Süddeutsche Zeitung

Ausgezeichnete Schüler aus Taufkirchen und Grünwald:Malen für das gemeinsame Haus

Realschülerinnen aus Taufkirchen und Gymnasiastinnen aus Grünwald überzeugen bei der 64. Auflage des Europäischen Wettbewerbs mit ihren Werken aus dem Kunstunterricht.

"Europa muss im Herzen gelebt werden", findet Bezirkstags-Präsident Josef Mederer. Am Mittwochmittag hatte die Regierung von Oberbayern mehr als hundert Schülerinnen und Schüler zu Gast, die bewiesen haben, dass sie Ideen und genaue Vorstellung für dieses Europa haben. Beim Europäischen Schülerwettbewerb haben sie mit Bildern, Geschichten und Videoclips die Jury überzeugt.

Darunter sind bei der 64. Auflage des bundesweit größten und ältesten schulartübergreifenden Wettbewerbs vom Zentrum für Europäische Bildung auch drei Schülerinnen der Walter-Klingenbeck-Realschule in Taufkirchen und sieben Schülerinnen des Gymnasiums Grünwald.

"Ihr Engagement und ihre Freude an Europas kultureller Vielfalt ist beeindruckend", sagte Regierungsvizepräsidentin Andrea Degl bei der Preisverleihung. Die Arbeiten - in diesem Jahr unter dem Motto "In Vielfalt geeint - Europa zwischen Tradition und Moderne" - hätten gezeigt, wie geschichtsinteressiert und traditionsverbunden die Schüler seien, und wie aufgeschlossen sie Europa gegenüber stünden. Der Europäische Wettbewerb wurde 1953 in Frankreich ins Leben gerufen und gilt als erprobtes Mittel schulischer Praxis. Die Beschäftigung im Fach Kunst mit Europa soll Schulen darin unterstützen, ihren europäischen Bildungsauftrag zu erfüllen.

Die EU als Schulklasse

In der Europäischen Union sei es ähnlich wie in einer Schulklasse, meinte Bezirkstagspräsident Mederer, "trotz aller Unterschiedlichkeiten hat man einen gemeinsamen Auftrag und ein gemeinsames Ziel, das verbindet". Trotz aller negativer Dinge, die oftmals in Zusammenhang mit der EU diskutiert würden, überwögen doch die guten Ideen. "In der Gesamtheit müssen wir zusammenhalten", gab er den Schülern mit auf den Weg, wie in der Klasse müssten sie lernen, "in großen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten". Bange sei ihm ob der so vielen engagierten jungen Menschen aber nicht. Mehr als 85 000 Kinder und Jugendliche aus 1240 Schulen beteiligten sich diesmal bundesweit an dem Wettbewerb, aus Oberbayern hatten 2700 Schüler ihre Arbeiten zu verschiedenen Aufgabenstellungen eingereicht.

Um Begriffe, Redensarten und Sprichwörter, die man in jedem europäischen Land versteht, ging es bei den Arbeiten der Grünwalder Schülerinnen. Unter der Anleitung von Kunstlehrerin Janna Stelzl haben die Sechst- und Siebtklässlerinnen mit ihren Werken gepunktet. Amanda Appenzeller, Pauline-Sarah Buda, Lena Birkental, Sophie Kustatscher, Kyra Lehmann, Alexandra Leskavelz und Emma Frieler wurden für ihre Arbeiten zum Thema "Bewegliche Lettern - was Buchstaben sagen" ausgezeichnet.

Über die Musik haben sich die Schülerinnen der Realschule Taufkirchen dem Thema Europa genähert. Hier war es darum gegangen, sich über die großen europäischen Musikwerke inspirieren zu lassen und eine musikalische Reise in Europa zu gestalten. Alexandra Kicom, Carolin Jaron und Vanessa Wolff aus der fünften Jahrgangsstufe war das mit ihrer Version des "Feuervogels" im Kunstunterricht von Lisa Schön ausgezeichnet gelungen.

Das Motto für den Wettbewerb im nächsten Jahr steht bereits fest. Die verschiedenen Aufgaben zu "Denkmal - worauf baut Europa" können online unter www.europaeischer-wettbewerb.de aufgerufen werden.

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SZ vom 06.07.2017/belo
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