Führungswechsel bei bayerischen Arbeitgebern Unternehmer Gaffal löst Rodenstock ab

Randolf Rodenstock tritt nach mehr als einem Jahrzehnt als bayerischer Arbeitgeberpräsident ab. Sein Nachfolger soll der niederbayerische Unternehmer Gaffal werden.

An der Spitze der bayerischen Arbeitgeberverbände steht ein Führungswechsel bevor. Der langjährige Präsident Randolf Rodenstock (64) stellt sich nicht erneut zur Wahl, wie die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) am Donnerstag in München mitteilte.

Sein Nachfolger soll der niederbayerische Betriebswirt Alfred Gaffal (65) werden, der bis 2011 Geschäftsführer des Heizungstechnik-Unternehmens Wolf GmbH in Mainburg war und anschließend dort in den Aufsichtsrat wechselte. "Nach 15 Jahren meines Engagements für die bayerischen Arbeitgeberverbände ist es Zeit für einen Stabwechsel", sagte Rodenstock. Er bleibt aber als Vizepräsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und in anderen Funktionen weiter aktiv.

Der Wechsel an der vbw-Spitze ist im März geplant und soll mit einem Festakt gefeiert werden. Zudem ist Rodenstock Präsident der Arbeitgeberverbände bayme/vbm, diesen Posten soll Gaffal bereits im Februar übernehmen. Er wird damit zum wichtigen Sprecher für die bayerische Metall- und Elektroindustrie, die mit rund 770 000 Beschäftigten zu den wichtigsten Arbeitgebern in Bayern gehört. Innenansichten in den Verband hat er bereits: Als bayme-Vorstandsmitglied ist er seit vielen Jahren dort engagiert.

Der Vater von drei Kindern ist Diplom-Betriebswirt und hat den Großteil seiner Berufslaufbahn bei dem Heizungstechnik-Unternehmen Wolf in Mainburg verbracht: Dort arbeitete er sich vom Vertriebsleiter bis zum Vorsitzenden der Geschäftsführung hoch. Nach einem Abstecher zu einem US-Unternehmen 1994 kehrte er 2002 nach Mainburg zurück, um Wolf aus einer Krise zu steuern - was ihm gelang. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 1000 Mitarbeiter und ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region