huber stellte aber am Wochenende noch einmal klar, dass es für den Fall eines Misserfolges bei der Wahl keine personellen Pläne gebe. "Was wäre wenn, ist kein Thema in der CSU", sagte Huber.
Übers Wochenende haben auch Bundespolitiker verstärkt in den Bayern-Wahlkampf eingegriffen. Während Kanzlerin Angela Merkel in Bamberg die CSU für ihre "herausragende Arbeit" und ihre Wiederwahl empfahl, sagte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier in Augsburg, die CSU sei "sichtbar und spürbar" durcheinander. "Sie hat Angst vor dem, was kommt.".Und der designierte SPD-Vorsitzende Franz Müntefering erklärte im oberpfälzischen Weiden, "der schwarze Balken wird am 28.September im Fernsehen so tief sinken, dass er unten rauskommt".
In Regensburg äußerte sich der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle zur Lage in Bayern. Neben der Sachpolitik sei auch der misslungene Generationswechsel von Edmund Stoiber zu Günther Beckstein als Ministerpräsident und Erwin Huber als CSU-Vorsitzender ein Grund für den Zustand der Partei. Es wäre deshalb gut, wenn die CSU künftig einen Koalitionspartner bekäme, sagte Westerwelle.
(SZ vom 22.09.2008/pir)
Probleme beim Berliner Flughafen lange bekannt
Die neueste Antwort
Das Einzige wovor die CSU etwas Angst haben müsste sind die eigenen Wähler, die es vorziehen ihr demokratisches Recht - und wie ich es für mich persönlich befinde - auch demokratische Pflicht - nicht auszuüben und zu Hause bleiben.
Daher appelliere ich an alle CSU-Wähler ihre Freund und Bekannte noch mal an die Wahl zj erinnern, bzw. zusammen hinzugehen. Es geht schließlich um Bayern und eine Alternative zur erfogreichen CSU ist nicht sichtbar.
Wenn es wirklich so ist, dass anständige Bayern CSU wählen, dann steht jetzt der Umschlag zur Mehrheit der Unanständigen bevor. Ein ganz kritischer Moment für das Land. Muss der christlich-soziale Anstand sich gar der unanständigen FDP bedienen, um am Ruder zu bleiben? Bayern auf der Kippe von Gottes Wohlgefallen zu Sodom und Gomorha.
Das wird ein Sonntag!
http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/bundesliga/2008/09/22/matze-knop/comedian-als-franz-beckenbauer.html
Die CSU wird über 50 % erreichen, wenn wir alle CSU-Wähler daran erinnern dass es am Sonntag um Bayern geht - wählen gehen - CSU wählen - Bayern wählen!
Die CSU tritt die Wünsche der Masse ihrer Wähler zugunsten einer strategisch gut aufgestellten Minderheit mit Füßen. Ein Großteil der Bürger in den Landkreisen um den "Sonderflughafen" Oberpfaffenhofen fühlen sich von der CSU alles andere als gut vertreten. Im Gegenteil, die CSU unterstützt hier einige wenige (EDMO/Geschäftsflieger/private Urlaubsflieger) zu Lasten von tausenden ihrer Wähler (Teile von München 250.000, Starnberg 130.000, Fürstenfeldbruck 200.00, Landsberg Lech 112.000), die durch vermehrtes Lärmaufkommen, Schadstoffemissionen und Wertverlust dauerhaft geschädigt werden. So bleibt nur zu hoffen, dass dieses bürgerverachtende Vorgehen von den Wählern in diesen Land- und Stadtkreisen auf das härteste bestraft wird und eine neue Regierung wieder mehr auf das Gemeinwohl, als auf die Ziele von Lobbyisten und Interessenverbänden ausgerichtet ist.
Beckstein hat sogar meine Sympathie.
Nur, wie auch früher bei den SPD-Leuten, er hat die falsche Partei.
Zum Vergessen ist mancher Murx, den weitestgehend sein Vorgänger schon verzapft hat, nicht.
-Schulreform
-Bayern L B Desaster
-Anrechnung von Kindergelderhöhung auf Hartz 4
-Bezeichnung von "Uranzerfallsenergie-El.Erzeugung als "grüne" Energie
Es gäbe noch mehr.
Aber alles ist schon bald Schnee von gestern oder glaubt jemand, dass sich was in den Gehirnen rührt? Es wählt der Bauch und nicht der Geist.
Paging