Es dauerte lange Jahre, bis Marcus Schrammen mit seinem äußerst seltenen Ford 26 M, den die Firma Deutsch einst zum Cabrio umbaute, auf die Straße konnte.
In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.
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Es dauerte, bis es wieder auf die Straße konnte: dass äüßerst seltene Ford P7b Cabrio (© Foto: Carsablanca)
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Es gibt Fahrzeuge, die haben ihren Platz im Leben eines Menschen, weil einfach jede Menge Erinnerungen daran hängen. Oft verbringt dieser Mensch später dann auch viel Zeit mit der Suche nach einem Exemplar, das Auto von einst möglichst nahekommt. Diese Mühe konnte Marcus Schrammen (cabriomarcus) sich sparen: Das Auto seiner Kindheit wartete 18 Jahre lang auf ihn. Mühe machte es dennoch...
"Den Wagen hat mein Vater irgendwann in den siebziger Jahren einem Kunden seiner Tankstelle abgekauft, einem Türken", erinnert sich Marcus Schrammen. Das von der Kölner Firma Deutsch auf Basis der zweitürigen P7b Limousine gebaute Cabrio war damals schon ein seltenes Exemplar, erst recht in der Topversion 26 M. Ein paar Jahre lief der offene Ford bei Schrammens im Alltag, dann meldete der Vater ihn ab. Danach stand der seltene Ford, erst unter einem Carport, später in einer Garage. Insgesamt 18 Jahre lang wartete der Sechszylinder darauf, wieder erweckt zu werden.
Mitte der neunziger Jahre war es dann so weit: Marcus Schrammen erwarb den offenen 26 M von seinem Vater zu einem familieninternen Vorzugspreis und machte sich an die Wiederbelebung. "Damals hatte ich noch nicht so viel Ahnung von der Materie und habe in meiner Ungeduld wohl ein paar Anfängerfehler gemacht", gibt der Mann aus dem Bergischen Land zu. So wurde der festsitzende Motor gegen ein Austauschaggregat ausgewechselt, die notwendigen Schweißarbeiten erledigt, und dann brachte Marcus Schrammen den Ford zum TÜV zwecks Vollabnahme. "Die hat er dann auch bestanden, und danach habe ich ihn gefahren", berichtet der Solinger. Allerdings war ihm nach einer Saison klar: "So war das nix auf Dauer. Da musste man gründlich dran gehen!" Unter anderem war die Aufnahme für den Stabilisator an der Beifahrerseite mittlerweile marode.
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Umweltstiftung WWF in der Kritik
.. haben Sie sich da 'wiederhergestellt'; großes Kompliment an Ihre Tatkraft und an Ihren automobilen Geschmack.
Als ehemalige 20 M Coupé und 26M Fahrerin kann ich allerdings Ihre gnädige Untertreibung von 'ca. 12 Liter auf 100 km ' nicht teilen. Meine Säufer unter der Motorhaube verputzte den 55 Liter Tank in spätestens 300 km. Das entspricht einem Hauch unter 20 l/100 k.
Trotzdem.... allzeit Gute Fahrt!