Über 500.000 Kilometer, abgespult in 30 Jahren - das schaffen nicht viele Autos. Der weiße Ford 20M von Alfred Vogel hat diese Marke geknackt - und ein Ende ist nicht abzusehen.
In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.
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Im Dienst seit Anfang der siebziger Jahre: Ford 20M Turnier (© Foto: Carsablanca)
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"Ich hätte nie gedacht, dass ich den so lange behalte!" Alfred Vogel (turnierfan) hatte nichts anderes als den Kauf eines Alltagsautos im Sinn, als er den weißen Taunus Turnier erwarb. An einem warmen Junitag war das, zu Beginn der siebziger Jahre. Vogel, damals junger Familienvater, suchte nach einem "vernünftigen Wagen mit Platz", denn der bisherige Wagen war für die Familie mit drei Kindern einfach zu eng. Die Entscheidung zugunsten des weißen 20M Turnier fiel schließlich, weil er für den geforderten Kaufpreis den besten Gegenwert bot.
Die Form des ab August 1967 gefertigten Modells (Werkscode: P7) war den deutschen Käufern zu amerikanisch geraten. Hinzu kam, dass er gegenüber dem Vorgängermodell P5 zwar größere Außenmaße aufwies, im Innenraum oder im Gepäckabteil war davon aber nicht wirklich etwas zu merken. Die Kölner Verkaufsstrategen wurden umgehend aktiv und schoben nach nicht einmal einem Jahr einen deutlich "europäisierten" Mittelklasse-Ford mit der internen Bezeichnung P7b nach.
Aber: Gerade einmal 155.780 Einheiten des Ford mit dem amerikanisch wirkenden Hüftschwung hatten die Kölner im Laufe der Zeit unters Volk gebracht. So kam es, dass der Wagen, den Alfred Vogel aus Firmenbesitz kaufte, zwar fast neu war, aber dennoch bereits nicht mehr hergestellt wurde. Das machte sich natürlich auch im Preis bemerkbar. "Einen viertürigen Kombi mit Sechszylindermotor hätte ich mir sonst wohl nicht geleistet", meint Vogel.
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