Im Widerstand

Krieg in der Ukraine. Eine Dokumentation in Bildern.

Der siebte Tag

Die Ukrainer trainieren das Werfen von Molotowcocktails und errichten Panzersperren. Der Wille zur Verteidigung ist groß, trotz der russischen Übermacht.

Aber mitten in den Wirren dieses Krieges, mitten zwischen Leid und Tod, beginnt auch Leben.

Von Thomas Gröbner, Christian Helten, Christine Kokot und Stefanie Preuin

2. März 2022

Kiew

Die Hauptstadt bereitet sich auf den bevorstehenden Angriff der russischen Truppen vor. Das Foto zeigt eine durch das Fenster eines Autos aufgenommene Barrikade aus Straßenbahnen, Bussen und Sandsäcken.

Überall in der Stadt türmen sich wie hier am Unabhängigkeitsplatz Sandhaufen auf, aus denen Barrikaden werden sollen.

Auch am siebten Tag des Krieges ist für viele Bewohner Kiews die Metro ein Zufluchtsort.

Neues Leben unter Neonröhren: Wenn die Sirenen heulen, wird der Keller dieser Geburtsklinik in Kiew als Luftschutzbunker genutzt.

Bucha

In der Stadt nahe Kiew sind ganze Straßen zu Panzerfriedhöfen geworden.

Die Stadt liegt etwa 40 Autominuten westlich der Hauptstadt. Dieser ukrainische Kämpfer steht vor den Überresten eines russischen Militärfahrzeugs.

Bilder von russischen Truppen können westliche Journalisten derzeit jedoch kaum bekommen, die Quellenlage ist häufig unklar. Auch Informationen von offiziellen Stellen auf ukrainischer Seite müssen mit Vorsicht interpretiert werden.

Schytomyr

Es gibt nur verwackelte Bilder aus der ukrainischen Großstadt Schytomyr, wo in der Nacht ein Luftangriff gemeldet wurde. Die Stadt liegt rund 140 Kilometer westlich von Kiew, was auf eine Ausweitung des Kampfgebietes deuten würde. Denn bislang waren Angriffe vor allem im Norden, Osten und Süden des Landes registriert worden.

Vermutlich Marschflugkörper des russischen Typs Kalibr haben zahlreiche Wohngebäude beschädigt, darunter ein Krankenhaus, meldet die Agentur Unian. Der Berater des Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, spricht von vier Toten.

Lwiw

Der Krieg reißt Familien und Liebende auseinander. Dieses Paar nimmt in in Lwiw (Lemberg) Abschied voneinander .

Die Stadt liegt nur 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, trotzdem heulen auch hier die Sirenen. Patienten wie dieser verwundete Soldat suchen im Keller des Militärhospitals Schutz.

Dieser Soldat schleppt sich auf Krücken durch die Gänge des Krankenhauses. Kampfhandlungen werden aus dieser Gegend nicht gemeldet, deshalb dient die Stadt derzeit auch als ein Logistikzentrum für Hilfslieferungen in die Ukraine.

Charkiw

Aus kaum einer anderen Stadt kommen so viele Bilder und Nachrichten von Zerstörung wie aus der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Ein Gebäude der Universität brennt, nachdem es von russischen Raketen getroffen worden sein soll, wie ukrainische Behörden melden.

Erneut ist damit wohl ein nicht-militärisches Gebäude mitten im Zentrum der Stadt beschossen worden, nachdem gestern eine Rakete am Freiheitsplatz in der Innenstadt einschlug. Die Feuerwehr versucht, wenigstens den Brand am Dach des Universitätsgebäudes zu löschen.

Die Gefechte haben im Norden der Stadt Brücken zerstört, deshalb ist es auch für die Bewohner schwer, voranzukommen.

Iwano-Frankiwsk

Auch im Westen der Ukraine füllen die Menschen bereits Sandsäcke, mit denen sie wichtige Gebäude schützen wollen.

Mariupol

Ein Verletzter wird nach einem Raketenangriff auf Mariupol versorgt, bei dem auch eine Wohngegend getroffen wurde. Die Hafenstadt im Süden der Ukraine ist ein strategisch wichtiges Ziel für die russische Invasion.

New York

Außenministerin Annalena Baerbock sprach in der Nacht vor den Vereinten Nationen. Es war eine ungewöhnlich offene und selbstbewusste Rede, wie sie wohl noch nie jemand aus Deutschland dort gehalten hat, schreibt SZ-Korrespondent Christian Zaschke (SZ Plus).

Washington

US-Präsident Joe Biden richtet nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eine deutliche Botschaft an Russlands Präsidenten Wladimir Putin. „Wenn Diktatoren keinen Preis für ihre Aggression zahlen, verursachen sie mehr Chaos“, sagt Biden am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation. (Lesen Sie hier mit SZ Plus den Bericht von SZ-Korrespondent Hubert Wetzel.)

Es wurde emotional im Kapitol: First Lady Gil Biden umarmt die Botschafterin der Ukraine in den USA, Oksana Markarova.

Im Widerstand

Krieg in der Ukraine. Eine Dokumentation in Bildern.

Der siebte Tag

Die Ukrainer trainieren das Werfen von Molotowcocktails und errichten Panzersperren. Der Wille zur Verteidigung ist groß, trotz der russischen Übermacht.

Aber mitten in den Wirren dieses Krieges, mitten zwischen Leid und Tod, beginnt auch Leben.

Von Thomas Gröbner, Christian Helten, Christine Kokot und Stefanie Preuin

Kiew

Die Hauptstadt bereitet sich auf den bevorstehenden Angriff der russischen Truppen vor. Das Foto zeigt eine durch das Fenster eines Autos aufgenommene Barrikade aus Straßenbahnen, Bussen und Sandsäcken.

Überall in der Stadt türmen sich wie hier am Unabhängigkeitsplatz Sandhaufen auf, aus denen Barrikaden werden sollen.

Auch am siebten Tag des Krieges ist für viele Bewohner Kiews die Metro ein Zufluchtsort.

Neues Leben unter Neonröhren: Wenn die Sirenen heulen, wird der Keller dieser Geburtsklinik in Kiew als Luftschutzbunker genutzt.

Bucha

In der Stadt nahe Kiew sind ganze Straßen zu Panzerfriedhöfen geworden.

Die Stadt liegt etwa 40 Autominuten westlich der Hauptstadt. Dieser ukrainische Kämpfer steht vor den Überresten eines russischen Militärfahrzeugs.

Bilder von russischen Truppen können westliche Journalisten derzeit jedoch kaum bekommen, die Quellenlage ist häufig unklar. Auch Informationen von offiziellen Stellen auf ukrainischer Seite müssen mit Vorsicht interpretiert werden.

Schytomyr

Es gibt nur verwackelte Bilder aus der ukrainischen Großstadt Schytomyr, wo in der Nacht ein Luftangriff gemeldet wurde. Die Stadt liegt rund 140 Kilometer westlich von Kiew, was auf eine Ausweitung des Kampfgebietes deuten würde. Denn bislang waren Angriffe vor allem im Norden, Osten und Süden des Landes registriert worden.

Vermutlich Marschflugkörper des russischen Typs Kalibr haben zahlreiche Wohngebäude beschädigt, darunter ein Krankenhaus, meldet die Agentur Unian. Der Berater des Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, spricht von vier Toten.

Lwiw

Der Krieg reißt Familien und Liebende auseinander. Dieses Paar nimmt in in Lwiw (Lemberg) Abschied voneinander .

Die Stadt liegt nur 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, trotzdem heulen auch hier die Sirenen. Patienten wie dieser verwundete Soldat suchen im Keller des Militärhospitals Schutz.

Dieser Soldat schleppt sich auf Krücken durch die Gänge des Krankenhauses. Kampfhandlungen werden aus dieser Gegend nicht gemeldet, deshalb dient die Stadt derzeit auch als ein Logistikzentrum für Hilfslieferungen in die Ukraine.

Charkiw

Aus kaum einer anderen Stadt kommen so viele Bilder und Nachrichten von Zerstörung wie aus der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Ein Gebäude der Universität brennt, nachdem es von russischen Raketen getroffen worden sein soll, wie ukrainische Behörden melden.

Erneut ist damit wohl ein nicht-militärisches Gebäude mitten im Zentrum der Stadt beschossen worden, nachdem gestern eine Rakete am Freiheitsplatz in der Innenstadt einschlug. Die Feuerwehr versucht, wenigstens den Brand am Dach des Universitätsgebäudes zu löschen.

Die Gefechte haben im Norden der Stadt Brücken zerstört, deshalb ist es auch für die Bewohner schwer, voranzukommen.

Iwano-Frankiwsk

Auch im Westen der Ukraine füllen die Menschen bereits Sandsäcke, mit denen sie wichtige Gebäude schützen wollen.

Mariupol

Ein Verletzter wird nach einem Raketenangriff auf Mariupol versorgt, bei dem auch eine Wohngegend getroffen wurde. Die Hafenstadt im Süden der Ukraine ist ein strategisch wichtiges Ziel für die russische Invasion.

New York

Außenministerin Annalena Baerbock sprach in der Nacht vor den Vereinten Nationen. Es war eine ungewöhnlich offene und selbstbewusste Rede, wie sie wohl noch nie jemand aus Deutschland dort gehalten hat, schreibt SZ-Korrespondent Christian Zaschke (SZ Plus).

Washington

US-Präsident Joe Biden richtet nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eine deutliche Botschaft an Russlands Präsidenten Wladimir Putin. „Wenn Diktatoren keinen Preis für ihre Aggression zahlen, verursachen sie mehr Chaos“, sagt Biden am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation. (Lesen Sie hier mit SZ Plus den Bericht von SZ-Korrespondent Hubert Wetzel.)

Es wurde emotional im Kapitol: First Lady Gil Biden umarmt die Botschafterin der Ukraine in den USA, Oksana Markarova.

Team
Text Christian Helten, Thomas Gröbner
Digitales Storytelling Christian Helten, Thomas Gröbner
Bildredaktion Stefanie Preuin, Christine Kokot
Video Stella Traub