Alles wird anders - und ändert sich doch kaum. Vom Jahr 2006 an soll der Weg zur neuen Plakette bei der Hauptuntersuchung der Zeit angepasst werden.
Als einer der wichtigsten Punkte soll die Überprüfung elektronischer Systeme in die Prozedur aufgenommen werden. Doch intensive Kontrollen werden den Sachverständigen vorerst nicht möglich sein.
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"Grundsätzlich ist es ein längst überfälliger Schritt, die Überprüfung dem Stand der Technik anzupassen", erklärt Helmut Blümer, Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn.
Dass es so lange gedauert hat, liegt laut Blümer auch daran, dass sich die Verantwortlichen zunächst nicht einigen konnten, welche Bereiche der Technik in die Prüfung einbezogen werden.
Elektronik im Visier
Laut Hans Jürgen Mäurer, Leiter der Entwicklung der Prüftechnik bei der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart, sollen künftig acht Baugruppen mit möglichem Elektronikanteil überprüft werden. Dazu gehören Bremsanlage, Lenkung, Scheinwerfer und Leuchten. Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern und Airbags sind ebenfalls im neuen Prüfumfang enthalten. Bei Cabriolets kommen ausfahrbare Überrollbügel zum Schutz bei Überschlägen hinzu, bei Lkw die Geschwindigkeitsbegrenzer.
Doch so sinnvoll das erscheinen mag, so wenig wird der Autofahrer zunächst davon haben. "Für den Autofahrer ändert sich zunächst einmal nichts", bestätigt Hermann Schenk, Sprecher der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart.
Denn grundsätzlich kommen die neuen Prüfverfahren erst bei Fahrzeugen zum Einsatz, die nach dem Stichtag Anfang 2006 zugelassen werden - und die müssen ihre erste Hauptuntersuchung meist nicht vor dem Jahr 2009 absolvieren.
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