Krieg in der Geburtsklinik

Ein seltener Moment des Glücks: In der Geburtsklinik von Mariupol passiert inmitten dieses Krieges ein Wunder, das hier sonst Alltag ist - ein Kind kommt zur Welt.

Seit mehr als einer Woche greifen russische Truppen die Stadt an und der Krieg hat längst den Kreißsaal erreicht.

Der ukrainische Fotograf Evgeniy Maloletka berichtet seit Tagen aus dem Krankenhaus von Mariupol - und dokumentiert so eindringlich die Schrecken dieses Krieges.

6. März 2022

Ein Bild wie aus einer anderen Zeit. Kateryna Suharokova küsst ihren neugeborenen Sohn Makar.

Dieser Augenblick des Glücks ist flüchtig.

Oben treffen Raketen die Stadt. Auch das Krankenhaus wird beschossen. Pflegerinnen und Pfleger haben Kateryna und die anderen Mütter und Kinder deshalb in den Keller gebracht, für ein wenig mehr Sicherheit.

Wer oben ist, wirft sich auf den Boden, wenn ein Einschlag in der Nähe zu hören ist.

Mariupol ist eine der am schwersten getroffenen Städte dieses Krieges. Bürgermeister Boitschenko wandte sich mit einem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit. Er spricht von "Ruinen" und "kolossaler“ Zerstörung und sagt "Das Mariupol, das Sie kannten, gibt es nicht mehr."

Durch die zunehmenden Bombardierungen sei auch die Zahl der Verletzten zuletzt in die "Tausende“ gestiegen, sagt Boitschenko. Wie viele Menschen ums Leben gekommen seien, sei schwer zu zählen, da man den sechsten Tag praktisch durchgehend unter Beschuss stehe.

Und viele dieser Verletzten landen in der Geburtsklinik.

Wo sonst Kinder zur Welt kommen versorgen Ärzte und Pflegekräfte im Akkord die Verletzten dieses Krieges.

Und weil es schon lange nicht mehr genügend Platz gibt, werden auch die Flure zu Behandlungszimmern.

Für viele kommt die Hilfe zu spät. Einer von ihnen wird an diesem Tag Kirill sein. Kirill wurde von einem russischen Raketenangriff schwer verletzt. Die Eltern, Marina und Fedor, rennen um das Leben ihres 18 Monate alten Kindes.

Die Ärzte kämpfen um das Leben des kleinen Jungen.

Am Ende bleibt nur Trauer.

Trauer und Erschöpfung.

Vor dem Krankenhaus schlagen weiter die Raketen ein.

Krieg in der Geburtsklinik

Ein seltener Moment des Glücks: In der Geburtsklinik von Mariupol passiert inmitten dieses Krieges ein Wunder, das hier sonst Alltag ist - ein Kind kommt zur Welt.

Seit mehr als einer Woche greifen russische Truppen die Stadt an und der Krieg hat längst den Kreißsaal erreicht.

Der ukrainische Fotograf Evgeniy Maloletka berichtet seit Tagen aus dem Krankenhaus von Mariupol - und dokumentiert so eindringlich die Schrecken dieses Krieges.

Ein Bild wie aus einer anderen Zeit. Kateryna Suharokova küsst ihren neugeborenen Sohn Makar.

Dieser Augenblick des Glücks ist flüchtig.

Oben treffen Raketen die Stadt. Auch das Krankenhaus wird beschossen. Pflegerinnen und Pfleger haben Kateryna und die anderen Mütter und Kinder deshalb in den Keller gebracht, für ein wenig mehr Sicherheit.

Wer oben ist, wirft sich auf den Boden, wenn ein Einschlag in der Nähe zu hören ist.

Mariupol ist eine der am schwersten getroffenen Städte dieses Krieges. Bürgermeister Boitschenko wandte sich mit einem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit. Er spricht von "Ruinen" und "kolossaler“ Zerstörung und sagt "Das Mariupol, das Sie kannten, gibt es nicht mehr."

Durch die zunehmenden Bombardierungen sei auch die Zahl der Verletzten zuletzt in die "Tausende“ gestiegen, sagt Boitschenko. Wie viele Menschen ums Leben gekommen seien, sei schwer zu zählen, da man den sechsten Tag praktisch durchgehend unter Beschuss stehe.

Und viele dieser Verletzten landen in der Geburtsklinik.

Wo sonst Kinder zur Welt kommen versorgen Ärzte und Pflegekräfte im Akkord die Verletzten dieses Krieges.

Und weil es schon lange nicht mehr genügend Platz gibt, werden auch die Flure zu Behandlungszimmern.

Für viele kommt die Hilfe zu spät. Einer von ihnen wird an diesem Tag Kirill sein. Kirill wurde von einem russischen Raketenangriff schwer verletzt. Die Eltern, Marina und Fedor, rennen um das Leben ihres 18 Monate alten Kindes.

Die Ärzte kämpfen um das Leben des kleinen Jungen.

Am Ende bleibt nur Trauer.

Trauer und Erschöpfung.

Vor dem Krankenhaus schlagen weiter die Raketen ein.

Team
Digitales Storytelling Wolfgang Jaschensky