Zehn Jahre war Hausmann in der politischen Versenkung verschwunden, nicht zuletzt, weil er Stoiber ein Dorn im Auge war. Jetzt wird er Chefredaketeur der CSU-Zeitung.
Ein Comeback ist in der Politik eine seltene Ausnahme. Wer einmal aus der ersten Reihe herausfällt, kehrt nur selten dorthin zurück. Peter Hausmann musste darauf zehn Jahre warten, bald wird man seinen Namen wieder öfter lesen. Hausmann, kurz vor der Wahl 1998 als Regierungssprecher Helmut Kohls abgelöst, zuvor jahrelang erfolgreicher CSU-Sprecher unter Theo Waigel, wird im Herbst neuer Chefredakteur des CSU-Organs Bayernkurier.
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"Der Erwin kam auf mich zu", sagt Hausmann. Mit CSU-Chef Erwin Huber kann Hausmann seit den gemeinsamen Waigel-Tagen (Huber war damals Generalsekretär) gut, und so musste er nicht lange überlegen, ehe er das Angebot annahm. "Ich finde die Aufgabe reizvoll".
Dass einer wie Hausmann zehn Jahre in der politische Etappe versauert ist, hat viel mit Hubers Vorgänger Edmund Stoiber zu tun. Für den hatte Hausmann einen entscheidenden Makel: Er war der engste Vertraute seines ewigen Rivalen Theo Waigel.
Und ein "Waigel-Boy" konnte unter Stoiber nichts werden. Weder Kabinettsmitglied in München noch Intendant des Bayerischen Rundfunks, was für den gelernten Rundfunkjournalisten Hausmann denkbar gewesen wäre, wenn es Unterstützung von ganz oben gegeben hätte. Eine solche Wahl wäre auch im Oppositionslager vermittelbar gewesen.
Denn Hausmann gehört zum liberalen Flügel der CSU, er wäre ein formidabler Chef der Münchner CSU gewesen, auch ein präsentabler Oberbürgermeister-Kandidat dieser notorisch zerstrittenen CSU-Gliederung. Stattdessen ist er nur Ortsvorsitzender von Laim-West.
Seine Kontakte hat der 57-jährige Hausmann aber auch in den Jahren gepflegt, in denen er in der politischen Versenkung verschwunden war. Zu seinem 50. Geburtstag kam zwar nicht Parteichef Edmund Stoiber, dafür aber Wolfgang Clement (SPD), ein persönlicher Freund Hausmanns.
Mit den Freundschaften über die Parteigrenzen hinweg wird es künftig vielleicht etwas schwieriger werden. Denn in seiner neuen Funktion ist Hausmann jetzt wieder für die reine CSU-Lehre zuständig.
(SZ vom 26.08.2008)
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wird ein guter Chefredakteur sein. Er hat sein Handwerk erlernt. Außerdem versteht er es, mit Menschen umzugehen und auf sie zuzugehen.
Ich kenne ihn, da ich schon lange im selben Stadtgebiet lebe. Außerdem kenne ich ihn durch den Kreisverband und aus der Zeit von Theo Waigel.
Damals war ich ebenfalls sehr aktiv und verschwand unter Edmund Stoiber in der totalen Versenkung. Langsam komme ich auch wieder zum Vorschein.