Die CSU hat sich auf einen Listenvorschlag für die Europawahl geeinigt - und Monika Hohlmeier auf den sechsten Platz verwiesen.
Die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier soll auf der CSU-Liste für die Europawahl den sechsten Platz bekommen. Darauf verständigte sich die CSU-Spitze am Freitagabend in München, wie die Nachrichtenagentur ddp aus Teilnehmerkreisen erfuhr.
Trotz Irritationen in Franken keine Gedanken an Verzicht: CSU-Kandidatin Monika Hohlmeier. (© Foto: dpa)
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An dem Treffen nahmen auch die CSU-Bezirksvorsitzenden teil. Gegenwärtig hat die CSU neun Abgeordnetenplätze im Europäischen Parlament.
Bereits seit einer Woche stand fest, dass Markus Ferber Spitzenkandidat werden soll. CSU-Chef Horst Seehofer hatte angekündigt, er werde den Vorsitzenden der CSU-Europagruppe der Delegiertenversammlung am 17. Januar vorschlagen.
Die Oberbayerin Hohlmeier war vom oberfränkischen CSU-Vorstand Mitte Dezember überraschend für das Europaparlament nominiert worden. In Teilen der CSU gab es heftige Kritik an dieser Entscheidung. Hintergrund sind Mutmaßungen, dass Seehofer diese Personalie eingefädelt hat.
Hohlmeier verneinte in einem Interview der Süddeutschen Zeitung die Frage, ob sie angesichts der negativen Reaktionen schon einmal über einen Verzicht nachgedacht habe. Ihre rasche Nominierung habe zwar "zu Irritationen in Franken geführt". Aber wenn sie auf die Leute zugehe und ihnen den tatsächlichen Ablauf erkläre, dann verstünden sie das auch.
Die frühere Kultusministerin versicherte, es stimme, dass der oberfränkische CSU-Chef und Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg sie erst am Abend vor der Nominierung gefragt hat, ob sie kandidiere. Sie fügte hinzu: "Die Entscheidung wurde aufgrund meiner parlamentarischen Erfahrung und guten Vernetzung auf europäischer Ebene getroffen."
Die Strauß-Tochter schloss "definitiv" aus, dass sie Brüssel als Sprungbrett für eine Rückkehr ins bayerische Kabinett nutzen wird. Sie betonte ferner: "Meine Beziehung zu Franken soll von Dauer sein. Ich will die Anliegen Oberfrankens und des gesamten Landes frühzeitig auf europäischer Ebene einbringen."
(ddp-bay/cag)
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Die neueste Antwort
Herr Seehofer ist Frau Hohlmeier offenbar so verpflichtet (warum nur?), dass er ihre Kandidatur auf Platz 6 "mit Biegen und Brechen" durchsetzen will! Da ist ihm keine noch so haarsträubende Begründung ("hervorragende Politikerin" - "Zugpferd für die Wähler") zu Schade und kein Trick ("Oberfranken-Kandidatinnen-Kür") zu fern! Die Parteibasis der CSU ist - jedenfalls in Franken - entsetzt und wütend wegen dieser "von Oben herab" verordneten Kandidatur und die amtierenden, bewährten Europaabgeordneten fühlen sich zu recht für Ihren unermüdlichen und in Brüssel sowie Straßburg erfolgreichen Einsatz schlecht "belohnt" und durch eine "Newcamerin" und gescheiterte Landtagskandidatin auf dem sicheren Platz 6 der Liste unerträglich "zurückgesetzt"! Wer die Stimmung in der CSU-Basis und vor allem auch der fränkischen Bevölkerung kennt, weiß, dass eine durchgesetzte Nominierung von Frau Hohlmeier mindestens 10 % Wählerstimmen gegenüber den ohnehin schon mäßigen 43,4 % bei der Landtagswahl 2008 kosten wird und damit die CSU die bundesweit nötigen 5 % (= 35 % in Bayern) nicht mehr erreicht! Insoweit ist eine von Seehofer durchgesetzt Platzierung von Frau Hohlmeier auf Platz 6 ein "Phyrrussieg" oder volkstümlich ausgedrückt, ein "Rohrkrepierer"!