Schwere Kämpfe

Krieg in der Ukraine. Eine Dokumentation in Bildern.

Der achte Tag

Auch am achten Tag der russischen Invasion in die Ukraine gehen die schweren Angriffe gegen zahlreiche Städte des Landes – hier Schytomyr – weiter, die Folgen werden immer dramatischer.

In Kiew wurden mehrere Explosionen nahe einer Metrostation gehört. Viele Bewohner Kiews schlafen in U-Bahn-Stationen, um vor den nächtlichen Angriffen besser geschützt zu sein.

Immer mehr Menschen fliehen, wie diese Frau mit ihrer Familie über eine zerstörte Brücke in einem Vorort Kiews. Die Vereinten Nationen rechnen bereits mit mehr als einer Million Flüchtlingen.

Von Christine Kokot, Stefanie Preuin und Wolfgang Jaschensky

3. März 2022

Kiew

Reste einer Normalität, die es so in der ukrainischen Hauptstadt wohl lange nicht mehr geben wird: Ein Fitnessstudio, das von einem Raketenangriff völlig zerstört wurde.

Viele fliehen vor den Angriffen in die Kiewer U-Bahn. Eine von ihnen ist Natalia Badylevych, 42. Doch auch hier können sich die Menschen nicht mehr sicher fühlen. Es wurden mehrere Explosionen nahe einer Metrostation gehört, auf Videos in sozialen Netzwerken waren mächtige Detonationen zu sehen. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Luftangriff handelt und was die Ziele gewesen sein könnten.

Im Gespräch mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat Russlands Präsident Putin offenbar bestritten, Kiew zu bombardieren. Das Bild zeigt ein Logistikzentrum in Kiew nach dem Einschlag einer Rakete.

Gorenka

Noch schlimmer ist die Situation in den Vororten Kiews, wie hier in Gorenka. Andrey Goncharuk, 68, Reservist der ukrainischen Armee, steht im Hinterhof eines Hauses, das von einem russischen Luftschlag völlig zerstört wurde.

Borodyanka

Heftige Gefechte gab es auch in der Kleinstadt nordwestlich von Kiew.

Sanitäter versuchen hier, Verletzten zu helfen, nachdem eine Bombe in einem Wohngebiet eingeschlagen ist. Doch die Lage ist unübersichtlich und Informationen schwer zu überprüfen.

Schytomyr

Auch zwei Auto-Stunden westlich verstärken die russischen Streitkräfte ihre Angriffe. In der 270 000-Einwohner-Stadt berichteten Menschen in sozialen Netzwerken von vielen Explosionen in der Nacht.

Charkiw

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) trauert um eine ukrainische Mitarbeiterin. Die Frau sei am Dienstag beim Beschuss der ukrainischen Großstadt Charkiw gestorben, als sie Vorräte für ihre Familie besorgen wollte, teilte die OSZE am Mittwoch mit. Wie auch in den Tagen zuvor war Charkiw auch in der Nacht zum Donnerstag wieder unter massiven Beschuss geraten.

Mariupol

Pro-russische Separatisten auf einer Straße vor Mariupol: Die südukrainische Hafenstadt ist nach Angaben von Bürgermeister Wadym Bojtschenko nach Luftangriffen ohne Wasser, Heizung und Strom. "Heute war der härteste aller sieben Kriegstage", sagte Bojtschenko der Agentur Unian. Die Stadt hat strategisch große Bedeutung.

Ein stellvertretender Bürgermeister der Stadt, Serhij Orlov, beschreibt die Lage gegenüber der BBC als "nahe an einer humanitären Katastrophe". Er rechne mit Hunderten Toten allein in einem völlig zerstörten Stadtdistrikt. Aber auch inmitten der Wirren dieses Krieges kommen Kinder zur Welt.

Berlin

Die Klimaschutzinitiative Fridays for Future hat weltweit zu Demonstrationen aufgerufen. In Berlin beteiligten sich Polizeiangaben zufolge 5000 Menschen an der Demonstration. Die Sprecherin der Bewegung, Carla Reemtsma, sagte: „Das ist ein fossiler Krieg, die Antwort darauf muss der Ausstieg aus den fossilen Energien sein und der Einstieg in die Erneuerbaren.“

Hamburg

In Hamburg sind nach Angaben von Fridays for Future am Donnerstag 120 000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Polizei hatte zuvor von lediglich 20 000 Teilnehmern berichtet.

Edinburgh

Eine Demonstrantin vor dem schottischen Parlament, wo sich ebenfalls Aktivisten versammelten.

Zahony, Ungarn

Ankunft in Sicherheit: In der kleinen Grenzstadt im Dreiländereck zwischen Ukraine, Ungarn und Slowakei treffen Menschen ein, die viel verloren, aber ihr Leben gerettet haben.

Berlin

Auch am Berliner Hauptbahnhof treffen inzwischen mehr ukrainische Geflüchtete ein. Helfer bieten Essen und Schlafplätze an.

Palanca, Moldawien

Auch im Bus verlassen Tausende Ukrainer jeden Tag ihr Land. Dieses Mädchen ist auf dem Weg gen Süden in Moldawiens Hauptstadt Chișinău.

La Teste-de-Buch, Frankreich

Auch für sie gibt es keine Normalität mehr. Balletttänzerinnen der Kiewer Ballettschule gastieren in Frankreich für einen Auftritt, verbringen aber jede freie Minute an ihren Handys, um sich über die Lage in der Heimat zu informieren.

Schwere Kämpfe

Krieg in der Ukraine. Eine Dokumentation in Bildern.

Der achte Tag

Auch am achten Tag der russischen Invasion in die Ukraine gehen die schweren Angriffe gegen zahlreiche Städte des Landes – hier Schytomyr – weiter, die Folgen werden immer dramatischer.

In Kiew wurden mehrere Explosionen nahe einer Metrostation gehört. Viele Bewohner Kiews schlafen in U-Bahn-Stationen, um vor den nächtlichen Angriffen besser geschützt zu sein.

Immer mehr Menschen fliehen, wie diese Frau mit ihrer Familie über eine zerstörte Brücke in einem Vorort Kiews. Die Vereinten Nationen rechnen bereits mit mehr als einer Million Flüchtlingen.

Von Christine Kokot, Stefanie Preuin und Wolfgang Jaschensky

Kiew

Reste einer Normalität, die es so in der ukrainischen Hauptstadt wohl lange nicht mehr geben wird: Ein Fitnessstudio, das von einem Raketenangriff völlig zerstört wurde.

Viele fliehen vor den Angriffen in die Kiewer U-Bahn. Eine von ihnen ist Natalia Badylevych, 42. Doch auch hier können sich die Menschen nicht mehr sicher fühlen. Es wurden mehrere Explosionen nahe einer Metrostation gehört, auf Videos in sozialen Netzwerken waren mächtige Detonationen zu sehen. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Luftangriff handelt und was die Ziele gewesen sein könnten.

Im Gespräch mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat Russlands Präsident Putin offenbar bestritten, Kiew zu bombardieren. Das Bild zeigt ein Logistikzentrum in Kiew nach dem Einschlag einer Rakete.

Gorenka

Noch schlimmer ist die Situation in den Vororten Kiews, wie hier in Gorenka. Andrey Goncharuk, 68, Reservist der ukrainischen Armee, steht im Hinterhof eines Hauses, das von einem russischen Luftschlag völlig zerstört wurde.

Borodyanka

Heftige Gefechte gab es auch in der Kleinstadt nordwestlich von Kiew.

Sanitäter versuchen hier, Verletzten zu helfen, nachdem eine Bombe in einem Wohngebiet eingeschlagen ist. Doch die Lage ist unübersichtlich und Informationen schwer zu überprüfen.

Schytomyr

Auch zwei Auto-Stunden westlich verstärken die russischen Streitkräfte ihre Angriffe. In der 270 000-Einwohner-Stadt berichteten Menschen in sozialen Netzwerken von vielen Explosionen in der Nacht.

Charkiw

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) trauert um eine ukrainische Mitarbeiterin. Die Frau sei am Dienstag beim Beschuss der ukrainischen Großstadt Charkiw gestorben, als sie Vorräte für ihre Familie besorgen wollte, teilte die OSZE am Mittwoch mit. Wie auch in den Tagen zuvor war Charkiw auch in der Nacht zum Donnerstag wieder unter massiven Beschuss geraten.

Mariupol

Pro-russische Separatisten auf einer Straße vor Mariupol: Die südukrainische Hafenstadt ist nach Angaben von Bürgermeister Wadym Bojtschenko nach Luftangriffen ohne Wasser, Heizung und Strom. "Heute war der härteste aller sieben Kriegstage", sagte Bojtschenko der Agentur Unian. Die Stadt hat strategisch große Bedeutung.

Ein stellvertretender Bürgermeister der Stadt, Serhij Orlov, beschreibt die Lage gegenüber der BBC als "nahe an einer humanitären Katastrophe". Er rechne mit Hunderten Toten allein in einem völlig zerstörten Stadtdistrikt. Aber auch inmitten der Wirren dieses Krieges kommen Kinder zur Welt.

Berlin

Die Klimaschutzinitiative Fridays for Future hat weltweit zu Demonstrationen aufgerufen. In Berlin beteiligten sich Polizeiangaben zufolge 5000 Menschen an der Demonstration. Die Sprecherin der Bewegung, Carla Reemtsma, sagte: „Das ist ein fossiler Krieg, die Antwort darauf muss der Ausstieg aus den fossilen Energien sein und der Einstieg in die Erneuerbaren.“

Hamburg

In Hamburg sind nach Angaben von Fridays for Future am Donnerstag 120 000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Polizei hatte zuvor von lediglich 20 000 Teilnehmern berichtet.

Edinburgh

Eine Demonstrantin vor dem schottischen Parlament, wo sich ebenfalls Aktivisten versammelten.

Zahony, Ungarn

Ankunft in Sicherheit: In der kleinen Grenzstadt im Dreiländereck zwischen Ukraine, Ungarn und Slowakei treffen Menschen ein, die viel verloren, aber ihr Leben gerettet haben.

Berlin

Auch am Berliner Hauptbahnhof treffen inzwischen mehr ukrainische Geflüchtete ein. Helfer bieten Essen und Schlafplätze an.

Palanca, Moldawien

Auch im Bus verlassen Tausende Ukrainer jeden Tag ihr Land. Dieses Mädchen ist auf dem Weg gen Süden in Moldawiens Hauptstadt Chișinău.

La Teste-de-Buch, Frankreich

Auch für sie gibt es keine Normalität mehr. Balletttänzerinnen der Kiewer Ballettschule gastieren in Frankreich für einen Auftritt, verbringen aber jede freie Minute an ihren Handys, um sich über die Lage in der Heimat zu informieren.