Süddeutsche Zeitung

Fußball:Tuchel und Chelsea zittern sich ins Cup-Achtelfinale

Nationalspieler Timo Werner gelingt sein erstes Saisontor. Mick Schumacher fährt auch 2022 für Haas in der Formel 1. Die USA wollen nur vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Personen zu den Winterspielen entsenden.

Meldungen im Überblick

Fußball, England: Thomas Tuchel hat mit dem FC Chelsea das Achtelfinale im englischen Liga-Cup erreicht. In der dritten Runde setzte sich sein Team am Mittwoch im Elfmeterschießen gegen Aston Villa mit 4:3 durch. Nach Ende der regulären Spielzeit hatte es 1:1 (0:0) gestanden, eine Verlängerung gab es nicht. Die Führung für Blues hatte der deutsche Nationalspieler Timo Werner per Kopf erzielt (54. Minute), Cameron Archer glich zehn Minuten später für Villa aus. Auch als Thomas Tuchel in der 76. Minute Stürmerstar Romelu Lukaku einwechselte, gelang seinem Team kein Treffer mehr in der regulären Spielzeit. Der Belgier traf aber im anschließenden Elfmeterschießen.

Der Tabellendritte Manchester United schied durch eine 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen West Ham United aus. Ohne Zugang Cristiano Ronaldo, der gar nicht im Kader stand, hatten die Gastgeber zwar mehr Ballbesitz, waren aber im gegnerischen Strafraum nicht treffsicher. So reichte West Ham ein frühes Tor des Argentiniers Manuel Lanzini in der 9. Minute zum Weiterkommen.

Motorsport: Mick Schumacher fährt auch in seiner zweiten Formel-1-Saison für den US-Rennstall Haas. Wie die Amerikaner am Donnerstag bekanntgaben, erhält der 22-Jährige einen Vertrag für das Jahr 2022. Weitere Details der Zusammenarbeit wurden nicht verkündet. Schumacher fährt seit diesem Jahr in der Motorsport-Königsklasse und hat sich im unterlegenen Auto auch ohne WM-Punkte für mindestens eine weitere Saison empfohlen. Teamkollege des Sohns von Rekordweltmeister Michael Schumacher bleibt der ebenfalls 22 Jahre alte Russe Nikita Masepin.

"Das erste Jahr zusammen mit Haas ist sehr spannend und lehrreich. Ich bin sicher, dass ich all meine Erfahrungen, die ich gesammelt habe, in das kommende Jahr einbringen kann", sagte Schumacher in einer Mitteilung. Schumacher, der zur Nachwuchs-Akademie von Ferrari gehört, kam als Meister der wichtigsten Nachwuchsrennserie Formel 2 in die Formel 1. Sein bislang bestes Resultat ist ein zwölfter Platz beim Großen Preis von Ungarn.

In der kommenden Saison soll es für Haas auch vor dem Hintergrund eines neues Regelwerks und veränderten Autos weiter nach vorne gehen. Das Team arbeitet bereits intensiv an der Entwicklung des neuen Wagens und hat die Arbeit am aktuellen Fahrzeug eingestellt.

Fußball, Frauen: Das Uefa-Exekutivkomitee hat auf seiner Sitzung im moldauischen Chisinau eine Verdoppelung der finanziellen Ausschüttungen an die Teilnehmer der Frauen-Europameisterschaft 2022 in England beschlossen. Wie der Europaverband dazu am Donnerstag mitteilte, wurde zudem ein neues Verteilungsmodell verabschiedet. Demnach erhalten die 16 für die EM-Endrunde 2022 qualifizierten Teams insgesamt 16 Millionen Euro. Bei der EM 2017 in den Niederlanden war lediglich die Hälfte dieser Summe ausgezahlt worden.

Der neue Verteilungsschlüssel sehe eine Erhöhung der garantierten Beträge sowie leistungsbezogene Bonuszahlungen für die Gruppenphase vor, hieß es dazu von der Uefa. Darüber hinaus genehmigte das Exekutivkomitee erstmals die Einführung eines Ausschüttungsprogramms für Klubs. Demnach stellt der Europaverband einen Gesamtbetrag in Höhe von 4,5 Millionen Euro für jene Vereine zur Verfügung, die Spielerinnen für die EM-Endrunde 2022 abstellen. dpa

Olympia: Die USA wollen nur vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Personen zu den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) entsenden. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Leitlinien des Olympischen und Paralympischen Komitees der Vereinigten Staaten (USOPC) hervor. Die Vorschriften besagen, dass ab dem 1. November sämtliche Mitarbeiter, Athleten, Auftragnehmer und andere Personen, die Zugang zu USOPC-Einrichtungen haben, gegen das Coronavirus geimpft sein müssen. Bis zum 1. Dezember wird das Mandat auf alle Mitglieder der US-Delegationen oder potenzielle Teilnehmer an künftigen Spielen ausgeweitet.

Bei den Sommerspielen in Tokio hatte das USOPC die Covid-19-Impfung für seine Mitglieder nicht vorgeschrieben. Rund 100 der 613 Athleten des US-Teams reisten im vergangenen Juli ohne Impfschutz nach Japan. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat ebenfalls kein Impfmandat für Aktive erlassen, die an seinen Veranstaltungen teilnehmen. Das USOPC erklärte, es werde Ausnahmen von der Impfpflicht von Fall zu Fall prüfen. Ungeimpfte Personen, die eine Ausnahmegenehmigung erhalten, müssen sich demnach täglich Coronatests unterziehen, die vom USOPC finanziert werden.

Basketball: Nationalspielerin Satou Sabally hat vor dem ersten Playoff-Spiel ihrer WNBA-Karriere weiter Probleme an der Achillessehne. Ihr Team Dallas Wings änderte den Status der 23 Jahre alten Berlinerin einen Tag vor dem Spiel gegen die Chicago Sky am Donnerstagabend (Ortszeit) zu "fraglich". Auch an den Interview-Runden vor der Erstrundenpartie in Chicago nahm Sabally am Mittwoch nicht teil. Sabally hatte zuletzt wochenlang gefehlt, dann im letzten Hauptrundenspiel am Wochenende gegen Indiana Fever aber fast 20 Minuten lang gespielt.

Handball: Der THW Kiel hat auch das zweite Vorrundenspiel in der Champions League gewonnen. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit setzte sich der deutsche Rekordmeister am Mittwoch gegen den norwegischen Champion Elverum HB mit 41:36 (20:20) durch. Beste Werfer waren der Kieler Harald Reinkind und Elverums Eric Johansson mit je sieben Treffern. Die Norweger überraschten die Kieler zunächst mit viel Tempo. 3:0 (3.) und 7:3 (8.) lag Elverum in Führung. Erst allmählich kamen die "Zebras" ins Spiel.

Pavel Horak glich zum 11:11 (14.) aus, Steffen Weinhold sorgte mit dem 12:11 (16.) für die erste Führung der Gastgeber. Die Norweger konterten erneut, erst in der 35. Minute lagen die Kieler beim 24:22 erstmals mit zwei Treffern in Führung. Bei Elverum machte sich im Laufe der zweiten Halbzeit ein Kräfteverschleiß bemerkbar. Dazu zeigte Niklas Landin, der nach der Pause das Kieler Tor hütete, einige starke Paraden.

Fußball, Forbes: Cristiano Ronaldo und Lionel Messi sind auch nach ihren spektakulären Vereinswechseln in finanzieller Hinsicht das Maß aller Dinge im Weltfußball. Der Portugiese erhält nach seiner Rückkehr zu Manchester United laut dem Forbes-Magazin jährlich 125 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 107 Millionen Euro. Dauerrivale Messi, nun in Diensten von Paris Saint-Germain, verdient "nur" rund 94 Millionen Euro pro Jahr, im vergangenen Jahr hatte er die Liste noch angeführt.

Beim Jahresgehalt hat Messi (64 Millionen Euro) zwar die Nase vor Ronaldo (60 Mio.), allerdings kassiert CR7 rund 17 Millionen Euro mehr durch Werbeeinnahmen. Hinter Messi auf den Rängen drei und vier liegen seine PSG-Sturmpartner Neymar (81 Mio.) und Kylian Mbappe (37 Mio.). Weltfußballer Robert Lewandowski vom deutschen Rekordmeister Bayern München folgt mit 30 Millionen Euro auf Rang sechs. Auch der mittlerweile 37-jährige Andres Iniesta taucht in den Top-10 der Liste des US-Wirtschaftsmagazins auf. Der Vertrag des Weltmeisters von 2010 beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe ist mit 26 Millionen Euro pro Jahr dotiert.

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