Das neue CSU-Führungsduo Erwin Huber und Günther Beckstein hat einen deutlichen Dämpfer in den Großstädten erlitten. In München und Nürnberg gewannen die SPD-Oberbürgermeister mit Zwei-Drittel-Mehrheiten. In zahlreichen anderen bayerischen Kommunen kommt es zu einer Stichwahl.
Münchens OB Christian Ude konnte mit 66,7 Prozent sein Ergebnis von 2002 nocheinmal um mehr als zwei Punkte steigern.
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Der vierte Sieg für Christian Ude. Der SPD-Politiker gewann die Wahl zum Münchner Oberbürgermeister mit 66,7 Prozent deutlicher als je zuvor. (© Foto: AP)
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Dagegen schnitt Udes Gegenkandidat Josef Schmid, der als Zukunftshoffnung der CSU gilt, mit 24,5 Prozent noch schlechter ab als sein Vorgänger Hans Podiuk, der vor sechs Jahren noch auf 29,2 Prozent gekommen war.
In Nürnberg konnte OB Ulrich Maly mit 64,3 Prozent ebenfalls einen überlegenen Sieg verbuchen. Der CSU-Gegenkandidat Klemens Gsell, der bis zuletzt noch auf eine Stichwahl gehofft hatte, musste sich mit 27,4 Prozent begnügen.
Auch im Münchner Stadtrat kann die bisherige rot-grüne Mehrheit mit einer klaren Mehrheit rechnen. Die SPD kommt nach dem letzten Stand der Auszählung auf 40,9 Prozent, die Grünen können mit 11,0 Prozent rechnen und hätten damit ihr bestes Ergebnis bei einer Stadtratswahl erreicht. Die CSU muss sich demgegenüber mit 30,0 Prozent begnügen.
Praktisch das gleiche Bild gibt es in Nürnberg: Im Stadtrat kommt die CSU nach dem letzten Stand nur noch auf 33,7 Prozent. Die SPD liegt mit 44,7 Prozent deutlich vorne, die Grünen kommen danach auf 5,9 Prozent. Damit gäbe es in Nürnberg künftig erstmals eine rot-grüne Mehrheit. Wegen des komplizierten bayerischen Wahlrechts ist mit einem endgültigen Ergebnis aber nicht vor Mittwoch zu rechnen.
In der drittgrößten Stadt Augsburg muss dagegen SPD-OB Paul Wengert mit einem unerwartet schlechten Ergebnis in die Stichwahl gegen seinen von der CSU nominierten Konkurrenten Kurt Gribl. Der parteilose Gribl war erst nach einer monatelangen Kandidatensuche gefunden worden.
Während in Ingolstadt der CSU-OB Alfred Lehmann bereits im ersten Wahlgang im Amt bestätigt wurde, muss die Würzburger CSU-Oberbürgermeisterin Pia Beckmann in eine Stichwahl gegen ihren SPD-Konkurrenten Georg Rosenthal. Auch in Regensburg, wo sich die CSU in monatelange parteiinterne Streitigkeiten verstrickt hatte, muss der CSU-OB Hans Schaidinger in eine Stichwahl gegen Joachim Wolbergs (SPD).
Eine Sensation bahnt sich bei der Landratswahl im Kreis Freising an. Dort konnte der Grünen-Kandidat Christian Magerl vom Streit um den Ausbau des Münchner Flughafens profitieren und erreichte die Stichwahl gegen den Kandidaten der Freien Wähler. Damit könnte zum ersten Mal ein Grüner Landrat in Bayern werden.
CSU-Chef Erwin Huber zeigte sich trotz der Niederlagen in München und Nürnberg zufrieden. "Die CSU hat diesen Stimmungstest bestanden", sagte er. Von 17 Oberbürgermeistern in den kreisfreien Städten habe die CSU auf Anhieb sechs gewonnen. Damit habe sie ihr starkes Fundament in Bayern bestätigt. SPD-Fraktionschef Franz Maget sprach dagegen von einem "phantastischen Ergebnis" für seine Partei. "Die CSU verliert landauf, landab", sagte Maget.
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(SZ vom 03.03.2008/jkr)
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Die neueste Antwort
Ständig werden Wahlausgänge von irgendwelchen Naturkatastrophen beeinflusst.
Wahlsieg durch den lupenreinen Demokraten Schröder Oderflut. Dieses Wochenende vernichtete Sturmtief Emma den Wahlsieg der Bayern, zumindest in hochprofitablen Gegenden wie München. Ich vermute, das viele CSU-Wähler langsam einsehen, dass nach
1. Siemensskandal,
2. BMW-Entlassungswelle,
3. Bayern-LB-Pleite
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7. ... ... .
die Zahl der göttlichen Prüfungen wie im alten Ägypten auch den Bayern nicht erspart bleiben, obwohl sie bewusst ein C für christlich in ihrem Namen tragen. Was macht die CSU nur, wenn diese Plagen so weitergehen bis in den Herbst. Ich sehe den grinsenden Edmund als Retter aus Brüssel heraneilen, der die beiden Rentner aus seinen ehemaligen Ämtern vertreibt und sich als neuen (alten) Herrscher intronisieren lässt.
Gott behüte uns vor diesen, seinen Taten, lasst doch die jetzt Verantwortlichen das Portfolio der CSU zerstören. Jede Partei bekommt das, was sie verdient hat. Nicht umsonst war es bisher in Bayern möglich einen Besenstiel als Kanditaten für Parteiposten aufstellen zu lassen. Gewählt wurde auch dieser dann jedes Mal mit 50 PLUS X.
Wenn solche Selbstdarsteller, z.B. wie Herr Ude, gewinnen, verlieren nicht nur die Wähler, sondern auch das demokratische Sytem. Ab welcher Wahlbeteiligungsgrenze kann man
nicht mehr von einer repräsentativen Demokratie sprechen?
Je weniger gut informiert, je ländlicher , je bäuerlicher desto mehr wird offenbar CSU gewählt.
Lässt sich nur damit erklären, dass es im bayerischen Land eine Tradition des "schwarzen Hauses" gibt, das jeden CSU-Kanditaten wählt seien dessen Fähigkeiten auch noch so gering.
Ich glaube weder die SPD noch die CSU kann wirklich 100%ig zufrieden sein.
Man nehme eine Wahlbeteiligung von ca. 50% - 60% im Durchschnitt sowie die wahren Ergebnisse. Fakt ist die CSU hat in den Städte wirklich maßlos verloren (München, Nürnberg, sowie auch viele kleine Städte in unserer Umgebung) andererseits wenn man die Landratswahlen betrachtet ist Flächendeckend immer noch die CSU weit weit weit die stärkste Partei. Im Rosenheimer Land zum Beispiel kam die SPD auf unter 13%.
Auch einen Einfluss auf die Landtagswahlen im September sehe ich derzeit noch nicht. WIchtiger hierbei ist der Ausgaben Kurt Beck vs. SPD.
wahlbeteiligung unter 40%
eigendlich solten die politiker mal wach werden..
aber das ist erst der anfang..die zeit ist noch nicht reif für tiefgreifende veränderungen
auch kein eindeutiges wahlergebnis durch nichtwähler und auswanderer
schaun wir mal was da noch so kommt...
Paging