Katholikentag in Regensburg Vier Tage, 1000 Veranstaltungen

Volles Programm, volle Veranstaltungen: Der Abschluss-Gottesdienst des vergangenen Katholikentags in Mannheim.

(Foto: dpa)

Zum Katholikentag an der Donau haben sich 30 000 Teilnehmer und 80 000 Tagesgäste angemeldet. Das 620 Seiten umfassende Programm macht die Auswahl schwer. Darum:

Die besten Tipps aus der SZ-Redaktion.

An diesem Mittwochabend geht es los mit einem großen Straßenfest; am Sonntag ist nach dem Abschlussgottesdienst alles vorbei. Dazwischen drängen sich fast 1000 Veranstaltungen an 92 Orten; 30 000 Dauer- und bis zu 80 000 Tagesgäste werden erwartet. Was tun auf dem Deutschen Katholikentag? 620 Seiten umfasst das Programm, die Auswahl fällt schwer. Einige Tipps aus der SZ-Redaktion.

  • Über die Katholikentagsmeile schlendern: Sie ist die zentrale Anlaufstelle des Katholikentags, hier präsentieren sich christliche Vereine und Organisationen in all ihrer Vielfalt. Verteilt auf acht verschiedene Straßen und Plätze in Regensburg drängen sich mehr als 250 Stände. Die deutschen Bistümer und Erzbistümer stellen sich mit ihren Laienverbänden vor, auch die tschechischen Partnerbistümer Leitmeritz und Pilsen haben jeweils einen Stand, ebenso Orden und geistliche Gemeinschaften - und auch beispielsweise die Regensburger Domspatzen, die "Lesbischwulen Gottesdienstgemeinschaften", die Militärseelsorge oder die Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen.
  • Mitmachen: Wer nicht nur reden und beten will, dem bietet der Katholikentag auch ein Sport- und Animationsprogramm. Am Regensburger Goethe-Gymnasium stellt das Jugendamt der Erzdiözese München und Freising "Abenteuer-Exerzitien" vor - ein Zeltdorf unter anderem mit "Action Area" samt Seilgarten. Am Freitag um 14 Uhr sind auf dem Sportplatz der Sankt-Marien-Schulen "Sportexerzitien" geboten. Und täglich ziehen Wallfahrten und Pilger durch Stadt und Wald, sei es auf dem Jakobsweg, zu Kirchen und Kapellen, auf den Spuren Papst Benedikts XVI. oder auch zu sozialen Brennpunkten der Stadt.
  • Promis treffen: Auch der Bundespräsident, die Kanzlerin und mehrere Bundesminister kommen zum Katholikentag; damit viele Besucher zuhören können, treten sie meist im Audimax der Universität auf. Joachim Gauck ist dort am Donnerstag von 14 Uhr an zu sehen und hören, sein Vor-Vorgänger Horst Köhler am Samstag ab 16.30 Uhr. Kanzlerin Angela Merkel debattiert am Freitag von 14 Uhr an über Europas Platz in der Welt. Darüber hinaus beteiligen sich viele weitere Politiker am Katholikentag; eine Auswahl: Am Samstag ab 11 Uhr diskutiert SPD-Chef und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit Kardinal Marx im Audimax über Managergehälter und einen Mindestlohn. Zur gleichen Zeit gastiert Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Kolpinghaus - und der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse debattiert in der Universität darüber, wie ein europäisches Miteinander gelingen kann. Am Samstagabend ab 22 Uhr steht Thierse dann in einem kabarettistischen Tagesrückblick im Salzstadel, Weiße-Lamm-Gasse 1, auf der Bühne.
  • Über Gott und die Welt diskutieren: Geht nicht nur mit den Promis. Wer wirklich mitreden will, kann dies bei den vielen kleinen Podien oft besser tun als in den großen Sälen.
  • Vor dem Regen flüchten: Die Wetterprognose für die kommenden Tage ist ernüchternd: Für Mittwoch und Donnerstag kündigt der Deutsche Wetterdienst leichten Regen an, der Freitag wird bewölkt, am Wochenende bleibt es wechselhaft. Und das, obwohl ein Großteil der Veranstaltungen des Katholikentags unter freiem Himmel geplant ist. Gegen den Regen helfen: Capes, Schirme, die aber anderen Leuten die Sicht behindern, über den Kopf gehaltene Stadtpläne.