Bentley-Historie Sir Walter und das geflügelte B

Bentley Motors: Wie die Marke zu dem wurde, was sie heute ist.

Es war ein bitterkalter Winter 1919, als Walter Owen Bentley, später nur noch W.O. genannt, und sein Bruder Horace nahe der Londoner Baker Street ihr gemeinsames Projekt aus der Taufe hoben: Bentley Motors.

Und schon im Oktober war ihr erstes Auto fertig, ein offener Sportwagen mit frei liegenden Rädern und angetrieben von einem Drei-Liter-Vierzylindermotor mit 65 PS.

Frank Clement holte damit 1921 in Brooklands den ersten Rennsieg für die Marke, und im September bekam ein Glücklicher namens Noel van Raalte den ersten Bentley ausgeliefert - einen Drei-Liter-Saloon mit einer Karosserie von Easter.

Probleme mit den Finanzen

Doch den ehrgeizigen Brüdern stand der Sinn nach mehr: Schon 1925 folgte ein 6,5-Liter. Nur mit den Finanzen tat man sich schwer.

Woolf Barnato, einer der legendären Bentley-Boys, die in den Zwanzigern nicht weniger als viermal die 24 Stunden von Le Mans gewannen, sprang als Investor ein und übernahm auch gleich noch den Chefsessel.

Doch schon 1931 kaufte Rolls-Royce das Bentley Motors Business, Auftakt einer symbiotischen Allianz der Marken, die sich in einer langen Reihe gemeinsamer Modelle ausdrückte.

Bentley kam dabei stets die Aufgabe der sportlicheren Versionen zu, andererseits verfestigte sich aber auch das Image, stets die Nummer zwei nach den überragenden Rolls-Royce, der Marke der Könige zu spielen. Erst 1998, nach 67 gemeinsamen Jahren, trennten sich die Wege der beiden Marken wieder.

In einem Verhandlungsschacher zwischen Volkswagen und BMW geht RR an VW, aber die Namensrechte an BMW. 2002 sagt VW zu, 500 Millionen Pfund in Bentley zu investieren.