Lebensmittelskandal "Gammel-Eier" entdeckt

Neuer Lebensmittelskandal in Bayern: In einem Betrieb im Landkreis Pfaffenhofen sollen in großen Mengen verdorbene Eier verarbeitet worden sein. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage.

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat in einem möglichen Lebensmittelskandal mit verdorbenen Eiern Anklage gegen drei Personen erhoben. Der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter bestätigte am Dienstag entsprechende Medienberichte.

Angeklagt sind Inhaber und Geschäftsführer eines eines Lebensmittelbetrieb. Zwei ehemalige Mitarbeiter der Firma im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen hätten bereits 2006 gemeldet, dass in großen Mengen verdorbene, kaputte und verdreckte Eier zu Flüssigei verarbeitet worden seien.

"Es sollen Eier verwendet worden sein, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet waren", berichtete Walter. Flüssigei werde unter anderem von Großbäckereien verwendet.

Nach der Anzeige der beiden Mitarbeiter durchsuchte die Staatsanwaltschaft den Angaben zufolge den Betrieb noch im Dezember 2006. In der Zwischenzeit seien Beweismaterial gesichtet und Zeugen verhört worden, sagte Walter. "Es besteht hinreichender Tatverdacht", betonte der Oberstaatsanwalt. Darum habe man in der vergangenen Woche Anklage erhoben.

Trotz der Vorwürfe produziere der Betrieb weiterhin Flüssigei. Er werde jedoch regelmäßig kontrolliert, versicherte Walter.