Platz ohne Ende gibt es im Kofferraum, der sich per Knopfdruck elektrisch schließt und öffnet. Legt man die Rücksitze um, schluckt die Langversion 2436 Liter, mit fünf Sitzen stehen immer noch 1118 Liter zur Verfügung. Da kann kein Kombi mithalten.

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Die neue Basismotorisierung wird ab Herbst der R 280 mit 231 PS sein, dazu kommt der R 350 (272 PS) mit oder ohne Allrad und der R 500 4Matic (388 PS). Zwei Dieselvarianten (R 280 CDI mit 190 PS sowie R 320 CDI 4Matic mit 224 PS) komplettieren die Motorenpalette.

Wir sind den R 350 gefahren, den stärksten Benziner ohne Allradantrieb, und den R 500 4Matic. Der R 350 hat einen etwas phlegmatischen Antritt. Laut Werksangabe beschleunigt er in 8,2 Sekunden auf 100 km/h, wir haben ihn mit 10 Sekunden gestoppt. Allerdings war der Testwagen auch mit einer Menge Zusatzausstattung befrachtet. Richtig spritzig ist das 2,2 Tonnen schwere Reisemobil nicht, aber für flottes Reisen auf Autobahn und Landstraße reicht es locker. Wer mehr Überhol-Power möchte, ist mit dem R 500 4Matic besser bedient. Den Durchschnittsverbrauch des R 350 gibt Mercedes mit 11,3 Litern an - bei unseren Testfahrten war es rund ein Liter mehr.

Von Hand schalten muss man die R-Klasse nie - alle Modelle verfügen über das 7G-Tronic Automatikgetriebe. Das wird in typisch amerikanischer Manier mit einem Hebel am Lenkrad bedient oder mit Drucktasten hinter dem Volant.

Gegen Aufpreis bietet Mercedes die komplette Palette an Komfortoptionen und Assistenzsystemen an, vom automatischen Abstandshalter Distronic bis zum DVD-System mit Fernbedienung. Da die R-Klasse ohnehin kein Fahrdynamik-Wunder ist, bietet es sich also an, eine kleinere Motorisierung zu wählen (wir fanden schon den R 280 CDI ausreichend flott) und dafür mehr Luxus für die Reise an Bord zu packen.

Perfekte Tourerqualitäten, in der City unhandlich

Ein großes Plus der R-Klasse ist ihr Fahrkomfort. Vor allem mit der optionalen Luftfederung gleitet der Sternenkreuzer sänftengleich und ruhig über die Autobahn. Bei schnellen Lastwechselreaktion wird die Fahrt allerdings zur Schaukelpartie, wobei die sehr indirekte Lenkung nicht gerade eine große Hilfe ist. Der Sport-Modus mit strafferer Fahrwerksabstimmung schafft etwas Abhilfe, rüttelt bei Querfugen aber die Fond-Passagiere durch.

Während die R-Klasse auf Langstrecken perfekte Tourer-Qualitäten beweist, ist sie in der City ziemlich unhandlich. Vor allem die Breite (mit 1922 Millimetern sogar einen Hauch mehr als beim GL und satte zehn Zentimeter mehr als bei der E-Klasse) und die unübersichtliche Front schmälern die Aussichten auf geeignete Parkplätze.

Der R 350 kostet in der kurzen Version 49.920 Euro, die Langversion schlägt mit 51.705 Euro zu Buche. Zur reichhaltigen Serienausstattung gehören CD-Radio, teilelektrische Vordersitze (Längsverstellung mechanisch), Nebelscheinwerfer, Lichtautomatik und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Allerdings hat die Basisversion nur vier Sitze: Die 4+2-Version kostet 833 Euro Aufpreis, die 5+2-Variante satte 2618 Euro. Dann ist aber die Stahl-/Luftfederung mit Niveauregulierung an der Hinterachse enthalten.

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(sueddeutsche.de/Pressinform)