Süddeutsche Zeitung

US-Wahlkampf:Bernie Sanders will für Hillary stimmen

Er werde alles tun, um zu verhindern, dass Donald Trump US-Präsident wird.

Bernie Sanders wird bei der US-Präsidentenwahl im November Hillary Clinton wählen. Das sagte Sanders dem Sender MSNBC in einem Interview. Es war das erste Mal, dass sich der Kandidat entsprechend äußerte. Bisher war er der hartnäckigste innerparteiliche Konkurrent von Clinton, die voraussichtlich für die Demokraten kandidieren wird.

Er wolle alles dafür tun, dass Donald Trump nicht zum Präsidenten der USA gewählt werde, sagte Sanders. Auf die Frage, ob er Clinton seine Stimme geben werde, antwortete er mit "Ja".

Sanders' Ankündigung fiel knapp und wortkarg aus. Viele seiner Anhänger haben Schwierigkeiten, sich hinter Clinton zu versammeln, in der sie eine Vertreterin des Establishments und des Status quo sehen - wofür auch ihr Kandidat selbst sie hält. Die Demokraten müssen sich aber um größtmögliche Einigkeit bemühen, um in der Wahl am 8. November gegen Donald Trump zu bestehen, den voraussichtlichen Kandidaten der Republikaner.

Sanders hatte sich mit der früheren Außenministerin in den Vorwahlen einen langen Kampf geliefert und dabei für seine linken Positionen viel Zustimmung aus der Bevölkerung erhalten. Bisher hatte er es aber trotz vermieden, Clinton zu unterstützen, obwohl er selbst eigentlich keine Chancen mehr auf die Nominierung hat.

Clinton verfügt nach Abschluss der Vorwahlen der Demokraten zwar über genügend Stimmen für die Nominierung als demokratische Präsidentschaftskandidatin im Juli. Sanders wollte bisher aber nicht aus dem Rennen ausscheiden. Zuletzt hatten beide über eine gemeinsame Linie für die Wahl im November gesprochen.

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