Mehr Fahrdynamik, mehr Fahrvergnügen - aber auch weniger Risiko in Grenzbereichen: Porsche hat seine vierradgetriebenen 911er überarbeitet und noch einmal deutlich verbessert.
Es ist nicht gerade die Regel, dass man als Autofahrer von entgegenkommenden Motorradfahrer-Pulks per Handzeichen gegrüßt wird. Wer im Porsche 911 Carrera 4 unterwegs ist, sollte sich indes an derart freundschaftliche Verbundenheit schon mal gewöhnen.
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Grand mit Vieren: 911 Carrera 4S anno 2005 (© Foto: Porsche)
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Und wer wie wir auf einer ersten Testfahrt mit dem Porsche die engen, kurvenreichen Straßen der französischen Seealpen hinauffliegt, wird schnell begreifen, woher diese Verbundenheit kommt.
Mit den vierradgetriebene Carrera 4 und 4S des Jahrgangs 2005, die von Oktober an bei den Händlern stehen sollen, zeigt Porsche einmal mehr, was heute im Automobilbau möglich ist. Und das ist oft genug selbst beim Fahren nur zu erahnen.
Optisch deuten es nur kleinere Veränderungen an. So wie die 44 Millimeter Zuwachs in der Breite der hinteren Radhäuser. In die passen nun mächtige Walzen der Dimension 295/35 ZR 18 (beim S) oder 305/30 ZR 19 (beim 4S) - und zur Not auch noch ein Satz Schneeketten drum herum.
Ohne Kettenhemd sorgen sie zusammen mit den 235er-Reifen vorne und der variablen Allradtechnik dafür, dass die Kraft der 6-Zylinder-Boxer im Heck auch souverän auf die Straße kommt.
Alte Bekannte
Die Motoren sind alte Bekannte und auch schon in den Carrera-Versionen mit reinem Heckantrieb zu finden. Trotz des um 50 Kilogramm höheren Fahrzeuggewichts durch den Allradantrieb schlucken sie mit 11,3 beziehungsweise 11,8 Litern auf 100 Kilometern nur wenig mehr als in den Hecktrieblern.
Das 3,6-Liter-Aggregat des Carrera 4 leistet 239 kW/325 PS und sorgt in dem Allradler für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 280 km/h. Der Motor im 4S schafft mit seinen 3,8 Litern Hubraum 20 PS mehr und katapultiert den Porsche in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100. Topspeed hier: 288 km/h.
Damit liegen die Carrera 4 zwar bei der Höchstgeschwindigkeit leicht hinter der heckgetriebenen Verwandtschaft (Carrera: 285 km/h, Carrera S: 293 km/h) - aber gewonnene Fahrdynamik und Traktion gleichen das im Fahrbetrieb locker wieder aus.
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