Süddeutsche Zeitung

Lokalrunde:High-End-Suri und Waldfest

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Die Spirituosenmesse "Finest Spirits" und das Sommerfest in der Waldwirtschaft finden wieder statt.

Von Franz Kotteder

Der Schausteller und Unterhalter Manfred Schauer, seit Jahrzehnten als Schichtl auf dem Oktoberfest tätig, bezeichnet die Wiesn gerne spöttisch als die alljährliche Großmesse "Intersuff". Das sehen viele Wiesngegner ähnlich. Es stellt sich jedoch die Frage, wie man dann all die deutlich kleineren, tatsächlichen Messen bezeichnet, die sich fast ausschließlich mit Alkohol in Form von Wein, Craft Beer oder Spirituosen befassen. "Minisuff"? "High-End-Suri"? Im Falle der alljährlichen Spirituosen-Messe hat man schon vor 17 Jahren den Namen Finest Spirits erfunden, und nun findet sie nach zwei Jahren Pandemie-Pause wieder statt, am mittlerweile schon gewohnten Ort des MVG-Museums an der Ständlerstraße. Passt ja auch irgendwie ganz gut zusammen, Alkohol und öffentlicher Nahverkehr. 85 Aussteller präsentieren dort Hochprozentiges aus der Region und aus aller Welt - Whisky und Whiskey - das "e" verrät die irische Herkunft und oft auch die US-amerikanische - sowie Rum und Gin sind da natürlich ganz vorne mit dabei. In diesem Jahr aber liegt der Schwerpunkt auf dem Aperitivo. Aperitif-Getränke liegen nach wie vor im Trend, und bei "Finest Spirits" wird es eine eigene Aperitivo-Bar geben, an der die Münchner Bartenderinnen Natalie van Wyk (Schumann's) und Frederike Behrens (Ménage Bar) für die Messebesucher eigene Aperitifs mixen werden. Daneben gibt es eine Reihe von Masterclass-Kursen, für die man sich allerdings vorab anmelden muss, eine Sonderschau zu alkoholfreien Spirituosen und eine Abteilung für Start-ups mit dem Titel "Young Spirits" (Finest Spirits, MVG-Museum, Ständlerstraße 20, Shuttlebus vom S-Bahnhof Giesing, 2.-4. September, Freitag 16-23 Uhr, Samstag 14-22 Uhr, Sonntag 13-19 Uhr, Tagesticket 21 Euro, finest-spirits.de).

Feiern in der Waldwirtschaft

Waldfeste haben schon manchem ländlichen Trachtenverein aus der Finanzmisere geholfen, denn vor allem die jugendliche Stadtbevölkerung findet es wahnsinnig "urig", sich in entlegenen Gegenden mit vielen anderen die Kante zu geben und abzutanzen. Eine eher zivilisierte Variante des Waldfestes bietet die Waldwirtschaft von Sepp und Tina Krätz in Großhesselohe an. Dort findet an diesem Samstag (bei Regen eine Woche später) von 14 Uhr an wieder das traditionelle Sommerfest statt, es spielt die Tegernseer Blaskapelle zum Tanz auf. Dazu gibt es Steckerlfisch, Brathendl und Schweinshaxn und für die Kleinen eine Kinderecke (Waldwirtschaft, Samstag, 3. September, von 14 Uhr an, Georg-Kalb-Straße 3, 82049 Pullach, Telefon: 089-74 99 40 30, www.waldwirtschaft.de).

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