Bischof Walter Mixa hat nach Informationen der Augsburger Allgemeinen seinen Rücktritt eingereicht. Er habe in einem Brief an Papst Benedikt XVI. seinen Rückzug sowohl vom Amt des Bischofs von Augsburg als auch vom Amt des Militärbischofs der Bundeswehr angeboten.
Bischof Walter Mixa hat nach Informationen der Augsburger Allgemeinen seinen Rücktritt eingereicht. Er habe am Mittwochabend in einem Brief an Papst Benedikt XVI. seinen Rückzug sowohl vom Amt des Bischofs von Augsburg als auch vom Amt des Militärbischofs der Bundeswehr angeboten.
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Bischof Mixa geht den Schritt, zu dem ihm in den vergangenen Tagen so viele geraten haben, und tritt zurück. (© Foto: dpa)
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Der Schritt folgt nach tagelangen Diskussionen um Misshandlungen von Heimkindern, die Mixa zunächst geleugnet und dann eingestanden hatte.
Die Zeitung beruft sich mit ihrem Bericht auf vertrauenswürdige Personen aus dem Augsburger Bistum.
Ein katholischer Bischof kann laut Kirchenrecht nicht eigenmächtig zurücktreten, sondern benötigt dafür die Zustimmung des Papstes. In der Regel wird ein solches Rücktrittsgesuch von der Kirchenführung aber angenommen beziehungsweise vorher abgesprochen.
Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen begründete Mixa seinen Rücktritt mit einer übergeordneten Verantwortung für sein Bistum. Die öffentlichen Diskussionen um seine Person hätten Priester und Gläubige schwer belastet. Er wolle nun den Weg für einen Neuanfang freimachen. "Alle, zu denen ich ungerecht gewesen sein mag, und alle, denen ich Kummer bereitet habe, bitte ich heute noch einmal um Verzeihung", zitierte die Zeitung den Bischof. Er wolle an der Aufklärung aller gegen ihn erhobenen Vorwürfe mitwirken.
Mixa hat inzwischen eingestanden, Heimkinder in seiner früheren Zeit als Stadtpfarrer geschlagen zu haben, nachdem er zunächst jede Gewalt gegenüber Kindern "reinen Herzens" bestritten hatte. Vorwürfe, er habe als Stadtpfarrer von Schrobenhausen nennenswerte Geldbeträge zum Schaden einer Waisenhausstiftung zweckentfremdet, werden derzeit von einem Sonderermittler und einer Münchner Anwaltskanzlei geprüft.
Es geht um überteuerte Kunstwerke und Teppiche, Wein, Möbel, Mixas Bischofsring und ungeklärte Zahlungen, die in Verantwortung von Mixa aus dem Stiftungsvermögen widerrechtlich bezahlt worden sein sollen.
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(Reuters/dpa/ehr)
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Die neueste Antwort
Hallo,
ich muss jetzt mal meinem Unmut Luft machen. Klar, Mixa ist nicht unbedingt fehlerlos und der beste Bischof - ich weiß es aus Erfahrung - ich bin gebürtige Schrobenhauserin! Er ist, um es gelinde auszudrücken - kein sympathischer Mensch.
ABER: dass er wegen einiger "Ohrfeigen" jetzt zurücktreten soll, finde ich einfach völlig übertrieben!! Als ob eine Ohrfeige schon mal jemanden das ganze Leben zerstört hätte..... diese ganze Diskussion geht mir derart auf die Nerven.
Außerdem finde ich, dass diese ganze Diskussion und Rücktrittsgeschichte wegen Ohrfeigen ein Schlag in die Gesichter derer, die "wirklich" missbraucht wurden!
Man könnte meinen, es soll wieder mal vom eigentlichen Grund, der Pädophilie der Priester, von denen, die Menschenleben zerstört haben, ablenken!
Vielleicht sollte man sich das mal durch den Kopf gehen lassen!!!