Süddeutsche Zeitung

Verkehrsminister:Dobrindt fordert "Alkolocks" für Alkohol-Fahrer

Bei zu viel Promille streikt das Auto: Wer mit Alkohol hinterm Steuer erwischt wurde, könnte künftig vor jeder Fahrt überprüft werden. Bundesverkehrsminister Dobrindt erwägt den Einsatz von Zündsperren mit Atemtester.

Technische Unterstützung soll künftig dabei helfen, Autofahrer von der Fahrt mit zu viel Alkohol abzuhalten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwägt, ertappten Alkohol-Fahrern den Einbau einer Zündsperre mit Atemtester vorzuschreiben. "Wir wollen einen echten Lerneffekt erreichen und überlegen, in bestimmten Fällen sogenannte 'Alcolocks' einzusetzen", sagte der Politiker der Passauer Neuen Presse.

Wer durch Alkohol am Steuer den Führerschein verloren habe, erhalte ihn zunächst nur zurück, wenn er vor jeder Fahrt mit Hilfe des Geräts dokumentiere, "dass er mit null Promille am Steuer sitzt".

Der Einsatz von Alcolocks wird bereits seit längerem diskutiert. Er wird etwa in Betracht gezogen, wenn bei Wiedererteilung der Fahrerlaubnis Zweifel bestehen, dass sich der Fahrer künftig immer nüchtern hinters Steuer setzt. Fahrer müssen dabei vor dem Starten in ein Röhrchen pusten, bei zu hohem Promillegehalt springt das Auto nicht an.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 15 555 Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.

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Süddeutsche.de/dpa/AFP/schma/Ratz
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