Süddeutsche Zeitung

Demo am 13. März:Klima-Protest vor der Kommunalwahl

Die Münchner Aktivisten von "Fridays for Future" präsentieren ihre fünf wichtigsten Forderungen an die Politik und rufen zu einer Großdemonstration zwei Tage vor der Wahl auf.

Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" schaltet sich in den Kommunalwahlkampf in Bayern ein: Für Freitag, den 13. März, zwei Tage vor der Wahl, ruft sie zu zahlreichen großen Demonstrationen auf. Das sagten Aktivistinnen am Freitagmittag vor Journalisten in den Räumen der Umweltorganisation Green City in München. Nach aktuellem Stand wollten sich bayernweit 55 Ortsgruppen an den Schulstreiks und Kundgebungen zur Wahl beteiligen, sagte Anna Volk von "Fridays for Future München".

In der bayerischen Hauptstadt beginne die Kundgebung mittags auf dem Königsplatz, so wie bei den großen Demonstrationen im September und im November 2019 mit Zehntausenden Teilnehmern. Die Demonstration werde auch einer ähnlichen Route folgen, hieß es; Einzelheiten stünden noch nicht fest. Die erwähnten Großdemonstrationen führten vom Königsplatz zum Odeonsplatz sowie zur Staatsbibliothek und wieder zurück.

"Auch vermeintlich kleine Wahlen können großen Einfluss auf die Klimapolitik in Deutschland haben", sagte Volk. Die Münchner Ortsgruppe von "Fridays for Future" hatte schon im Juni 2019 eine Liste mit 32 Forderungen an den Stadtrat formuliert. Zur Wahl haben die Aktivisten aus diesen nun ihre "Top 5"-Forderungen identifiziert: eine autofreie Zone innerhalb des Altstadtrings, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, den Ausbau der Geothermie, eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Pflicht für Neubauten sowie "nennenswerte Gebühren" für das Wegwerfen noch genießbarer Lebensmittel.

Eine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei geben die Aktivisten jedoch nicht ab. Die Wähler sollten sich mit den Programmen der Parteien auseinandersetzen, sagte Anja Paolucci von "Fridays for Future München" und verwies auf den "Klima-Wahlhelfer" des Bündnisses "München muss handeln". Dieses hatte Programme mit den Forderungen von "Fridays for Future" verglichen und das Ergebnis im Januar im Internet veröffentlicht.

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SZ vom 15.02.2020/syn
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