Süddeutsche Zeitung

SZ-Klimakolumne:Hey, ab in den Norden!

Lesezeit: 1 min

Angesichts der Hitze in Südeuropa stellen sich Urlaubern neue Fragen.

Von Christoph von Eichhorn

Spanien, Italien, Kroatien, Slowenien, Montenegro: Für Regionen in all diesen Ländern hat das EU-Koordinierungszentrum für Notfallmaßnahmen (ERCC) in dieser Woche "Alarmstufe Rot" ausgegeben, eine Hitzewarnung aufgrund von Temperaturen jenseits der 40 Grad. In Griechenland, das ebenfalls unter einer Hitzewelle ächzt, brennen die Wälder. Wie hoch die Waldbrand-Gefahr in Deutschland und dem Rest Europas gerade ist, haben meine Kollegen aus dem Datenteam zusammengetragen (SZ Plus).

In drei Bundesländern beginnen an diesem Wochenende die Schulferien und viele Familien dürften nun mit bangem Blick auf die Wetterkarten schauen. Früher lautete die Frage im Vorfeld ja eher: Wird es auch warm und sonnig? Jetzt eher: Ist das nicht zu heiß? Halten wir das noch aus?

Immer mehr Menschen beantworten die letzte Frage offenbar mit Nein, wie aktuelle Daten der European Travel Commission (ETC) nahelegen. Demnach ist die Zahl der Menschen, die von Juni bis November nach Südeuropa reisen möchten, im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesunken. Länder wie Tschechien, Dänemark und Irland verzeichneten dagegen ein sprunghaftes Interesse. Die Erderwärmung könnte die Touristenströme also massiv in kühlere Regionen umlenken. Der passende Sommerhit (wie wäre es mit "Hey, ab in den Norden", liebe Musikindustrie?) muss allerdings noch geschrieben werden.

Verbunden mit der Wahl des Reiseziels ist natürlich die des Reisemittels. Manche fragen sich, ob eine Anreise mit dem Flugzeug noch vertretbar ist, angesichts der Klimabilanz des Luftverkehrs. Aber, Hand aufs Herz: Viele andere ficht das gar nicht an. So wie den Abteilungsleiter, den meine Kollegin Elisa Schwarz begleitet hat. Er fliegt 80 Mal im Jahr, und wenn es sein muss, auch von Frankfurt nach München. Flugscham? Ach was (SZ Plus).

Sollten Sie bald in den Urlaub starten und etwas in Südeuropa gebucht haben, können Ihnen übrigens die Kollegen aus dem Reiseressort weiterhelfen. Sie haben Tipps zusammengestellt, wie man die heißen Tage gut übersteht (SZ Plus).

(Dieser Text stammt aus dem wöchentlichen Newsletter Klimafreitag, den Sie hier kostenfrei bestellen können.)

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