Süddeutsche Zeitung

Konzert:Opera Namibia und Wagner

Ein afrikanisch-europäischer Liederabend in der Seidlvilla.

Im kommenden September wird der junge südafrikanische Bariton Sakhiwe Mkosana in der ersten namibischen Nationaloper "Chief Hijangua" im Nationaltheater von Windhoek die Titelpartie singen. Die Idee zu diesem Kooperationsprojekt über den deutschen Kolonialismus in Namibia ist vor mehr als drei Jahren in München entstanden. Kim Mira Meyer, die heute am Gärtnerplatztheater arbeitet, war damals Regieassistentin bei den Opernfestspielen auf Gut Immling, wo der namibische Komponisten Eslon Hindundu als Bariton im internationalen Chor sang. Die beiden ließen ihren Traum von einer Namibia-Oper nicht aus den Augen, auch in der schwierigen Corona-Phase wurde über die Kontinente hinweg weiter geplant und geprobt. Erste Stücke aus der Oper stellt Sakhiwe Mkosana, der für den Wettbewerb "Neue Stimmen" der Bertelsmann Stiftung gerade in Deutschland ist, bei einem Benefiz-Liederabend am Mittwoch, 15. Juni, in der Seidlvilla vor. Gemeinsam mit der Sopranistin Henrike Henoch singt er Kompositionen von Hindundu, Richard Wagner, Robert Schumann und Giuseppe Verdi.

Opera Namibia-Gala, 15. Juni, 19 Uhr, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1B, Eintritt 15 Euro, www.seidlvilla.de

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