Süddeutsche Zeitung

"Eddie the Eagle" im Kino:Underdog als Überflieger

Das reale Märchen von einem Mann und seinem scheinbar aussichtslosen Traum, Olympionike zu werden: "Eddie the Eagle" ist ein humorvoller Mutmacher für alle Träumer geworden, von denen es hoffentlich noch ein paar gibt.

Der Trubel war groß in Bayern: Vor einem Jahr drehten die Filmgrößen Hugh Jackman, Taron Egerton und Iris Berben in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf. Das Ergebnis durfte kürzlich in München bejubelt werden: Bei der Deutschlandpremiere von "Eddie The Eagle" ließen sich die Stars sowie Michael Edwards blicken, jener sympathische Außenseiter aus England, von dessen Höhenflug die bezaubernde Sportkomödie handelt: Als erster britischer Skispringer nahm Edwards 1988 bei den Olympischen Spielen in Calgary teil.

Der Letztplatzierte, den sie "Eddie The Eagle" nannten, mauserte sich zum Publikumsliebling - das reale Märchen eines Mannes, der schon als Kind zu Olympia wollte und sich dafür nahezu jeden Knochen brach.

Nun ist der Adler erneut gelandet, endlich kommt "Eddie The Eagle" ins Kino. Viele Jahre sind vergangen, mehrmals wurde eine Verfilmung angeschoben und verschoben.

Herrlich komische Dynamik

Es war der britische Produzent Matthew Vaughn, der fest daran glaubte. Unter der Regie seines Landsmannes Dexter Fletcher spielt Taron Egerton (Kingsman) den bebrillten Sonderling mit großem Respekt. Die entrückten Gesten, das nervöse Lippenbeißen wirken zu keiner Zeit wie Bloßstellungen eines Spinners.

Der Film begleitet Eddie bei seinen scheinbar aussichtslosen Bemühungen, Olympionike zu werden. In Partenkirchen trifft er auf den ehemaligen US-Skispringer Bronson Peary (Hugh Jackman), eine fiktive Figur, die den Underdog coacht. Daraus entwickelt sich eine herrlich komische Dynamik.

Das geradlinig erzählte Biopic ist ein unterhaltsamer, humorvoller, schön gefilmter Mutmacher für alle Träumer, von denen es hoffentlich noch ein paar gibt.

"Eddie The Eagle - Alles ist möglich", Regie: Dexter Fletcher, Drehbuch: Sean Macaulay, Simon Kelton. Kamera: George Richmond. Mit Hugh Jackman, Taron Egerton, Iris Berben, Keith Allen, Jo Hartely. 20th Century Fox of Germany, 106 Minuten.

Sean Macaulay ... (screenplay) and Simon Kelton

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