"Oft dachte ich, einen abscheulicheren Film gibt es nicht, und dann kommt ein noch schlimmerer": Über die Arbeit der Internet-Fahnder des LKA.
Der Kommissar besucht jeden Tag die einschlägigen Internetforen für Pädophile. Er braucht nur wenige Mausklicks, um Fotos von vergewaltigten Kindern auf seinen Computerschirm zu laden. Der Kriminaloberkommissar beim Bayerischen Landeskriminalamt (LKA) sitzt im dritten Stock der Zentrale in München gemeinsam mit elf Kollegen. Ihr Job: Sie durchforsten das Internet nach Straftaten.
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Cheffahnder Albert Bischeltsrieder will für Pädophile im Internet keine rechtsfreien Räume entstehen lassen. Er fordert daher eine noch bessere Ausstattung für seine Polizeibeamten. (© Foto: dpa)
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Erst vergangene Woche präsentierte die Dienststelle "Netzwerkfahndung" den bislang größten Erfolg seit ihrer Gründung: Mit der "Operation Smasher" legte sie weltweit etwa 1200 Pädophilen das Handwerk.
Es war der bisher umfassendste Schlag gegen die Kinderpornoszene im Internet. Der Kampf gegen die Vergewaltiger und Vervielfältiger ist damit allerdings nicht gewonnen. Im Gegenteil: Die Dateien werden immer mehr und die Bilder immer brutaler, die Tauschringe immer konspirativer.
LKA-Cheffahnder Albert Bischeltsrieder warnt bereits vor einem rechtsfreien Raum. "Die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet ist zuletzt gewaltig angestiegen", sagt Bischeltsrieder. "Das Internet fordert uns massiv, und die Polizei wird künftig mehr Sachmittel und Personal vorsehen müssen, um keinen rechtsfreien Raum entstehen zu lassen", sagt der Kriminaldirektor.
Im Jahr 2007 gingen allein beim LKA in München 39.000 Hinweise auf Kinderpornographie ein. "Da sind wir fast abgesoffen", so Bischeltsrieder. Viele Tipps erweisen sich zwar als strafrechtlich nicht relevant, so sind etwa FKK-Bilder noch keine Kinderpornographie. "Aber wir gehen jedem Hinweis nach", beteuert Bischeltsrieder. Dabei landen die Netzwerkfahnder regelmäßig einen Volltreffer. Wie bei der "Operation Smasher", die ihren Ursprung 2006 in Italien hatte.
Die Töchter missbraucht
Die italienische Kinderschutzorganisation telefono arcobaleno (Regenbogen-Telefon) wies die Münchner Fahnder auf zwei Filme hin, die auf einem Server in der Region Konstanz gespeichert waren. Der Kommissar Richard Maurer, der seinen wirklichen Namen zum eigenen Schutz nicht in der Zeitung lesen will, und seine Kollegen überprüften das, wenig später rollte die "Operation Smasher" an.
Jetzt sind in Deutschland fast 1000 Täter aus allen Schichten und Altersgruppen überführt, 134 davon aus Bayern. Ein Mann aus Schleswig-Holstein wurde gefasst, der seine Töchter jahrelang fast täglich missbraucht hatte. Trotz dieses Erfolgs stieß die "Operation Smasher" aber auch an Grenzen: Weil nicht alle Daten rekonstruiert werden konnten, kamen viele Pädophile ungeschoren davon. Auch die Hintermänner der zwei Filme sind noch auf freiem Fuß.
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Afrika droht neue humanitäre Katastrophe
Die neueste Antwort
Bei schweren Mißbrauch sind auch 15 Jahre möglich. 15-20 Jahre sind in fast allen Staaten ausser USA nun mal die Höchstgrenze, wenn es nicht um Mord geht. Mehr ist mit dem Begriff Menschenwürde auch nicht vereinbaren.
10 Jahre sind für Kindesmissbrauch definitiv zu wenig, die Opfer leiden ihr Leben lang unter den Folgen.
Auch den Besitz von Kinderpornos würde ich höher ansetzen (gut, ich bin nicht der Gesetzgeber), vielleicht um doch einen Abschreckungseffekt zu erzielen. Würde der Besitz härter bestraft, würde sich der Markt vielleicht verkleinern.
Leichte Korrektur:
Totschlag: 5 bis 15 Jahre
Verbreitung von Kinderpornos: 3 Monate bis 5 Jahre
Besitz von Kinderpornos: bis 2 Jahre
sofern der Strafrahmen ausgenutzt wird. Die Wertigkeit der Strafen im Vergleich ist angemessen.
Mord - lebenslänglich, also max. 25 Jahre; Totschlag 5 Jahre bis lebenslänglich; Besitz von Kinderpornos 3 Monate bis 5 Jahre; sex. Mißbrauch von Kindern bis 10 Jahre.
Mehr Kontrolle würde dazu beitragen ein paar von den Typen aus dem Verkehr zu ziehen. Prävention gegenüber den Tätern ist meines Erachtens nicht möglich, höchstens Schutz der Kinder.
Stimmt, diese Menschen fühlen sich einfach zu sicher, das müsste geändert werden.
Paging