Süddeutsche Zeitung

Tennis:Favorit Zverev im Viertelfinale von München raus

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Tennis-Ass Zverev wollte sich in München für die Enttäuschungen der vergangenen Jahre revanchieren. Doch auch diesmal scheidet er früh aus. Sein Davis-Cup-Teamkollege muss nachsitzen.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

München (dpa) - Topfavorit Alexander Zverev ist beim ATP-Tennisturnier in München schon im Viertelfinale ausgeschieden. Der Weltranglistenfünfte unterlag dem Chilenen Cristian Garin mit 4:6, 4:6 und erlebte bei den BMW Open wie schon in den vergangenen Jahren eine Enttäuschung.

Bei nasskalten Bedingungen und Nieselregen fand der Olympiasieger einen Tag vor seinem 27. Geburtstag kein Mittel gegen den variabel spielenden und beherzt kämpfenden Südamerikaner. Zudem haderte er immer wieder lautstark wegen des rutschigen Asche-Untergrunds.

„Bei so einem Wetter ist es für mich unmöglich, zu gewinnen“, sagte Zverev. Er erklärte, dass seine eigentlichen Stärken - etwa der Aufschlag oder die Rückhand - bei Regen und Kälte entschärft würden. „Ich habe alles versucht und viele Dinge probiert. Aber bei solchen Bedingungen habe ich keine Waffen, mit denen ich hier gewinnen kann.“ Er zollte Garin Respekt und räumte ein: „Er hat verdient gewonnen.“

Davis-Cup-Teamkollege Jan-Lennard Struff muss indes nachsitzen. Sein Viertelfinale gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime wurde am Abend beim Stand von 7:5, 3:1 aus Sicht des Warsteiners wegen Dunkelheit abgebrochen. Die Partie soll am Samstagmorgen fortgesetzt werden. Der Sieger trifft dann später am selben Tag auf Vorjahressieger Holger Rune. Der Däne hatte Marc-Andrea Hülser aus der Schweiz 6:4, 7:6 (7:3) geschlagen.

Schimpfender Zverev will Unterbrechung

Den ganzen Tag über blies der Wind den Regen über die Anlage am Aumeisterweg, und Zverev tat sich schwer gegen Garin, die Nummer 106 der Welt: Man hörte den gebürtigen Hamburger immer wieder schimpfen. Der Chilene hatte in der ersten Runde Zverevs Davis-Cup-Kollegen Dominik Koepfer geschlagen. Gegen die Nummer eins der Setzliste war Garin permanent mit entnervenden Stoppbällen auf dem feuchten Untergrund erfolgreich.

Im zweiten Durchgang kam es zu hitzigen Diskussionen Zverevs mit dem Schiedsrichter und dem ATP-Supervisor, weil diese zum Leidwesen des Deutschen das Spiel trotz des Regens nicht unterbrachen. „Es regnet ununterbrochen seit dreieinhalb Stunden. Ich rutsche hier hin und her. Wann tust du endlich was?“, sagte er dem Referee in einer Pause. Nach genau 2:00 Stunden stand seine Niederlage fest.

Garin trifft im Halbfinale auf Taylor Fritz. Der an Nummer drei gesetzte Amerikaner hatte sein Viertelfinale mit 4:6, 6:3, 7:6 (7:1) gegen den Briten Jack Draper gewonnen.

© dpa-infocom, dpa:240419-99-737874/5

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