Nein, dieses Auto ist nicht selten, es ist einmalig. Die Geschichte des Vignale lehrt, dass man sich von solchen Preziosen nie trennen sollte.

In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.

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In all seiner majestätischen Schönheit: Alfa Romeo Vignale (© Foto: Carsablanca)

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Bei manchem automobilen Virus handelt es sich offenbar um eine Art "Erbkrankheit". Als Beweis könnte Max Bertschinger (alphamax) mit seiner Alfa-Leidenschaft herhalten: Schon sein Vater und Großvater waren echte Alfisti, die zum Teil sehr rare Modelle besaßen. Eines davon hat Bertschinger nach langen Jahren wieder gefunden - und nach Hause geholt: ein einmaliges Coupé, den Prototyp der extrem seltenen 2000 S Vignale Version.

Aus den insgesamt 47 an Vignale gelieferten Chassis mit der Typenbezeichnung AR102.02 (abgeleitet vom 2000 Spider) entstand 1958 lediglich ein einziges Modell - das vier Jahre später in den Besitz der Familie Bertschinger kommen sollte. Es wurde im März 1959 anlässlich des Genfer Salons auf dem Stand von Vignale vorgestellt. Das gleiche Fahrzeug, allerdings mit einer anderen Frontpartie und anderen seitlichen Kiemen, war im Dezember 1958 auf dem Turiner Salon zu sehen.

Es ist anzunehmen, dass es sich bei beiden Ausstellungsobjekten um dasselbe Fahrzeug handelte, denn zur damaligen Zeit wurden Karosserien kurzfristig abgeändert. Das würde auch die mehrschichtigen Farbaufträge im Frontbereich von Max Bertschingers Vignale erklären, die man bei der Restaurierung offen legte. Das wichtigste Indiz für die These, dass es sich hier um seinen Vignale handelt, ist aber die Chassis-Nr. AR102.02.00001.

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  1. Sie lesen jetzt Heimkehr eines Einzelstücks
  2. 1962 kaufte die Familie den Vignale zum ersten Mal
  3. 2007 kaufte die Familie den Vignale zum zweiten Mal
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