Der Genfer Autosalon öffnet seine Tore. Wir stellen eine Auswahl der wichtigsten Neuheiten und Trends vor.
Der größte Feind des Autos ist sein Erfolg. Mehr als 66 Millionen Fahrzeuge wurden 2007 weltweit produziert und gerade schickt sich Indien mit dem Volksmobil Tata Nano an, den globalen Autoüberschuss noch zu vergrößern. Geplante Stückzahl für das Kleinstgefährt, das umgerechnet ganze 1700 Euro kostet: 250.000 pro Jahr. Kein Wunder, dass der Uno-Klimarat IPCC düster prophezeit, dass der globale CO2-Ausstoß bis 2030 gegenüber heute um 80 Prozent zunehmen werde - vor allem durch den wachsenden Personenverkehr.
Audi A4 Avant: der "Traum aller Fuhrparkmanager", schrieben die Kollegen von der österreichischen Autorevue. (© Foto: Audi)
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Deutsche Hersteller wollen zeigen, dass Sie keinen Trend verschlafen
Der kleine Tata Nano wird auch auf dem Genfer Autosalon zu sehen sein, der in der kommenden Woche beginnt (6. bis 16. März). Doch im Mittelpunkt des wichtigsten Stimmungstests der Branche zum Jahresbeginn werden weder er noch das Weltklima stehen - jedenfalls nicht so demonstrativ wie auf der Frankfurter IAA im vergangenen Herbst, wo die Autos unter lauter grünen Mäntelchen verschwanden. Was aber nicht heißt, dass Verbrauch und Emissionen in Genf kein Thema sind, im Gegenteil.
Vor allem die deutschen Hersteller bemühen sich nach wie vor, das Stigma loszuwerden, den wichtigen Trend verschlafen zu haben. Folgerichtig zeigt BMW neben den Cabrios vom Einser und M3 und dem wundersam geklonten Geländecoupé X6 eine Hybrid-Studie des X5, die nur noch 6,5 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll.
Auch Mercedes will da nicht zurückstehen. Natürlich wird alle Welt dem vordergründigen Charme des CLC, des neuen SL und des gelifteten SLK erliegen. Aber hinter der bunt bemalten Kulisse wird man in Genf auch die sogenannte Blue-Efficiency-Spritspartechnik präsentieren. Minderverbrauch laut Hersteller: bis zu zwölf Prozent. Für 400 Euro Aufpreis sollen zunächst die Modelle C180K und C200CDI aufgerüstet werden können: weniger Gewicht, Leichtbaufelgen, bessere Aerodynamik, also etwa dasselbe, was Ford unter dem Namen Econetic schon auf dem Markt hat. Ein Start-Stopp-System, wie es BMW anbietet, bekommt man bei Mercedes erst mit der nächsten Vierzylinder-Generation. Dafür zeigt man den kompakten Geländewagen GLK in Genf schon als Diesel-Hybrid. Eine Studie, wohlgemerkt.
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